BASF WKN: BASF11 ISIN: DE000BASF111 Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion
Danke für den sachlichen und konstruktiven Beitrag 👍🏻 In der Tat ist eine Kernfrage ob der klassische Gemischtwarenladen nicht überholt ist. Dazu gibt es unterschiedliche Ansichten weltweit, allerdings sieht man eine starke Abnahme bei den Unternehmen. BASF ist hier ein Klassiker mit seinem extrem kleinteiligen Portfolio. Die Frage ist nur ist es tatsächlich besser oder ist den Anlegern so ein Unternehmen vielleicht einfach nur zu komplex in der Bewertung? Bei Bayer sieht es in meinen Augen etwas anders aus. Das Unternehmen hat sich mit den ganzen Ausgliederungen in den letzten 20 Jahren bereits sehr stark fokussiert und seine Strategie zu einem Life Science Unternehmen in der Hinsicht konsequent umgesetzt. In meinen Augen ergänzen sich die beiden Geschäfte Pharma und Agrar auch gut. Es gibt viele Synergien in der Forschung, gerade in Bereich Gentechnik. Ebenso sind die Forschungs- und Zulassungs-/Registrierungsbedingungen ähnlich. Hier bringt Bayer viel Expertise mit, die kleine Unternehmen/Start-ups gar nicht leisten können. Daher ist der Grund für Abspaltungsfantasien hier viel weniger der Faktor Gemischtwarenladen, als primär die noch vorhandene Belastung durch die Rechtsrisiken. Ohne diese, da bin ich mir sicher, würde niemand über eine Aufspaltung diskutieren. Und China ist einfach eine heiße Kiste. Die meisten ausländischen Unternehmen, auch die Marktführer dort und insbesondere Us-Unternehmen, versuchen sich mit hohem Tempo unabhängig zu machen und abzusichern. Sicherlich nicht ohne Grund. Die haben sich auch vorher in Russland zurück gehalten. Wieso ignoriert man das bei BASF? Wieso setzt man alles auf eine Karte? Das lernen wir doch an der Börse auch, nie alle Eier in einen Korb. Klar, wenn es in China knallt haben wir noch andere Probleme, aber man muss das Risiko doch nicht noch vergrößern. Das könnte, man so weiterfährt, für BASF wirklich der Todesstoß sein. ChemChina/Sinochem steht bereits in den Startlöchern. Mit einem Umsatz von geplant 150 Milliarden und dem chinesischen Staat hinter sich, wäre BASF ein willkommener Happen bei der niedrigen Bewertung und weiteren Problemen..
Danke für den sachlichen und konstruktiven Beitrag 👍🏻 In der Tat ist eine Kernfrage ob der klassische Gemischtwarenladen nicht überholt ist. Dazu gibt es unterschiedliche Ansichten weltweit, allerdings sieht man eine starke Abnahme bei den Unternehmen. BASF ist hier ein Klassiker mit seinem extrem kleinteiligen Portfolio. Die Frage ist nur ist es tatsächlich besser oder ist den Anlegern so ein Unternehmen vielleicht einfach nur zu komplex in der Bewertung? Bei Bayer sieht es in meinen Augen etwas anders aus. Das Unternehmen hat sich mit den ganzen Ausgliederungen in den letzten 20 Jahren bereits sehr stark fokussiert und seine Strategie zu einem Life Science Unternehmen in der Hinsicht konsequent umgesetzt. In meinen Augen ergänzen sich die beiden Geschäfte Pharma und Agrar auch gut. Es gibt viele Synergien in der Forschung, gerade in Bereich Gentechnik. Ebenso sind die Forschungs- und Zulassungs-/Registrierungsbedingungen ähnlich. Hier bringt Bayer viel Expertise mit, die kleine Unternehmen/Start-ups gar nicht leisten können. Daher ist der Grund für Abspaltungsfantasien hier viel weniger der Faktor Gemischtwarenladen, als primär die noch vorhandene Belastung durch die Rechtsrisiken. Ohne diese, da bin ich mir sicher, würde niemand über eine Aufspaltung diskutieren. Und China ist einfach eine heiße Kiste. Die meisten ausländischen Unternehmen, auch die Marktführer dort und insbesondere Us-Unternehmen, versuchen sich mit hohem Tempo unabhängig zu machen und abzusichern. Sicherlich nicht ohne Grund. Die haben sich auch vorher in Russland zurück gehalten. Wieso ignoriert man das bei BASF? Wieso setzt man alles auf eine Karte? Das lernen wir doch an der Börse auch, nie alle Eier in einen Korb. Klar, wenn es in China knallt haben wir noch andere Probleme, aber man muss das Risiko doch nicht noch vergrößern. Das könnte, man so weiterfährt, für BASF wirklich der Todesstoß sein. ChemChina/Sinochem steht bereits in den Startlöchern. Mit einem Umsatz von geplant 150 Milliarden und dem chinesischen Staat hinter sich, wäre BASF ein willkommener Happen bei der niedrigen Bewertung und weiteren Problemen..
