BYD WKN: A0M4W9 ISIN: CNE100000296 Kürzel: BY6 Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion

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Kommentare 193.686
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Waiileii, 31.10.2025 15:16 Uhr
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Und für alle Fans von Grafiken: https://linktr.ee/electric_nick schaut euch das unbedingt an damit schönes Wochenende lasst den Kopf nicht hängen, es werden auch wieder bessere Zeiten kommen

Wahnsinn der link 🙏
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Waiileii, 31.10.2025 15:15 Uhr
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Und für alle Fans von Grafiken: https://linktr.ee/electric_nick schaut euch das unbedingt an damit schönes Wochenende lasst den Kopf nicht hängen, es werden auch wieder bessere Zeiten kommen

Tolles Statement - ich sehe es genauso aber ich gebe zu, ich hätte es sooooo detailliert nicht darstellen können.... Danke 🙏
Thypolicon69
Thypolicon69, 31.10.2025 15:13 Uhr
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Und für alle Fans von Grafiken: https://linktr.ee/electric_nick schaut euch das unbedingt an damit schönes Wochenende lasst den Kopf nicht hängen, es werden auch wieder bessere Zeiten kommen
Thypolicon69
Thypolicon69, 31.10.2025 15:13 Uhr
1
Expansion kostet Geld, wenn die Expansion erfolgreich ist verdient BYD sehr viel Geld, wenn nicht dann wird es eklig so kann man es kurz und einfach für jeden zusammenfassen. Schaut euch die Technik im YangWang U9 Track an, schaut euch die neuen Modelle an, mittlerweile könnt ihr zu vielen Händlern vor Ort gehen und die Autos anschauen, auf Qualität prüfen, Probefahren etc. auf https://cnevpost.com/ oder https://carnewschina.com/ findet ihr viele neue Modelle und Infos schaut es auch einfach an und überlegt selbst
Thypolicon69
Thypolicon69, 31.10.2025 15:08 Uhr
2
Ich sehe das Thema Finanzierung bei BYD etwas anders als viele, die sofort bei neuen Krediten oder Lieferantenverbindlichkeiten von „Wachstum auf Pump“ sprechen. Das greift zu kurz. Es geht hier um eine gezielte Steuerung der Kapitalstruktur – und genau genommen um den Leverage-Effekt. Solange die operative Kapitalrendite (RoIC) über den Fremdkapitalkosten liegt, lohnt es sich für ein Unternehmen, Kredite aufzunehmen. Denn dadurch steigt die Eigenkapitalrendite – also der Gewinn, den die bestehenden Aktionäre auf ihr eingesetztes Kapital erzielen. BYD nutzt diesen Hebel konsequent: Fremdkapital kostet aktuell weniger, als das Unternehmen aus dem investierten Geld erwirtschaftet. Das ist klassische, aber intelligente Finanzstrategie. Eine Kapitalerhöhung wäre dagegen in dieser Phase das denkbar schlechteste Mittel. Damit würde man neues Eigenkapital aufnehmen, bestehende Aktionäre verwässern und dem Markt indirekt signalisieren, dass man aus eigener Kraft nicht mehr wachsen kann. Zudem wäre das Kapital über diesen Weg deutlich teurer – denn Investoren wollen in so einer Phase höhere Renditeerwartungen sehen. Fremdkapital dagegen ist kalkulierbar, flexibel und beeinträchtigt die Eigentümerstruktur nicht. Genau deshalb ist der Griff zu Krediten im aktuellen Umfeld die rationalere Entscheidung. Ein zweiter Punkt, der oft übersehen wird, ist die Lieferantenfinanzierung. Das ist im Prinzip ein zinsloser Kredit, den Unternehmen mit starker Verhandlungsposition von ihren Zulieferern erhalten. Je mächtiger ein Konzern in seiner Lieferkette ist, desto länger kann er seine Rechnungen hinauszögern – und desto mehr Liquidität bleibt im eigenen System. Das ist kein Trick, sondern ein ganz normales Instrument im Working-Capital-Management. Ein gutes Beispiel dafür ist Apple. Apple hat seit Jahren negative Working-Capital-Positionen – sprich: Die Lieferanten finanzieren praktisch die iPhone-Produktion vor, während Apple selbst das