Vanguard FTSE All-World ETF $ Cap WKN: A2PKXG ISIN: IE00BK5BQT80 Forum: Fonds Thema: Hauptdiskussion

Kommentare 118
Lossi
Lossi, 14. Jul 0:15 Uhr
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Hallo Forum, Ich bin eher Fan von der ausschüttenden Variante aber überlege eine Position hier aufzubauen. Könnt ihr mir folgendes bestätigen: 1. Durch das Thesaurieren erhöht sich in diesem ETF ausschließlich der Anteilswert und es erfolgt keine Zubuchung von Anteilen 2. Kann jemand das Paradixon bestätigen. Annahme 50.000 Einmalanlage, Erträge jährlich 2.500, Entnahme 2.000. Somit verbleiben, Steuer komplett unberücksichtigt, 500 Eur jährlich zusätzlich im ETF . Der Wertanteil steigt aber ein Verkauf von Anteilen ist nötig für die jährliche Entnahme. Das Paradoxon ist, dass man durch Wertsteigerung der Anteile immer weniger Anteile verkaufen muss um den jährlichen Ertrag zu realisieren und man nie alle Anteile irgendwann verkauft hat. Richtig?
S
SMar, 16. Jul 9:33 Uhr
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Hallo Forum, Ich bin eher Fan von der ausschüttenden Variante aber überlege eine Position hier aufzubauen. Könnt ihr mir folgendes bestätigen: 1. Durch das Thesaurieren erhöht sich in diesem ETF ausschließlich der Anteilswert und es erfolgt keine Zubuchung von Anteilen 2. Kann jemand das Paradixon bestätigen. Annahme 50.000 Einmalanlage, Erträge jährlich 2.500, Entnahme 2.000. Somit verbleiben, Steuer komplett unberücksichtigt, 500 Eur jährlich zusätzlich im ETF . Der Wertanteil steigt aber ein Verkauf von Anteilen ist nötig für die jährliche Entnahme. Das Paradoxon ist, dass man durch Wertsteigerung der Anteile immer weniger Anteile verkaufen muss um den jährlichen Ertrag zu realisieren und man nie alle Anteile irgendwann verkauft hat. Richtig?

Ja, beides ist im Grundsatz richtig. Zu 1. Bei einem thesaurierenden ETF werden die Erträge (Dividenden, Zinsen usw.) nicht ausgeschüttet, sondern im Fondsvermögen wieder angelegt. Die Anzahl deiner Anteile bleibt unverändert. Der Wert pro Anteil (NAV) steigt entsprechend stärker, als er es bei einer Ausschüttung tun würde. Es werden dir normalerweise keine zusätzlichen ETF-Anteile eingebucht. Zu 2. Dein Gedankengang ist grundsätzlich korrekt. Beispiel: Startkapital: 50.000 € Jährlicher Ertrag: 2.500 € (5 %) Jährliche Entnahme: 2.000 € Netto verbleiben jedes Jahr 500 € zusätzlich im Fonds. Dann wächst das Fondsvermögen langfristig: Jahr Vermögen Jahresanfang Ertrag Entnahme Vermögen Jahresende 1 50.000 € 2.500 € 2.000 € 50.500 € 2 50.500 € 2.525 € 2.000 € 51.025 € 3 51.025 € 2.551 € 2.000 € 51.576 € Da der Depotwert steigt, steigt bei gleichbleibender Anzahl von Anteilen auch der Wert je Anteil. Wenn du jedes Jahr 2.000 € entnehmen möchtest, musst du zwar Anteile verkaufen, aber: der Preis pro Anteil wird mit der Zeit höher, deshalb benötigst du für dieselben 2.000 € immer weniger Anteile. Zum "Paradoxon" Das ist tatsächlich kein Paradoxon, sondern ein bekannter Effekt. Wenn die Rendite dauerhaft höher ist als die Entnahme, dann: sinkt die Anzahl deiner Anteile durch die Verkäufe, gleichzeitig steigt der Wert der verbleibenden Anteile, und das Gesamtvermögen kann trotzdem weiter wachsen. Extrembeispiel: ETF-Rendite: 5 % Entnahme: 4 % Dann wächst das Vermögen langfristig um etwa 1 % pro Jahr. Die Stückzahl nimmt zwar ab, aber immer langsamer, weil der Preis je Anteil steigt. Mathematisch kann es passieren, dass die Stückzahl sich der Null nur annähert, sie aber praktisch nie erreicht. Wichtiger Punkt: Entscheidend ist nicht die Anzahl der Anteile, sondern der Gesamtwert des Depots. Ob du am Ende 100 Anteile zu 1.000 € oder 1 Anteil zu 100.000 € besitzt, macht wirtschaftlich keinen Unterschied. In deinem Beispiel (5 % Ertrag, 4 % Entnahme bezogen auf das Startkapital) würdest du sogar dauerhaft Vermögen aufbauen, sodass du tatsächlich immer weniger Anteile verkaufen müsstest, um die 2.000 € zu entnehmen.
Lossi
Lossi, 17. Jul 23:11 Uhr
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Hallo SMar, vielen Dank für deine ausführliche Antwort! Das Entnahmeparadoxon muss man erst mal verinnerlichen, dass das funktioniert und sich die Anteile "nur" dem Nullbestand annähern aber nie erreichen. Als Dividendeninvestor ist die Dividende neben dem Kurs ein wichtiger Teil der Rendite. Bei dem thesaurierenden ETF hat man als Anleger dann nur den Kurs. Und bei Wiederanlage von Erträgen halt auch eine steigende Stückzahl. Alles Gewohnheit und ich danke dir dass du bestätigt hast, dass in der Praxis das Entnahmepradoxon was ja keines ist funktioniert ;) Zum Verständnis: Der Grund für die Anlage in meinem Beispiel ist eine erwartete Abfindung. Hier kann ich mir gut eine Verrentung ohne Kapitalverzehr vorstellen. Was noch fehlt ist die Sicherheitskomponente gegen Börseneinbrüche. Hier ist es sinnvoll auf einfachste Art einfach ein dreifaches der jährliche Entnahme auf Tagesgeldkonten, Festgelder, Sparbriefe vorzuhalten. Bricht die Börse ein hat man als mögliches Muster in Jahr 1 = -30%, Jahr 2 = -15% und irgendwann setzt die Erholung ein. Damit man in diesen Jahren nicht überproportional Anteile verkaufen muss hilft der Sicherheitsanker Tagesgeld. Man kann somit drei Jahre fallende Kurse überbrücken. Im genannten Beispiel wären dann nur 44 t€ im ETF und 6 t€ auf Tagesgeldkonto. Die Minderrendite aufs Tagesgeld zahlt sich mehr als aus für die Sicherheit und muss nach Erholung wieder Entnommen werden. Für dieses Vorhaben sollte der eine ETF reichen. FTSE All World da weniger US-Anteil gegenüber MSCI World. Man könnte noch einen zweiten ETF ex USA aufnehmen aber gemäß der KISS-Regel verzichte ich auf diese Komplexität. Ich gehe konservativ von 5-6% Rendite jährlich aus und plane 3-4% der Rendite zu entnehmen. Falls das Geld benötigt wird ist es dann noch da. Eine nette Idee auf die ich gestoßen bin ist, dass man die Auszahlung ab Jahr 2 um die Inflationsrate erhöhen kann ohne, dass der ETF aufgezehrt wird. Soll funktionieren wenn man die Entnahme nicht ausreizt. Z.B. im Startjahr definierte Entnahme von 4%. 2% Inflation i.l.d. Jahres wären dann in Jahr 2 = 4,08% (4 x 1,02) Entnahme auf den Ausgangsbetrag. Wie ist hierzu deine Meinung?
SKYNET101
SKYNET101, 09.02.2026 12:55 Uhr
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Wäre der „Amundi Prime All Country world (ACC) ISIN: IE0003XJA0J9“ eine bessere Wahl?
Heinr
Heinr, 04.02.2026 22:26 Uhr
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IE00BHZRQZ17
T
Trent, 26.11.2025 13:55 Uhr
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Post wurde gelöscht.

