EOS - Verteidigungs- und Raumfahrttechnik WKN: 580850 ISIN: AU000000EOS8 Forum: Aktien User: rasdi
Dieses Transkript liefert tatsächlich mehrere neue, bisher nicht dokumentierte Details, ich fasse sie zusammen. Neu ist zunächst die persönliche Vorgeschichte von Schwer zu EOS. Er berichtet, dass er zuvor in Saudi Arabien den Aufbau der saudischen Verteidigungsindustrie verantwortete und dabei Lasertechnologie als eine der wichtigsten Schlüsseltechnologien identifizierte. Bei der Suche nach internationalen Partnern wählte man EOS aus, weil das Unternehmen laut Schwer die gesamte geistige Eigentumskette von A bis Z selbst besitzt und bereit war, mit einer lokalen Fertigung in Saudi Arabien zu kooperieren. Als seine Zeit in Saudi Arabien endete, suchte EOS zufällig gerade einen neuen CEO, das war sein Einstieg. Das ist eine bisher nicht bekannte Verbindung zwischen EOS und Saudi Arabien, die noch vor der heute bekannten VAE Partnerschaft mit Gen5 lag. Zur Finanzkrise 2022 nennt Schwer hier erstmals konkret drei Ursachen gemeinsam, COVID, einen im Nahen Osten unter ungünstigen Bedingungen abgeschlossenen Vertrag, sowie die Tatsache, dass der Unternehmensgründer, den er als einen der weltbesten Laserphysiker bezeichnet, den Fokus zu stark auf Forschung statt auf Kommerzialisierung gelegt hatte. Beim Turnaround musste laut Schwer rund 30 Prozent der Belegschaft gehen, das gesamte Managementteam wurde ausgetauscht, und verlustbringende Geschäftsbereiche wurden eingestellt. Operativ nennt Schwer hier erstmals konkrete Systemzahlen im Feld, nicht mehr als 250 Systeme aktiv im Einsatz in der Ukraine, und mehr als 60 vollständig integrierte Systeme im Nahen Osten, die dort täglich kritische Infrastruktur schützen. Zur MARSS Integration erfahren wir, dass MARSS bereits alle EOS Effektoren integriert hat und daher fast augenblicklich ausgerollt werden kann, während die umgekehrte Integration, nämlich MARSS KI Algorithmen direkt in die Zielerfassung der Waffensysteme und Laser einzubauen, laut Schwer noch aussteht und erst auf dem Arbeitsplan steht. Neu und für Investoren besonders relevant sind die Angaben zur Umwandlung des Auftragsbestands in Umsatz. Bei MARSS, als reinem Softwareprodukt, erwartet Schwer, dass 70 bis 80 Prozent des Auftragseingangs innerhalb von 18 bis 22 beziehungsweise 24 Monaten in Umsatz umgewandelt werden, während es bei Hardwareprodukten wie dem Hochenergielaser typischerweise 18 bis 30 Monate dauert. Zur Kapitalfrage stellt Schwer klar, dass für die Produktionskapazität kein zusätzliches Kapital benötigt wird. In Australien können mehr als 300 Waffensysteme pro Schicht produziert werden, mit der Möglichkeit einer zweiten Schicht, dieselbe Kapazität besteht in Huntsville, Alabama, und zusätzlich wird gerade eine neue Fertigungsstätte mit dem Joint Venture Partner Gen5 in den VAE eröffnet. Kapital könnte laut Schwer aber für Bankgarantien und Bonds für große Hauptauftragnehmer Verträge benötigt werden, die man im kommenden Jahr im Nahen Osten zu unterzeichnen erwartet. Bemerkenswert ist dabei seine Aussage, dass EOS nun als OEM direkt gegen Raytheon, Thales und Leonardo um regionale beziehungsweise landesweite Drohnenabwehrsysteme konkurriert, nicht mehr nur um den Schutz einzelner Standorte. Zur Fünfjahresvision äußert sich Schwer hier deutlich konkreter als bisher bekannt, ein mehrschichtiges Auftragsbuch, ein größerer internationaler Fußabdruck mit aktiven Fertigungsstätten in Europa und verstärkt im Nahen Osten, sowie die Erwartung, dass die US Tochter bis dahin in großem Maßstab an die US Armee liefert, EOS wolle sich den US Markt zurückerobern. Er sieht EOS als weltweit führenden Systemanbieter nicht nur für Drohnenabwehr, sondern auch für Laserwaffen, sowie als weltweit führendes Unternehmen außerhalb der USA im Bereich Weltraumkontrolle und Weltraumkriegsführung.
https://www.news.com.au/world/ukrainian-drone-commander-25-reveals-the-brutal-reality-of-the-worlds-deadliest-battlefield/news-story/31e9e7565c20f29c40c6cd94197628a9 news.com.au vom 8. September 2026 bringt eine große Reportage zum Ukraine Krieg, die mit der Geschichte der 25 jährigen Drohnenkommandantin Viktoriia Savkiv sowie des australischen Soldaten Casey Gadaleta beginnt, deren Schicksale eindrücklich zeigen, wie traurig und menschenverachtend Kriege tatsächlich sind. Unter der Zwischenüberschrift Australian drone defence wechselt der Artikel dann zur technologischen Seite und zitiert CEO Dr. Andreas Schwer ausführlich zu den Kosten von Laser, Interceptor Drohnen und Slinger. Schwer beziffert die Kosten pro Laserschuss auf 5 bis 7 US Dollar, in derselben Größenordnung wie Reuters am 30. Januar 2026 mit 1 bis 10 Euro und Militär Aktuell am 25. Juni 2026 mit 1 bis 2 Euro reinen Treibstoffkosten. Neu ist, dass er hier erstmals die gesamte Effektorenkette beziffert. Interceptor Drohnen kosten 8.000 bis 15.000 US Dollar in der Herstellung, ein Slinger Einsatz nur 100 bis 300 US Dollar, der Preis von ein bis drei Schuss Munition. Diese gestaffelte Kostenstruktur über mehrere Effektoren hinweg zeigt, dass EOS bewusst auf ein mehrschichtiges System mit unterschiedlichen Effektoren und Preisklassen setzt, statt auf einen einzigen teuren Laser für jede Bedrohung. Schwer nennt zudem operative Zahlen, die so bisher nicht öffentlich vorlagen. Aktuelle Systeme schießen 20 bis 30 Drohnen pro Minute ab, Ziel sind künftig 50, eine Steigerung gegenüber den bisher bekannten 20 pro Minute aus dem Keystone SDA Artikel vom 26. März 2026. In der Ukraine und im Nahen Osten haben EOS Systeme in den letzten Monaten laut Schwer hunderte Drohnen und Dutzende Raketen abgefangen. Besonders bemerkenswert ist Schwers Aussage, dass klassisches Jamming zunehmend wirkungslos wird, weil Drohnen heute über Glasfaserkabel gesteuert oder vorprogrammiert sind und dank KI gestützter Software zufällige Flugmuster fliegen. Das erklärt, warum EOS auf physische Effektoren statt auf elektronische Störmaßnahmen setzt, und warum die Software laut Schwer monatlich an die Erkenntnisse von der Front angepasst wird.
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