Geld länger auf der Bilanz hält. Und das, obwohl Apple über hunderte Milliarden an Cash verfügt. Warum? Weil es effizienter ist, fremdes Kapital zu nutzen, solange die Kosten dafür gegen null gehen. BYD macht im Grunde dasselbe – nur in einer kapitalintensiveren Branche mit viel höheren Material- und Anlagekosten. Der Unterschied ist, dass BYD aktuell stark wächst und dabei mehrere Großprojekte gleichzeitig finanziert: Batteriefertigung, Fahrzeugwerke, internationale Expansion, Schiffstransport usw. Dafür braucht man eine saubere Balance zwischen kurzfristigen Lieferantenverbindlichkeiten und langfristigen Bankkrediten. Lieferantenkredite geben Flexibilität, Bankkredite Stabilität – beides zusammen ergibt eine effiziente Kapitalstruktur. Klar, das erhöht die Verschuldung auf dem Papier. Aber solange die operative Marge und die Kapitalrendite stabil bleiben, ist das kein Problem. Im Gegenteil: Man nutzt Fremdkapital als Renditeverstärker. Genau das ist der Kern des Leverage-Effekts. Unterm Strich ist das also kein „Wachstum auf Pump“, sondern gezieltes Kapitalmanagement. BYD wählt den Weg, der am wenigsten verwässert, am meisten Rendite bringt und operativ am flexibelsten bleibt. Eine Kapitalerhöhung wäre in der jetzigen Phase nicht nur unnötig, sondern aus Sicht der Aktionäre sogar kontraproduktiv.
m
m4758406, 31.10.2025 15:03 Uhr
2
So, das war's erstmal von meiner Seite mit den Analysen (unerträglicher KI-Müll Texte-Spam) bis zu den nächsten Quartalszahlen. Wer noch Fragen hat oder tiefer in die Daten einsteigen will, kann mich jederzeit gerne anschreiben. Ich wende mich jetzt erstmal wieder anderen Unternehmen zu, wollte aber meine Erkenntnisse zu BYD hier mit euch teilen. Ich schätze übrigens den kritischen Austausch hier sehr – wenn meine Thesen hinterfragt werden, hilft das uns allen, die eigene Perspektive zu schärfen und blinde Flecken zu erkennen.
Thypolicon69
Thypolicon69, 31.10.2025 15:00 Uhr
4
Der Free Cashflow misst den Geldfluss nach Investitionen (CapEx) und berücksichtigt Schwankungen im Working Capital. Seit der Gründung nutzt BYD jeden operativen Cashflow – plus so viel Kapital, wie sich ohne Verwässerung beschaffen lässt – um das Wachstum zu finanzieren. Es ist finanzielle Unkenntnis, Reinvestitionen in ein wachsendes Unternehmen als „Verluste“ zu bezeichnen. Negativer Cashflow ist eine Cashflow-Position und unterscheidet sich konzeptionell von „Verlusten“ in der GuV, insbesondere wenn er mit CapEx oder Working-Capital-Schwankungen zusammenhängt. Ein sinnvollerer Ansatz ist, zu betrachten, wie viel Kapital BYD langfristig aufgenommen hat und welche operative Kapazität daraus entstanden ist. Bis heute hat BYD rund ¥340 Mrd. an Fremd- und Eigenkapital aufgenommen – davon etwa ¥82 Mrd. an Verbindlichkeiten und ¥258 Mrd. an Eigenkapital bzw. eigenkapitalähnlichen Mitteln. Darin enthalten sind ¥107 Mrd. nicht ausgeschüttete Gewinne, also Gewinnrücklagen. Dieses Kapital (rund 23 Mrd. USD) finanzierte den Aufbau von BYDs heutiger Struktur: Eine Vertragsfertigungssparte mit ca. 27 Mrd. USD Umsatz (~1/5 von Foxconn), Das zweitgrößte Batteriegeschäft der Welt (nach CATL), Die größte und am stärksten vertikal integrierte NEV-Produktion weltweit, die zusammen mit dem Batteriegeschäft rund 100 Mrd. USD Umsatz bei ~22 % Bruttomarge erzielt und über 7 Mio. Fahrzeugkapazität verfügt. Zum Vergleich: Tesla hat etwa 38 Mrd. USD Eigenkapital (nach Abzug von Cash und kurzfristigen Anlagen) – rund 60 % mehr als BYD – und erzielt ~80 Mrd. USD Umsatz, ~16 % Bruttomarge sowie eine Produktionskapazität von 2,4 Mio. Fahrzeugen pro Jahr. Tesla gilt zu Recht als eines der kapitaleffizientesten Unternehmen außerhalb Chinas, doch BYD erzielt mit weniger Kapital eine deutlich größere operative Basis. Entscheidend ist also nicht der „kumulierte Free Cashflow“, sondern ob das investierte