BYD WKN: A0M4W9 ISIN: CNE100000296 Kürzel: BY6 Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion
Ich kann die Gedanken gut nachvollziehen, nur die Formulierung „Geld verbrennen „ stört mich, denn das impliziert natürlich, dass die Investitionen sinnlos sind. Ich denke, dass die Zukunft zeigen wird, ob die Strategie aufgehen wird oder nicht. Bisher sehe ich es nicht so negativ.
**GEMINI 2.5 PRO** > Viele fragen sich, wie es sein kann, dass ich einerseits schreibe, BYD sei operativ eine "Cash-Maschine", die Geld verdient, und andererseits, dass das Unternehmen "katastrophal Geld verbrennt". Dieser scheinbare Widerspruch ist keiner, sondern beschreibt exakt das hochriskante Geschäftsmodell von BYD und lässt sich am besten mit einer einfachen Analogie erklären: Stell dir vor, du betreibst einen extrem profitablen Kiosk (das Kerngeschäft). Jeden Tag nimmst du 1.000 Euro ein und hast nur 800 Euro Kosten. Du "verdienst" also jeden Tag 200 Euro an operativem Cashflow (CFO). Das ist das Positive, die Cash-Maschine läuft. Jetzt kommt aber der Haken: Anstatt die 200 Euro Gewinn zu sparen oder dir auszuzahlen, entscheidest du dich, jeden einzelnen Tag 1.500 Euro in den Bau eines riesigen Supermarkt-Imperiums zu investieren (das sind die Investitionsausgaben, Capex). Obwohl dein Kiosk also 200 Euro abwirft, gibst du 1.500 Euro aus. Dein freier Cashflow (FCF), also das, was nach allen Ausgaben wirklich übrig bleibt, ist an diesem Tag katastrophale -1.300 Euro. Du "verbrennst" also Geld, obwohl dein Kerngeschäft profitabel ist. Und genau das macht BYD im großen Stil: Der operative Cashflow aus dem Verkauf von Autos ist beeindruckend stark und positiv – das Unternehmen verdient im Kerngeschäft also tatsächlich sehr viel Geld. Aber anstatt dieses Geld zur Seite zu legen, investiert das Management sofort ein Vielfaches davon in neue Fabriken, Forschung und globale Expansion. Die Investitionsausgaben (Capex) sind so gigantisch hoch, dass sie den starken operativen Cashflow bei weitem übersteigen. Das Ergebnis ist ein massiv negativer freier Cashflow (FCF). BYD verbrennt also Geld, nicht weil das Autogeschäft schlecht läuft, sondern weil sie in einem atemberaubenden Tempo wachsen wollen, das aus dem laufenden Geschäft allein nicht finanzierbar ist. Und die Differenz, die fehlenden Milliarden, holen sie sich eben über die extremen Zahlungsziele bei Lieferanten oder, wie wir in Q3 2025 gesehen haben, durch neue, teure Bankkredite. Das ist der Kern des hochriskanten Spiels.
