DAX WKN: 846900 ISIN: DE0008469008 Forum: Indizes Thema: Hauptdiskussion
Du sprichst immer wieder von effektiv und effizient, aber genau das passiert in Deutschland faktisch nicht. Man kann das sehr klar an den Zahlen sehen: Die Pro-Kopf-Sozialausgaben haben sich in den letzten dreißig Jahren fast verdoppelt. Gleichzeitig sind die staatlichen Investitionen im selben Zeitraum zurückgegangen. Genau so wird es vom Institut der deutschen Wirtschaft beschrieben. Im Bundeshaushalt 2024 wurden rund 409 Milliarden Euro für konsumtive Zwecke ausgegeben, also für laufende Sozialleistungen, Renten, Transfers und Verwaltung. Das sind keine Zukunftsinvestitionen. Die OECD zeigt zusätzlich, dass Deutschland bei öffentlichen Investitionen nur etwa 2,6 Prozent des BIP erreicht, während der OECD-Durchschnitt bei rund 3,4 Prozent liegt. Die OECD weist außerdem darauf hin, dass sich Investitionen hierzulande häufig über Jahre verzögern, weil Planung und Genehmigungen extrem langsam ablaufen. Wenn ein Staat immer mehr Schulden macht, gleichzeitig aber einen Großteil des Geldes in laufende Ausgaben steckt, dann entsteht daraus kein langfristiger Wachstumseffekt. Es wird in erster Linie die Gegenwart stabilisiert, nicht die Zukunft aufgebaut. Genau deshalb ist dein Argument theoretisch sauber, aber praktisch nicht zutreffend: In Deutschland werden Schulden mehrheitlich für kurzfristige Pflichtausgaben verwendet, nicht für produktive Investitionen, die Wachstum erzeugen würden.
1. Nicht effektiv, sondern effektiv UND effizient. Und natürlich sind Schulden dann gut, weil sie sich später in einem größeren Wirtschaftswachstum niederschlagen, da mehr Einnahmen. Dafür muss man nicht studiert haben, um das Prinzip von Investitionen zu verstehen. 2. Die vergangenen Schulden hatten andere Ziele. Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Sie wurden übrigens auch anders begründet. Ehrlich gesagt ist mir jetzt meine Zeit zu schade, dir das im Detail erklären zu müssen. 3. Du bennenst Probleme auf polemische Art ("verrrotet" etc.) Die auch so existieren. Und die Antwort zu deiner Frage zu den Langfristigen Effekten: Schulden! 😉 4. Natürlich hat man kurzfristig Zinsen? Das ist doch das Prinzip von Investitionen via Schulden. Eine Auswirkung auf die Kaufkraft ist erst mittel bis langfristig absehbar, sofern die Schulden nicht effektiv und effizient eingesetzt wurden. Aber deine Aussage ist aus ökonomischer Sicht sehr interessant: Investitionen via Schulden bremst die Wirtschaft? Na dann sollte die USA doch seit Jahrzehnten schon im Rückwärtsgang sein? In dem letzten Punkt stimme ich dir voll und ganz zu. Sollte die Politik diesen Fehler der letzten Jahrzehnte wiederholen...na dann, gute Nacht! Ich bin vorsichtig optimistisch 😉 Als falsch erachte ich persönlich eine Erhöhung der Rüstungsausgaben, wie sie die CDU und AfD fordern und wollen. Bei der AfD immerhin keine neuen Schulden dafür. Aber das ist meine persönliche Ansicht, da verstehe ich auch ganz gut die Gegenseite angesichts der aktuellen Sicherheitslage weltweit. Für Rheinmetall als ein DAX-Schwergewicht wird das natürlich gut sein - um beim Thema DAX zu bleiben.
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