Kapital eine nachhaltige operative Plattform geschaffen hat, die hohe Renditen ermöglicht. Genau so dürften Buffett und Munger ihr Investment seit 2008 bewertet haben. Zum Thema Lieferantenfinanzierung: Würde BYD auf einen normalen Zahlungszyklus umstellen, ergäbe sich ein zusätzlicher Kapitalbedarf im Working Capital von rund ¥106 Mrd.. Dies würde bedeuten, dass Mittel, die bisher durch negatives Working Capital finanziert waren, künftig über zusätzliche Kredite oder eine Reduzierung der liquiden Mittel (¥175 Mrd.) gedeckt werden müssten. Damit läge BYDs Netto-Kapitalisierung bei rund 38 Mrd. USD, also auf Tesla-Niveau. Auch nach dieser Anpassung bliebe BYD im negativen Working Capital, allerdings vergleichbar mit Tesla, das ebenfalls mit einem strukturellen Defizit arbeitet. Bei gleicher Kapitalbasis erzielt BYD: Rund das Dreifache an Fahrzeugvolumen, Doppelt so viel Bruttogewinn (dank vertikaler Integration), und Zusätzlich ein bedeutendes Auftragsfertigungsgeschäft. BYD wächst schneller als Tesla und reinvestiert aggressiver: etwa 1,5-mal so viel in CapEx und doppelt so viel in F&E, mit sechsmal so vielen Ingenieuren. Die oft fehlinterpretierte Kennzahl der „nicht ausgeschütteten Gewinne“ zeigt im Gegenteil: BYD hat seit der Gründung ¥107 Mrd. Gewinn erwirtschaftet und diese – zusammen mit Kapitalaufnahmen zu hohen Bewertungen – vollständig zu hohen Kapitalrenditen (RoIC) reinvestiert. Das Ergebnis ist ein langfristig hoch effizientes, vertikal integriertes Industrieökosystem.
W
Waiileii, 31.10.2025 14:59 Uhr
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..... entweder wird damit eine Trendwende eingeleitet, oder.... 🙈
W
Waiileii, 31.10.2025 14:58 Uhr
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Heute ist der 31. Bin sehr gespannt auf Montag - da könnten die Oktober Sales veröffentlicht werden.....
m
m4758406, 31.10.2025 14:57 Uhr
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Ich kann die Gedanken gut nachvollziehen, nur die Formulierung „Geld verbrennen „ stört mich, denn das impliziert natürlich, dass die Investitionen sinnlos sind. Ich denke, dass die Zukunft zeigen wird, ob die Strategie aufgehen wird oder nicht. Bisher sehe ich es nicht so negativ.

**GEMINI 2.5 PRO** > Du hast recht, der Begriff "Geld verbrennen" klingt negativ und impliziert Sinnlosigkeit, was definitiv nicht unsere Absicht ist. Besser wäre vielleicht der technisch korrekte Begriff "negativer freier Cashflow (FCF)". Aber im Kern beschreibt es genau die aktuelle finanzielle Realität, die man nicht ignorieren darf. Es geht nicht darum, ob die Investitionen in Zukunft sinnvoll sein werden – da sind wir uns wahrscheinlich alle einig, dass der Aufbau globaler Produktionskapazitäten strategisch richtig ist. Es geht um das Hier und Jetzt: Fakt ist, dass BYD in den letzten Quartalen regelmäßig einen negativen FCF im zweistelligen Milliardenbereich ausweist. Allein in den ersten drei Quartalen 2025 waren es über -80 Mrd. RMB. Das bedeutet, nach Abzug aller operativen Kosten UND der gigantischen Investitionen (Capex) fließt massiv mehr Geld aus dem Unternehmen ab, als hereinkommt. Dieses riesige Loch wird nicht durch Gewinne gestopft, sondern durch neue Schulden (wie die Explosion der Bankkredite in Q3 zeigt) und durch das extreme Ausdehnen der Zahlungsziele bei Lieferanten. "Geld verbrennen" beschreibt also nicht die Qualität der Investition, sondern den Fakt, dass das Wachstum so aggressiv ist, dass es sich nicht selbst tragen kann und extern finanziert werden muss. Es ist also keine negative Bewertung der Strategie, sondern eine nüchterne Feststellung des aktuellen, hochriskanten Finanzierungsmodells. Solange der FCF so tiefrot ist, wird der Wert eben nicht aus eigener Kraft geschaffen, sondern durch eine massive Wette auf die Zukunft, die mit dem Geld anderer Leute bezahlt wird.
