VW WKN: 766403 ISIN: DE0007664039 Kürzel: VW6 Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion
Ich weiss, dass Fasc… hos es nicht so mit Fakten und Realität nicht so genau nehmen. Aber die deutschen Autohersteller erhalten allerhand an Subventionen und steuerlichen Bevorteilungen. Dabei ist der Volkswagen-Konzern (inklusive seiner Tochtermarken wie Audi oder Skoda) der am stärksten subventionierte Autokonzern in Deutschland. Über die letzten 5 Jahre teilt sich die staatliche Unterstützung für VW in direkte Unternehmensförderungen und gewaltige indirekte Marktanreize auf. 1. Direkte Subventionen an den VW-KonzernLaut Langzeitstudien des Handelsblatts und des WirtschaftsWoche-Instituts flossen in einem Zeitraum von etwa acht Jahren insgesamt rund 6,4 Milliarden Euro an direkten Fördergeldern an den Volkswagen-Konzern. Umgerechnet auf die letzten 5 Jahre entspricht dies einem jährlichen Zufluss von schätzungsweise 800 Millionen bis 1 Milliarde Euro. Diese direkten Gelder fließen primär in folgende Bereiche:Forschung & Entwicklung (F&E): Gelder für Batteriezellforschung, das autonome Fahren, Digitalisierung und neue Softwarearchitekturen. Standortförderung: Regionale Struktur- und Investitionszuschüsse für den Umbau deutscher Werke hin zur reinen Elektromobilität (z. B. in Zwickau, Emden oder Wolfsburg). 2. Indirekte Subventionen (Kaufanreize für Kunden)Den weitaus größeren Hebel für den Absatz von Volkswagen-Fahrzeugen machten die staatlichen Kaufprämien aus. Da VW der volumenstärkste Anbieter auf dem deutschen Markt ist, profitierte der Konzern am massivsten von der staatlichen Nachfragesteuerung:Der alte Umweltbonus (bis Ende 2023): Von den rund 10 Milliarden Euro, die der Staat bis zum plötzlichen Stopp des Umweltbonus an Käufer ausgezahlt hat, landete der Löwenanteil bei VW-Kunden. Allein auf die Kernmarke VW entfielen dabei über die Jahre Milliarden an indirekten Fördermitteln, weit vor Wettbewerbern wie Tesla oder Mercedes-Benz. Die neue E-Auto-Förderung (ab 2026): Durch das neue soziale Förderprogramm des Bundesumweltministeriums, das seit dem 1. Januar 2026 in Kraft ist, werden Privatkäufer beim Erwerb von Modellen wie dem ID.3 oder ID.4 wieder mit bis zu 6.000 Euro bezuschusst. Auch dies stützt primär die Produktionsauslastung von VW. 3. Strukturelle Steuervergünstigungen: Zusätzlich profitiert VW von den gesetzlichen Rahmenbedingungen des deutschen Marktes, die steuerrechtlich als Subventionen eingestuft werden wie zum Beispiel das Dienstwagenprivileg: Da der deutsche Flottenmarkt stark von Marken wie VW und Audi dominiert wird, kommt die reduzierte Versteuerung für Dienstwagen (insbesondere die 0,25-Prozent-Regel für E-Fahrzeuge) direkt dem Absatz der Wolfsburger Ober- und Mittelklasse zugute. Und dann ist da noch das als gesteuert wahrgenommene „Justizversagen“ um due Strafprozesse zum VW-Abgasskandal, dass von Kritiker:innen, Medien und Verbraucherschützer:innen vor allem wegen der extremen Verzögerungen, der drohenden Verjährung zentraler Vorwürfe und der jahrelangen Bevorzugung von Ex-Managern als solches bezeichnet wird. Während die US-Justiz Volkswagen binnen kürzester Zeit zu Strafzahlungen in zweistelliger Milliardenhöhe verdonnerte und Manager in Haft steckte, schienen deutsche Behörden und Gerichte den Heimatkonzern und wichtigen Arbeitgebenden VW lange Zeit mit Samthandschuhen anzufassen. Erst das Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofs im Jahr 2020 erzwang eine systematische Verbraucherentschädigung in Deutschland.
Verbrenner boomen nirgendwo. Witzig, dass neulich hier noch eine:r behauptete Afrika oder Asien werde nie viele EVs im Markt haben. War damals schon Quark, gute Zusammenfassung in Sven Giegolds Post: „Gute Nachrichten in düsterer Weltlage: Überall dort, wo Öl importiert werden muss, treiben ausgerechnet die Kriege von Putin und Trump den Umstieg aufs E-Auto an: 100% Plus in Lateinamerika, 90% in Indien, 75% in Südostasien. In über 90 Ländern wächst der Markt. Fast jeder 3. Neuwagen ist elektrisch. Die Zahlen stammen aus dem neuen E-Auto-Bericht der Internationalen Energieagentur, in Deutschland kaum wahrgenommen. Dabei geht es um unsere wichtigste Industrie in schwerer Krise: Der #EU-Anteil an der Weltautoproduktion fiel seit 2010 von 23% auf unter 15%, #Chinas stieg auf über 35%. Ebenfalls bislang kaum beachtet: #Afrika steigt besonders schnell um. Im 1. Halbjahr haben sich die E-Auto-Verkäufe dort mehr als verdoppelt. Wie schon beim Mobilfunk setzt sich die modernere Technik direkt durch: Statt teures Öl zu importieren, tanken Länder wie #Kenia & #Ruanda heimische Sonne & Wind. In #Südafrika verfünffachten sich die Verkäufe, in #Ägypten verdreifachten sie sich. Kenia erlässt den Importzoll für 100.000 E-Autos, Ruanda elektrifiziert seinen Fuhrpark. Das zeigt eindrücklich: Wo keine fossile Infrastruktur zu verteidigen ist, setzt sich die bessere Technik ohne Umweg durch. 2026 dürften 23 Millionen E-Autos verkauft werden, 29% aller #Neuwagen. Leider wird die deutsche #Autoindustrie abgehängt: In Südafrika kommen 90% der E-Autos aus China, außerhalb Europas und der USA gut die Hälfte. Wer verzögert, verteidigt den schrumpfenden Markt und verliert den wachsenden. Die Zukunft wartet nicht auf Deutschland und schon gar nicht auf Katherina #Reiche und Friedrich #Merz. Statt die #Erneuerbaren abzuwürgen, den #Emissionshandel zu verschieben und die #Netze auszubremsen, brauchen wir deshalb jetzt mehr Sonne und Wind, #Ladeinfrastruktur, bidirektionales Laden und einen E-Auto-Gebrauchtwagenmarkt. Link zum Artikel des nigerianischen News-Portals Arise-News: https://www.arise.tv/global-electric-vehicle-sales-set-to-hit-23-million-as-africa-emerges-fastest-growing-market/ Link zum IEA-Bericht: https://iea.blob.core.windows.net/assets/a096b500-9d47-411d-a5db-b297a5d95927/ElectricCarMarketsinaTimeofUncertainty.pdf“
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