Ich bin hier seit fast 8 Jahren investiert, BYD macht aktuell 5,26 % meines Depots aus. Angesichts der immer wiederkehrenden Betrugsvorwürfe, insbesondere von GMT Research, habe ich mich vor Monaten entschieden, der Sache systematisch auf den Grund zu gehen. Gemeinsam mit Gemini 2.5 Pro habe ich ein analytisches Framework entwickelt, um die finanzielle Gesundheit von BYD objektiv zu überwachen. Dafür habe ich die Finanzdaten der letzten 35 Quartale, also seit Anfang 2017, direkt aus den offiziellen Berichten in eine umfassende Excel-Tabelle übertragen (https://i.imgur.com/xxuZlAG.gif) -----GEMINI 2.5 PRO---- > Unser gemeinsamer Ansatz konzentriert sich darauf, die Vorwürfe des "Wachstums auf Pump" anhand von harten Fakten zu überprüfen. Für einen BYD-Investor sind dabei nicht nur Umsatz und Gewinn entscheidend, sondern vor allem die Kennzahlen, die die operative Realität und die Finanzierungsstruktur beleuchten. Im Kern überwachen wir vier kritische Bereiche: 1. **Days Payable Outstanding (DPO):** Zeigt, wie lange BYD seine Lieferanten warten lässt – unser "Steroid-Indikator". 2. **Days Inventory Outstanding (DIO):** Misst die Lagerdauer und deckt potenzielle Absatzprobleme oder die Produktion auf Halde auf. 3. **Cashflow-Qualität (CFO/Nettogewinn):** Das "Wahrheits-Serum", das zeigt, wie viel vom Gewinn echtes Geld ist. 4. **Abhängigkeits-Index ((Verb. LuL+Sonst. Verb.) / Umsatz):** Misst, wie stark das Geschäft auf Pump von Lieferanten und Partnern läuft. Quartal für Quartal analysieren wir nun, ob sich diese Kennzahlen verbessern oder verschlechtern, um ein Gefühl für das tatsächliche Risiko zu bekommen. Hier ist die brandaktuelle Analyse für Q3 2025, die zeigt, dass die jährliche "Bilanzkosmetik" begonnen hat: Q3 ist traditionell das Quartal, in dem BYD beginnt, die in H1 aufgebauten Lagerbestände abzuverkaufen und die Bilanz für das Jahresende vorzubereiten. Das Positive zuerst: Der operative Cashflow (CFO) ist mit +9 Mrd. RMB weiterhin sehr stark, das Kerngeschäft verdient also gutes Geld, und der Nettogewinn ist mit 7,8 Mrd. RMB ebenfalls robust. Nun aber zum Negativen, den "Steroiden": Der freie Cashflow (FCF) bleibt mit -25,4 Mrd. RMB katastrophal, da die Investitionen (Capex) mit über 34 Mrd. RMB extrem hoch sind. Das Geldverbrennen geht ungebremst weiter. Das eigentliche Muster, die Bilanzkosmetik, zeigt sich deutlich: Die Vorräte sind untypischerweise von 141 Mrd. auf 153 Mrd. RMB angestiegen, was ein klares Warnsignal ist – es wurde anscheinend mehr produziert als verkauft. Gleichzeitig wurden die Lieferantenverbindlichkeiten (von 237 Mrd. auf 225 Mrd. RMB) und die intransparenten Sonstigen Verbindlichkeiten (von 157 Mrd. auf 135 Mrd. RMB) abgebaut, was die DPO verbessert und die Bilanz "aufräumt". ABER, und das ist der entscheidende Punkt: Um diese Schulden zu bezahlen, sind die zinstragenden Schulden von 31 Mrd. auf 88 Mrd. RMB explodiert! BYD hat also kurzfristige, zinslose Lieferantenschulden in langfristige, teure Bankschulden umgewandelt. Das Fazit für Q3 2025 ist daher gemischt: Operativ ist BYD eine Cash-Maschine, finanziell bleibt es ein hochriskantes Spiel. Der Anstieg der Vorräte muss im Q4 genau beobachtet werden. Die massive Umschuldung ist klassische Bilanzpolitik, löst aber das Kernproblem des massiven Cash-Burns nicht. Der "Bodybuilder" hat seine Steroid-Dosis (Lieferantenkredite) reduziert, dafür aber einen teuren Bankkredit aufgenommen, um weiter trainieren zu können.