H
Henkyhenk, 31.10.2025 14:52 Uhr
1
Ich kann die Gedanken gut nachvollziehen, nur die Formulierung „Geld verbrennen „ stört mich, denn das impliziert natürlich, dass die Investitionen sinnlos sind. Ich denke, dass die Zukunft zeigen wird, ob die Strategie aufgehen wird oder nicht. Bisher sehe ich es nicht so negativ.
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m4758406, 31.10.2025 14:51 Uhr
1

Und nun stell dir vor deine neuen Supermärkte laufen und dein Tagesumsatz verzehnfacht sich. Dazu noch neue Produkte und endlich weltweit die Edelkarossen mit hoher Gewinnspanne. Ich erwarte von BYD nichts anderes wie jetzt, weiter so.

Meine Erfahrung mit den Reaktionen auf Meta und Tesla im Vergleich zu BYD zeigt eine faszinierende Schizophrenie des Marktes. Bei Meta bricht der Kurs nach den Quartalszahlen ein, weil sie extrem aggressiv in eine Zukunft investieren, deren Profitabilität der Markt nicht berechnen kann – die KI- und Metaverse-Wetten werden als reines Geldverbrennen abgestraft. Bei Tesla hingegen schießt der Kurs nach oben, wenn die immer gleichen Märchen über Robotaxis, Roboter und KI aufgewärmt werden, obwohl Tesla seinen Capex zuletzt sogar zurückgefahren hat. Und genau hier liegt der Widerspruch, den ich bei BYD sehe: Tesla erzählt die Geschichten, während BYD und Meta sie mit brutalem Kapitaleinsatz Realität werden lassen. Sowohl BYD als auch Meta haben ihren Capex massiv ausgeweitet, um die technologische und infrastrukturelle Grundlage für die Zukunft zu schaffen – und bei beiden senkt der Markt dafür den Daumen. Es scheint, als würde der Markt lieber die gut erzählte Story ohne die schmerzhaften Investitionskosten kaufen, anstatt die harte, teure Realität des Aufbaus einer globalen Dominanz zu honorieren.
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Shortsqueeze21, 31.10.2025 14:46 Uhr
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**GEMINI 2.5 PRO** > Viele fragen sich, wie es sein kann, dass ich einerseits schreibe, BYD sei operativ eine "Cash-Maschine", die Geld verdient, und andererseits, dass das Unternehmen "katastrophal Geld verbrennt". Dieser scheinbare Widerspruch ist keiner, sondern beschreibt exakt das hochriskante Geschäftsmodell von BYD und lässt sich am besten mit einer einfachen Analogie erklären: Stell dir vor, du betreibst einen extrem profitablen Kiosk (das Kerngeschäft). Jeden Tag nimmst du 1.000 Euro ein und hast nur 800 Euro Kosten. Du "verdienst" also jeden Tag 200 Euro an operativem Cashflow (CFO). Das ist das Positive, die Cash-Maschine läuft. Jetzt kommt aber der Haken: Anstatt die 200 Euro Gewinn zu sparen oder dir auszuzahlen, entscheidest du dich, jeden einzelnen Tag 1.500 Euro in den Bau eines riesigen Supermarkt-Imperiums zu investieren (das sind die Investitionsausgaben, Capex). Obwohl dein Kiosk also 200 Euro abwirft, gibst du 1.500 Euro aus. Dein freier Cashflow (FCF), also das, was nach allen Ausgaben wirklich übrig bleibt, ist an diesem Tag katastrophale -1.300 Euro. Du "verbrennst" also Geld, obwohl dein Kerngeschäft profitabel ist. Und genau das macht BYD im großen Stil: Der operative Cashflow aus dem Verkauf von Autos ist beeindruckend stark und positiv – das Unternehmen verdient im Kerngeschäft also tatsächlich sehr viel Geld. Aber anstatt dieses Geld zur Seite zu legen, investiert das Management sofort ein Vielfaches davon in neue Fabriken, Forschung und globale Expansion. Die Investitionsausgaben (Capex) sind so gigantisch hoch, dass sie den starken operativen Cashflow bei weitem übersteigen. Das Ergebnis ist ein massiv negativer freier Cashflow (FCF). BYD verbrennt also Geld, nicht weil das Autogeschäft schlecht läuft, sondern weil sie in einem atemberaubenden Tempo wachsen wollen, das aus dem laufenden Geschäft allein nicht finanzierbar ist. Und die Differenz, die fehlenden Milliarden, holen sie sich eben über die extremen Zahlungsziele bei Lieferanten oder, wie wir in Q3 2025 gesehen haben, durch neue, teure Bankkredite. Das ist der Kern des hochriskanten Spiels.