Hast du nicht geschrieben, dass die Vergangenheit für dixh nixht zählt? Und wenn man 20 Jahre dafür braucht ein Unternehmen wie Bayer so auf den Boden zu drücken, dass die Aktionäre von einer Aufspaltung träumen um noch etwas zu verdienen, klopfen wir uns vor Lachen kräftig auf die Schenkel
Das ist das was ich meine, wenn ich immer wieder darauf hinweise, das viele die Branche und die Unternehmen nicht wirklich kennen. Ein Grundchemie-Produzent wie die BASF ist extrem konjunkturabhängig ja. Wieso? Weil er hauptsächlich Vorprodukte für andere Industrien herstellt. Läuft es da nicht, verkauft auch BASF nicht. Bei Bayer z. B. sieht es aber ganz anders aus. Hier hat man vor 20 Jahren schon begonnen das Unternehmen zum Life-Science Konzern um zu bauen und alle konjunkturabhängigen Teile anzustoßen. Kunststoffe, Feinchemie ... Lanxess, Covestro, alles raus. Übrig sind Pharma und Agrar Sparten die beide nicht völlig konjunkturabhängig sind, sondern auch automatisch von einer kontinuierlich steigenden Weltbevölkerung profitieren. Krank werden die Menschen immer und ernährt werden müsse sie auch. Zudem produziert man eben keine Vorprodukte, sondern hochveredelte Endprodukte. Dies führt zu deutlich höheren Margen und größerem Burggraben. Das sind die Gründe, weshalb Bayer im Gegensatz zu einer BASF, Lanxess, Covestro etc. relativ unbeeindruckt durch Pandemie und Energiekrise gekommen ist. Selbst ein Ukrainekrieg, hat nur begrenzt Impact, da auch hier immer noch Getreide angebaut wird. Also Chemiebranche ist eben nicht gleich Chemiebranche. Bayer ist von Geschäft eine sichere Bank, einzige Herausforderung die Rechtsthemen, die sich aber ja, nach 7 in Reihe gewonnenen Prozessen, langsam zu lösen scheinen. BASF hingegen hat eben strukturelle Probleme im Geschäft. Die Produkte werfen nicht genug Geld ab, die Konkurrenten aus Fernost wird zunehmend stärker, der Burggraben bei vielen Produkten ist gering und die hohen Energiepreise drücke auf die eh schon geringen Margen. Ergebnis ist das Anlagen in Deutschland unrentabel werden und geschlossen werden müssen. Die Konjunktur macht den Rest. BASF braucht einen grundlegenden Umbau um sich fit zu machen für die nächsten Jahrzehnte. Da kann und darf China nicht die einzige Strat sein. Das Risiko ist einfach zu hoch, ohne, dass BASF es kontrollieren könnte. Neue Ideen und Produkte müssen her. Vielleicht auch Zukäufe.
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