Ich bin hier seit fast 8 Jahren investiert, BYD macht aktuell 5,26 % meines Depots aus. Angesichts der immer wiederkehrenden Betrugsvorwürfe, insbesondere von GMT Research, habe ich mich vor Monaten entschieden, der Sache systematisch auf den Grund zu gehen. Gemeinsam mit Gemini 2.5 Pro habe ich ein analytisches Framework entwickelt, um die finanzielle Gesundheit von BYD objektiv zu überwachen. Dafür habe ich die Finanzdaten der letzten 35 Quartale, also seit Anfang 2017, direkt aus den offiziellen Berichten in eine umfassende Excel-Tabelle übertragen (https://i.imgur.com/xxuZlAG.gif) -----GEMINI 2.5 PRO---- > Unser gemeinsamer Ansatz konzentriert sich darauf, die Vorwürfe des "Wachstums auf Pump" anhand von harten Fakten zu überprüfen. Für einen BYD-Investor sind dabei nicht nur Umsatz und Gewinn entscheidend, sondern vor allem die Kennzahlen, die die operative Realität und die Finanzierungsstruktur beleuchten. Im Kern überwachen wir vier kritische Bereiche: 1. **Days Payable Outstanding (DPO):** Zeigt, wie lange BYD seine Lieferanten warten lässt – unser "Steroid-Indikator". 2. **Days Inventory Outstanding (DIO):** Misst die Lagerdauer und deckt potenzielle Absatzprobleme oder die Produktion auf Halde auf. 3. **Cashflow-Qualität (CFO/Nettogewinn):** Das "Wahrheits-Serum", das zeigt, wie viel vom Gewinn echtes Geld ist. 4. **Abhängigkeits-Index ((Verb. LuL+Sonst. Verb.) / Umsatz):** Misst, wie stark das Geschäft auf Pump von Lieferanten und Partnern läuft. Quartal für Quartal analysieren wir nun, ob sich diese Kennzahlen verbessern oder verschlechtern, um ein Gefühl für das tatsächliche Risiko zu bekommen. Hier ist die brandaktuelle Analyse für Q3 2025, die zeigt, dass die jährliche "Bilanzkosmetik" begonnen hat: Q3 ist traditionell das Quartal, in dem BYD beginnt, die in H1 aufgebauten Lagerbestände abzuverkaufen und die Bilanz für das Jahresende vorzubereiten. Das Positive zuerst: Der operative Cashflow (CFO) ist mit +9 Mrd. RMB weiterhin sehr stark, das Kerngeschäft verdient also gutes Geld, und der Nettogewinn ist mit 7,8 Mrd. RMB ebenfalls robust. Nun aber zum Negativen, den "Steroiden": Der freie Cashflow (FCF) bleibt mit -25,4 Mrd. RMB katastrophal, da die Investitionen (Capex) mit über 34 Mrd. RMB extrem hoch sind. Das Geldverbrennen geht ungebremst weiter. Das eigentliche Muster, die Bilanzkosmetik, zeigt sich deutlich: Die Vorräte sind untypischerweise von 141 Mrd. auf 153 Mrd. RMB angestiegen, was ein klares Warnsignal ist – es wurde anscheinend mehr produziert als verkauft. Gleichzeitig wurden die Lieferantenverbindlichkeiten (von 237 Mrd. auf 225 Mrd. RMB) und die intransparenten Sonstigen Verbindlichkeiten (von 157 Mrd. auf 135 Mrd. RMB) abgebaut, was die DPO verbessert und die Bilanz "aufräumt". ABER, und das ist der entscheidende Punkt: Um diese Schulden zu bezahlen, sind die zinstragenden Schulden von 31 Mrd. auf 88 Mrd. RMB explodiert! BYD hat also kurzfristige, zinslose Lieferantenschulden in langfristige, teure Bankschulden umgewandelt. Das Fazit für Q3 2025 ist daher gemischt: Operativ ist BYD eine Cash-Maschine, finanziell bleibt es ein hochriskantes Spiel. Der Anstieg der Vorräte muss im Q4 genau beobachtet werden. Die massive Umschuldung ist klassische Bilanzpolitik, löst aber das Kernproblem des massiven Cash-Burns nicht. Der "Bodybuilder" hat seine Steroid-Dosis (Lieferantenkredite) reduziert, dafür aber einen teuren Bankkredit aufgenommen, um weiter trainieren zu können.
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