Und nun stell dir vor deine neuen Supermärkte laufen und dein Tagesumsatz verzehnfacht sich. Dazu noch neue Produkte und endlich weltweit die Edelkarossen mit hoher Gewinnspanne. Ich erwarte von BYD nichts anderes wie jetzt, weiter so.
ROCKITMAN
ROCKITMAN, 31.10.2025 14:40 Uhr
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Ich bin hier seit fast 8 Jahren investiert, BYD macht aktuell 5,26 % meines Depots aus. Angesichts der immer wiederkehrenden Betrugsvorwürfe, insbesondere von GMT Research, habe ich mich vor Monaten entschieden, der Sache systematisch auf den Grund zu gehen. Gemeinsam mit Gemini 2.5 Pro habe ich ein analytisches Framework entwickelt, um die finanzielle Gesundheit von BYD objektiv zu überwachen. Dafür habe ich die Finanzdaten der letzten 35 Quartale, also seit Anfang 2017, direkt aus den offiziellen Berichten in eine umfassende Excel-Tabelle übertragen (https://i.imgur.com/xxuZlAG.gif) -----GEMINI 2.5 PRO---- > Unser gemeinsamer Ansatz konzentriert sich darauf, die Vorwürfe des "Wachstums auf Pump" anhand von harten Fakten zu überprüfen. Für einen BYD-Investor sind dabei nicht nur Umsatz und Gewinn entscheidend, sondern vor allem die Kennzahlen, die die operative Realität und die Finanzierungsstruktur beleuchten. Im Kern überwachen wir vier kritische Bereiche: 1. **Days Payable Outstanding (DPO):** Zeigt, wie lange BYD seine Lieferanten warten lässt – unser "Steroid-Indikator". 2. **Days Inventory Outstanding (DIO):** Misst die Lagerdauer und deckt potenzielle Absatzprobleme oder die Produktion auf Halde auf. 3. **Cashflow-Qualität (CFO/Nettogewinn):** Das "Wahrheits-Serum", das zeigt, wie viel vom Gewinn echtes Geld ist. 4. **Abhängigkeits-Index ((Verb. LuL+Sonst. Verb.) / Umsatz):** Misst, wie stark das Geschäft auf Pump von Lieferanten und Partnern läuft. Quartal für Quartal analysieren wir nun, ob sich diese Kennzahlen verbessern oder verschlechtern, um ein Gefühl für das tatsächliche Risiko zu bekommen. Hier ist die brandaktuelle Analyse für Q3 2025, die zeigt, dass die jährliche "Bilanzkosmetik" begonnen hat: Q3 ist traditionell das Quartal, in dem BYD beginnt, die in H1 aufgebauten Lagerbestände abzuverkaufen und die Bilanz für das Jahresende vorzubereiten. Das Positive zuerst: Der operative Cashflow (CFO) ist mit +9 Mrd. RMB weiterhin sehr stark, das Kerngeschäft verdient also gutes Geld, und der Nettogewinn ist mit 7,8 Mrd. RMB ebenfalls robust. Nun aber zum Negativen, den "Steroiden": Der freie Cashflow (FCF) bleibt mit -25,4 Mrd. RMB katastrophal, da die Investitionen (Capex) mit über 34 Mrd. RMB extrem hoch sind. Das Geldverbrennen geht ungebremst weiter. Das eigentliche Muster, die Bilanzkosmetik, zeigt sich deutlich: Die Vorräte sind untypischerweise von 141 Mrd. auf 153 Mrd. RMB angestiegen, was ein klares Warnsignal ist – es wurde anscheinend mehr produziert als verkauft. Gleichzeitig wurden die Lieferantenverbindlichkeiten (von 237 Mrd. auf 225 Mrd. RMB) und die intransparenten Sonstigen Verbindlichkeiten (von 157 Mrd. auf 135 Mrd. RMB) abgebaut, was die DPO verbessert und die Bilanz "aufräumt". ABER, und das ist der entscheidende Punkt: Um diese Schulden zu bezahlen, sind die zinstragenden Schulden