ROCK TECH LITHIUM WKN: A1XF0V ISIN: CA77273P2017 Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion
Wie kommst du darauf, dass der Konverter kein Lithiumsulfat verarbeiten kann? Das ist ein Zwischenprodukt, auf dem Weg von Rohstoff zum batteriefähigen Lithiumhydroxid und kann daher auch zugespeist werden. Insbesondere beim Recycling wird das gewonnen aber eben nicht nur. Die Verarbeitungsprozesse dafür sind nun wirklich nicht neu, sondern bereits bewährt und der spezifische Gubenprozess von Rock Tech patentiert. Das unterscheidet Rock Tech z.B. von Vulcan, da ist wirklich noch nicht klar, ob und wie das hochskaliert werden kann. Zurück zum Thema: Sulfat muss also nicht mehr geröstet werden. Daher ist der jetzt geplante Konverter eigentlich sogar überqualifiziert für diese Aufgabe. Rock Tech will das Lösen, indem eine Erweiterung ab 2030 geplant ist. Da spart man sich dann den Drehhofen - den energieaufwändigsten Arbeitsschritt - bzw. lässt diesen Zug für die Spodumenverarbeitung. PS die Hauprohstoffquellen sind derzeit C&D und Transamine. Zwei Handelshäuser, eins davon bereits renommiert. Man munkelt, dass derzeit zudem direkte Verhandlungen mit australischen Produzenten geführt werden. In irgendeiner Zeitschrift las ich das, keine Ahnung ob was dran ist.
Zum Thema Lopare Mine: das ist derzeit eine Option. Acore hatte noch wenige Tage Zeit, um die notwendige Konzession zu beantragen. Das hat Rock Tech klug genutzt und sich in Stellung gebracht-meine Interpretation. Immerhin sind da Rohstoffe für 40 Mrd. Schweizer Franken in der Erde, laut Acore.
Arcore’s Motivation, in das Joint Venture mit Rock einzutreten, bleibt tatsächlich ein interessantes Rätsel, das auf den ersten Blick nicht so ganz schlüssig erscheint – zumindest aus einer risikoaversen Perspektive. Wenn wir uns die Fakten anschauen, sehen wir, dass Rock derzeit mit erheblichen Herausforderungen zu kämpfen hat. Der geplante Konverter ist noch nicht in Betrieb und wichtiger noch, er ist momentan nicht in der Lage, das Material aus der Lopare-Mine zu verarbeiten, das als Hauptrohstoffquelle eingeplant wurde. Das lässt die Frage aufkommen, wie Arcore von einem Projekt profitieren kann, dessen Fundament noch so wackelig ist. Die Antwort könnte jedoch in einer langfristigen Perspektive liegen. Arcore setzt möglicherweise darauf, dass Rock die technischen und finanziellen Hürden überwinden wird, eine Einschätzung, die natürlich einige Risiken mit sich bringt. Schließlich hat Rock bislang noch keine voll funktionsfähige Pilotanlage vorzuweisen, und der wirtschaftliche Erfolg der Lopare-Mine bleibt aufgrund der noch nicht vorliegenden Machbarkeitsstudie mehr als unklar. Des weiteren ist der gesamte Sektor aktuell von Unsicherheiten geprägt, was die Finanzierung und den Marktzugang für Lithiumverarbeitung betrifft. Arcore könnte das Joint Venture als Chance sehen, in einem wachsenden Markt Fuß zu fassen, bevor sich eine mögliche Marktbereinigung vollzieht. Arcore könnte zudem hoffen, dass sie, falls der Konverter erfolgreich wird, vom ersten Zug profitieren kann – das sogenannte „Early-Mover-Advantage“. Allerdings bleibt die Tatsache, dass Arcore sich hier auf ein Unternehmen stützt, das in der Finanzierungsphase steckt und dessen Technologien noch nicht voll getestet sind. Es könnte sich also als riskantes, aber potenziell lohnendes Spiel herausstellen, wenn Rock in der Lage ist, die erforderlichen Kapitalressourcen aufzubringen und das technologische Rüstzeug für eine funktionierende Lithiumverarbeitung zu liefern. Die langfristige Strategie von Arcore scheint daher darauf abzuzielen, sich frühzeitig in einem noch jungen, aber potenziell lukrativen Markt zu positionieren. Doch ob das Risiko von der zukünftigen Rentabilität übertroffen wird, bleibt abzuwarten, zumal Arcore, wie viele Investoren in der Branche, auch mit den allgemeinen Marktrisiken im Lithiumsektor und der Unsicherheit der geopolitischen Lage zu kämpfen hat. Risikobereitschaft zahlt sich in der Welt der Börse manchmal aus, oder wird zur schmerzhaften Erinnerung, dass nicht jeder Frühaufsteher den „Early-Bird“-Vorteil tatsächlich in Gold verwandelt. Es bleibt somit spannend Prost 🍷
Was ist denn die Motivation von Arcore in das Joint Venture einzusteigen? Ihr Joint Venture Partner Rock Tech Lithium will schließlich aktuell die Finanzierung für einen Konverter auf die Beine stellen, der nicht in der Lage ist das Material ihrer Lopare-Mine zu verarbeiten. Was hat Arcore davon?