1,5 Jahre sind sehr kurz. Aber warum nicht ETF monatlich besparen, um sich dann Aktien Skills nach und nach aufzubauen. Gezielt wenige Einzelaktien.
stefang1972
stefang1972, 02.10.2025 20:03 Uhr
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https://extraetf.com/de/news/etf-news/gebuehrensenkung-bei-aktien-etfs-von-vanguard-was-das-fuer-dich-bedeutet
F
Fugazi, 13.04.2025 15:31 Uhr
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@Eiskristall, keine Ursache 👍
Eiskristall
Eiskristall, 04.04.2025 22:28 Uhr
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@EISKRISTALL Das Rebalancing des Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (USD) Accumulating (ISIN: IE00B3RBWM25) erfolgt in der Regel vierteljährlich. Genauer gesagt: • Der ETF bildet den FTSE All-World Index ab. • Dieser zugrunde liegende Index wird vierteljährlich überprüft und angepasst, typischerweise im März, Juni, September und Dezember. • Das Rebalancing wird normalerweise zum Monatsende dieser Quartale durchgeführt. Das bedeutet: Vanguard passt die Zusammensetzung des ETFs basierend auf den Änderungen im FTSE All-World Index an – z. B. wenn neue Unternehmen aufgenommen oder entfernt werden oder Gewichtungen sich ändern.

Ich danke dir vielmals für diese sehr informative Antwort 👍
F
Fugazi, 04.04.2025 22:22 Uhr
3
@EISKRISTALL Das Rebalancing des Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (USD) Accumulating (ISIN: IE00B3RBWM25) erfolgt in der Regel vierteljährlich. Genauer gesagt: • Der ETF bildet den FTSE All-World Index ab. • Dieser zugrunde liegende Index wird vierteljährlich überprüft und angepasst, typischerweise im März, Juni, September und Dezember. • Das Rebalancing wird normalerweise zum Monatsende dieser Quartale durchgeführt. Das bedeutet: Vanguard passt die Zusammensetzung des ETFs basierend auf den Änderungen im FTSE All-World Index an – z. B. wenn neue Unternehmen aufgenommen oder entfernt werden oder Gewichtungen sich ändern.
Eiskristall
Eiskristall, 03.04.2025 23:47 Uhr
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Wenn dieser Etf ein Rebalancing hat, wann erfolgt dieser? Jährlich, halbjährlich oder monatlich?
Eiskristall
Eiskristall, 03.04.2025 23:46 Uhr
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Hallo liebe Aktionärinnen und Aktionäre. Ich habe eine Frage: Hat explizit dieser ETF hier ein rebalancing? Sprich, das die Gewichtung der Aktien je nach Performance neu ausgerichtet wird? Zum Beispiel Tesla ist hier mit 1,4% gewichtet. Sollte Tesla jetzt die nächste Zeit fallen, wird dann die Beteiligung an Tesla verringert zum Beispiel nur noch auf 0,14% und in eine andere Aktie, die besser performt investiert? Danke vorab für Infos
B
Boonjaski, 19.03.2025 20:27 Uhr
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Die USA werden wahrscheinlich dennoch das Maß aller Dinge bleiben. Aber es ist schon gut, dass die ETF angepasst werden. Auf 20 bis 30 Jahre passiert auch das eine oder andere.

Japp 👌🏼
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