von 31 Mrd. auf 88 Mrd. RMB explodiert! BYD hat also kurzfristige, zinslose Lieferantenschulden in langfristige, teure Bankschulden umgewandelt. Das Fazit für Q3 2025 ist daher gemischt: Operativ ist BYD eine Cash-Maschine, finanziell bleibt es ein hochriskantes Spiel. Der Anstieg der Vorräte muss im Q4 genau beobachtet werden. Die massive Umschuldung ist klassische Bilanzpolitik, löst aber das Kernproblem des massiven Cash-Burns nicht. Der "Bodybuilder" hat seine Steroid-Dosis (Lieferantenkredite) reduziert, dafür aber einen teuren Bankkredit aufgenommen, um weiter trainieren zu können.

Respekt für diesen Bericht und der aufgebrachten Zeit. Und grossen Dank, sicherlich auch im Namen aller hier interessierten Anleger.
m
m4758406, 31.10.2025 14:39 Uhr
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Ich bin hier seit fast 8 Jahren investiert, BYD macht aktuell 5,26 % meines Depots aus. Angesichts der immer wiederkehrenden Betrugsvorwürfe, insbesondere von GMT Research, habe ich mich vor Monaten entschieden, der Sache systematisch auf den Grund zu gehen. Gemeinsam mit Gemini 2.5 Pro habe ich ein analytisches Framework entwickelt, um die finanzielle Gesundheit von BYD objektiv zu überwachen. Dafür habe ich die Finanzdaten der letzten 35 Quartale, also seit Anfang 2017, direkt aus den offiziellen Berichten in eine umfassende Excel-Tabelle übertragen (https://i.imgur.com/xxuZlAG.gif) -----GEMINI 2.5 PRO---- > Unser gemeinsamer Ansatz konzentriert sich darauf, die Vorwürfe des "Wachstums auf Pump" anhand von harten Fakten zu überprüfen. Für einen BYD-Investor sind dabei nicht nur Umsatz und Gewinn entscheidend, sondern vor allem die Kennzahlen, die die operative Realität und die Finanzierungsstruktur beleuchten. Im Kern überwachen wir vier kritische Bereiche: 1. **Days Payable Outstanding (DPO):** Zeigt, wie lange BYD seine Lieferanten warten lässt – unser "Steroid-Indikator". 2. **Days Inventory Outstanding (DIO):** Misst die Lagerdauer und deckt potenzielle Absatzprobleme oder die Produktion auf Halde auf. 3. **Cashflow-Qualität (CFO/Nettogewinn):** Das "Wahrheits-Serum", das zeigt, wie viel vom Gewinn echtes Geld ist. 4. **Abhängigkeits-Index ((Verb. LuL+Sonst. Verb.) / Umsatz):** Misst, wie stark das Geschäft auf Pump von Lieferanten und Partnern läuft. Quartal für Quartal analysieren wir nun, ob sich diese Kennzahlen verbessern oder verschlechtern, um ein Gefühl für das tatsächliche Risiko zu bekommen. Hier ist die brandaktuelle Analyse für Q3 2025, die zeigt, dass die jährliche "Bilanzkosmetik" begonnen hat: Q3 ist traditionell das Quartal, in dem BYD beginnt, die in H1 aufgebauten Lagerbestände abzuverkaufen und die Bilanz für das Jahresende vorzubereiten. Das Positive zuerst: Der operative Cashflow (CFO) ist mit +9 Mrd. RMB weiterhin sehr stark, das Kerngeschäft verdient also gutes Geld, und der Nettogewinn ist mit 7,8 Mrd. RMB ebenfalls robust. Nun aber zum Negativen, den "Steroiden": Der freie Cashflow (FCF) bleibt mit -25,4 Mrd. RMB katastrophal, da die Investitionen (Capex) mit über 34 Mrd. RMB extrem hoch sind. Das Geldverbrennen geht ungebremst weiter. Das eigentliche Muster, die Bilanzkosmetik, zeigt sich deutlich: Die Vorräte