Starke Einordnung – und absolut nachvollziehbar, was du ansprichst. Die 90%-Story aus dem AAA-Podcast wirkt im Lichte der aktuellen Entwicklungen inzwischen eher wie eine PR-basierte Wunschrechnung als ein belastbares Finanzierungs-Fundament. Dass der neue „Investor“ eher ein Lizenzgeber mit geopolitischem Schleudersitz ist, macht’s auch nicht gerade überzeugender. Was man Rock Tech aber zugutehalten muss: Sie sind kreativ – vielleicht zu kreativ. Newco könnte ein kluger Zug sein, um Risiken zu isolieren und bei gleichzeitigem Spin-Off neue Quellen anzuzapfen, ohne die eigene Bilanz endgültig zu strangulieren. Die Frage ist nur, ist das Ganze ein echter strategischer Befreiungsschlag – oder einfach nur das berühmte Hütchenspiel mit anderen Windeln? Die Story driftet jedenfalls gerade deutlich weiter weg vom klassischen Lithium-Play hin zu einer Mischung aus geopolitischer Komplexität und Projektfinanzierungsakrobatik. Das ist spannend, aber auch toxisch für all jene, die auf planbare Entwicklung und skalierbares Wachstum gesetzt haben. Ich bleib dabei, Newco kann ein smarter Move sein – aber aktuell fühlt es sich eher an wie „Plan B unter Druck“ an und solange mehr PowerPoint als Projektfortschritt sichtbar ist, bleibt es für mich Spekulativer Stoff für Fortgeschrittene. Let’s hope, Lithium-Märchen mit Happy End im Dreamland ohne Glaskugel oder Kapitel aus “Lost in Jurisdiction.” Prost 🍷
Ende November versuchte Harbecke im AAA-Podcast den Eindruck zu erwecken, dass 90% der Finanzierung für den Konverter bereits in trockenen Tüchern wäre. Bis Jahresende sollten die restlichen 10% über einen Private Equity Investor, einen großen Staatsfonds oder auch eine zusätzliche Förderung wie dem Rohstofffonds reinkommen. Die angeblich heißeste Wette bis Ende des Jahres. Aber anstatt den Sack endlich zuzumachen kommt Harbecke im neuen Jahr mit einem Investor daher der kein Geld hat. Der bringt für 25% Anteil am nun geplanten Joint Venture eine Mine ein, die eine grausam niedrige Lithiumkonzentration aufweist. Für das exotische Material das verarbeitet werden muss, gibt es noch nicht einmal eine Pilotanlage, eine Anlage im kommerziellen Maßstab schon gar nicht. Von der örtlichen Bevölkerung wird die Mine bekämpft und in Sachen Jurisdiktion ist man im hohen Maß vom Wohlwollen eines Ultranationalisten, Genozidleugners und Putinverehrers abhängig, der per internationalen Haftbefehl gesucht wird. Selbstverständlich gibt es für die Mine noch nicht einmal eine Vormachbarkeitsstudie (= PFS). Man tappt also vollkommen im Dunklen, ob die Mine jemals wirtschaftlich betrieben werden kann. Wer nach so einem Winkelzug glaubt, die Finanzierung des Konverters wäre bereits zu 90% in trockenen Tüchern, ist wohl nicht mehr zu helfen.
Das A M G seit Monaten so stark abverkauft wird ist schon mysteriös. Ob es daran liegt das man von der EU nicht als wichtiges strategisches Projekt anerkannt worden ist. Nunja es wollten viele auf diese wertvolle Liste. Rock hat es in Deutschland als einziges Unternehmen in der Lithiumverarbeitung von Spodumene geschafft. Ein Ritterschlag.
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