sind untypischerweise von 141 Mrd. auf 153 Mrd. RMB angestiegen, was ein klares Warnsignal ist – es wurde anscheinend mehr produziert als verkauft. Gleichzeitig wurden die Lieferantenverbindlichkeiten (von 237 Mrd. auf 225 Mrd. RMB) und die intransparenten Sonstigen Verbindlichkeiten (von 157 Mrd. auf 135 Mrd. RMB) abgebaut, was die DPO verbessert und die Bilanz "aufräumt". ABER, und das ist der entscheidende Punkt: Um diese Schulden zu bezahlen, sind die zinstragenden Schulden von 31 Mrd. auf 88 Mrd. RMB explodiert! BYD hat also kurzfristige, zinslose Lieferantenschulden in langfristige, teure Bankschulden umgewandelt. Das Fazit für Q3 2025 ist daher gemischt: Operativ ist BYD eine Cash-Maschine, finanziell bleibt es ein hochriskantes Spiel. Der Anstieg der Vorräte muss im Q4 genau beobachtet werden. Die massive Umschuldung ist klassische Bilanzpolitik, löst aber das Kernproblem des massiven Cash-Burns nicht. Der "Bodybuilder" hat seine Steroid-Dosis (Lieferantenkredite) reduziert, dafür aber einen teuren Bankkredit aufgenommen, um weiter trainieren zu können.

**GEMINI 2.5 PRO** > Viele fragen sich, wie es sein kann, dass ich einerseits schreibe, BYD sei operativ eine "Cash-Maschine", die Geld verdient, und andererseits, dass das Unternehmen "katastrophal Geld verbrennt". Dieser scheinbare Widerspruch ist keiner, sondern beschreibt exakt das hochriskante Geschäftsmodell von BYD und lässt sich am besten mit einer einfachen Analogie erklären: Stell dir vor, du betreibst einen extrem profitablen Kiosk (das Kerngeschäft). Jeden Tag nimmst du 1.000 Euro ein und hast nur 800 Euro Kosten. Du "verdienst" also jeden Tag 200 Euro an operativem Cashflow (CFO). Das ist das Positive, die Cash-Maschine läuft. Jetzt kommt aber der Haken: Anstatt die 200 Euro Gewinn zu sparen oder dir auszuzahlen, entscheidest du dich, jeden einzelnen Tag 1.500 Euro in den Bau eines riesigen Supermarkt-Imperiums zu investieren (das sind die Investitionsausgaben, Capex). Obwohl dein Kiosk also 200 Euro abwirft, gibst du 1.500 Euro aus. Dein freier Cashflow (FCF), also das, was nach allen Ausgaben wirklich übrig bleibt, ist an diesem Tag katastrophale -1.300 Euro. Du "verbrennst" also Geld, obwohl dein Kerngeschäft profitabel ist. Und genau das macht BYD im großen Stil: Der operative Cashflow aus dem Verkauf von Autos ist beeindruckend stark und positiv – das Unternehmen verdient im Kerngeschäft also tatsächlich sehr viel Geld. Aber anstatt dieses Geld zur Seite zu legen, investiert das Management sofort ein Vielfaches davon in neue Fabriken, Forschung und globale Expansion. Die Investitionsausgaben (Capex) sind so gigantisch hoch, dass sie den starken operativen Cashflow bei weitem übersteigen. Das Ergebnis ist ein massiv negativer freier Cashflow (FCF). BYD verbrennt also Geld, nicht weil das Autogeschäft schlecht läuft, sondern weil sie in einem atemberaubenden Tempo wachsen wollen, das aus dem laufenden Geschäft allein nicht finanzierbar ist. Und die Differenz, die fehlenden Milliarden, holen sie sich eben über die extremen Zahlungsziele bei Lieferanten oder, wie wir in Q3 2025 gesehen haben, durch neue, teure Bankkredite. Das ist der Kern des hochriskanten Spiels.
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m4758406, 31.10.2025 14:33 Uhr
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Ich bin hier seit fast 8 Jahren investiert, BYD macht aktuell 5,26 % meines Depots aus. Angesichts der immer wiederkehrenden Betrugsvorwürfe, insbesondere von GMT Research, habe ich mich vor Monaten entschieden, der Sache systematisch auf den Grund zu gehen. Gemeinsam mit Gemini 2.5 Pro habe ich ein analytisches Framework entwickelt, um die finanzielle Gesundheit von BYD objektiv zu überwachen. Dafür habe ich die Finanzdaten der letzten 35 Quartale, also seit Anfang 2017, direkt aus den offiziellen Berichten in eine umfassende Excel-Tabelle übertragen (https://i.imgur.com/xxuZlAG.gif) -----GEMINI 2.5 PRO---- > Unser gemeinsamer Ansatz konzentriert sich darauf, die Vorwürfe des "Wachstums auf Pump" anhand von harten Fakten zu überprüfen. Für einen BYD-Investor sind dabei nicht nur Umsatz und Gewinn entscheidend, sondern vor allem die Kennzahlen, die die operative Realität und die Finanzierungsstruktur beleuchten. Im Kern überwachen wir vier kritische Bereiche: 1. **Days Payable Outstanding (DPO):** Zeigt, wie lange BYD seine Lieferanten warten lässt – unser "Steroid-Indikator". 2. **Days Inventory Outstanding (DIO):** Misst die Lagerdauer und deckt potenzielle Absatzprobleme oder die Produktion auf Halde auf. 3. **Cashflow-Qualität (CFO/Nettogewinn):** Das "Wahrheits-Serum", das zeigt, wie viel vom Gewinn echtes Geld ist. 4. **Abhängigkeits-Index ((Verb. LuL+Sonst. Verb.) / Umsatz):** Misst, wie stark das Geschäft auf Pump von Lieferanten und Partnern läuft. Quartal für Quartal analysieren wir nun, ob sich diese Kennzahlen verbessern oder verschlechtern, um ein Gefühl für das tatsächliche Risiko zu bekommen. Hier ist die brandaktuelle Analyse für Q3 2025, die zeigt, dass die jährliche "Bilanzkosmetik" begonnen hat: Q3 ist traditionell das Quartal, in dem BYD beginnt, die in H1 aufgebauten Lagerbestände abzuverkaufen und die Bilanz für das Jahresende vorzubereiten. Das Positive zuerst: Der operative Cashflow (CFO) ist mit +9 Mrd. RMB weiterhin sehr stark, das Kerngeschäft verdient also gutes Geld, und der Nettogewinn ist mit 7,8 Mrd. RMB ebenfalls robust. Nun aber zum Negativen, den "Steroiden": Der freie Cashflow (FCF) bleibt mit -25,4 Mrd. RMB katastrophal, da die Investitionen (Capex) mit über 34 Mrd. RMB extrem hoch sind. Das Geldverbrennen geht ungebremst weiter. Das eigentliche Muster, die Bilanzkosmetik, zeigt sich deutlich: Die Vorräte sind untypischerweise von 141 Mrd. auf 153 Mrd. RMB angestiegen, was ein klares Warnsignal ist – es wurde anscheinend mehr produziert als verkauft. Gleichzeitig wurden die Lieferantenverbindlichkeiten (von 237 Mrd. auf 225 Mrd. RMB) und die intransparenten Sonstigen Verbindlichkeiten (von 157 Mrd. auf 135 Mrd. RMB) abgebaut, was die DPO verbessert und die Bilanz "aufräumt". ABER, und das ist der entscheidende Punkt: Um diese Schulden zu bezahlen, sind die zinstragenden Schulden von 31 Mrd. auf 88 Mrd. RMB explodiert! BYD hat also kurzfristige, zinslose Lieferantenschulden in langfristige, teure Bankschulden umgewandelt. Das Fazit für Q3 2025 ist daher gemischt: Operativ ist BYD eine Cash-Maschine, finanziell bleibt es ein hochriskantes Spiel. Der Anstieg der Vorräte muss im Q4 genau beobachtet werden. Die massive Umschuldung ist klassische Bilanzpolitik, löst aber das Kernproblem des massiven Cash-Burns nicht. Der "Bodybuilder" hat seine Steroid-Dosis (Lieferantenkredite) reduziert, dafür aber einen teuren Bankkredit aufgenommen, um weiter trainieren zu können.
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