Wirtschafts- & Börsenlexikon Börsen- und Finanzbegriffe mit O

160 Begriffe mit O
Begriff Thema
Open-End-Turbo-Optionsscheine Ein gehebeltes Wertpapier ohne festes Laufzeitende, das die Kursentwicklung eines Basiswerts verstärkt abbildet und jederzeit gekündigt oder zurückgegeben werden kann, wobei eine Knock-Out-Schwelle das Risiko eines Totalverlusts birgt
OHLC-Balkendiagramm (Open-High-Low-Close) Ein Balkendiagramm in der technischen Analyse, das für jeden Zeitabschnitt den Eröffnungs-, Höchst-, Tiefst- und Schlusskurs eines Wertpapiers visualisiert und so die Kursbewegungen innerhalb der Periode darstellt
Opening Ein wesentlicher Aspekt des Handels an Finanzmärkten, der den Beginn der täglichen Handelsaktivitäten markiert
Opening-Only-Orders Ein Auftrag im Börsenhandel, der ausschließlich während der Eröffnungsphase oder zur Eröffnungsauktion ausgeführt werden kann und danach automatisch verfällt, wenn keine Ausführung erfolgt
Opening-Periode (Eröffnungsauktion) Ein Verfahren zu Beginn des Börsenhandels, bei dem Angebot und Nachfrage für Wertpapiere gesammelt und abgeglichen werden, um einen initialen Gleichgewichtskurs zu ermitteln und den anschließenden kontinuierlichen Handel zu starten
Opening Transaction (Eröffnungstransaktion) Ein Geschäft zu Handelsbeginn das eine neue Position in einem Wertpapier oder Derivat begründet indem es entweder einen Kauf oder Verkauf initiiert und so die Ausgangslage für weitere Transaktionen schafft
Open Interest Ein Maß für die Anzahl der noch nicht geschlossenen oder erfüllten Derivatkontrakte wie Futures und Optionen an einer Börse, das das bestehende Marktrisiko und das Interesse der Teilnehmer widerspiegelt
Open Order Ein noch nicht ausgeführter oder stornierter Auftrag zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers an einer Börse, der bis zur Erfüllung, zum Ablauf oder zur manuellen Aufhebung gültig bleibt
Open Outcry Ein Handelssystem an Börsen, bei dem Händler physisch auf dem Parkett durch laute Rufe („Outcry“) und Handzeichen Preise und Mengen aushandeln und Orders ausführen
Operating Margins Der prozentuale Anteil der Umsatzerlöse, der nach Abzug der betrieblichen Aufwendungen verbleibt und die operative Rentabilität des Kerngeschäfts eines Unternehmens aufzeigt
Opération blanche Ein Verfahren bei einer Kapitalerhöhung bei dem ein Aktionär einen Teil seiner Bezugsrechte verkauft um mit dem Erlös die verbleibenden Rechte auszuüben und so neue Aktien ohne zusätzlichen Kapitaleinsatz zu erwerben
Operative Ertragskraft Eine operative Ertragskraft beschreibt die Fähigkeit eines Unternehmens, aus seiner laufenden Geschäftstätigkeit nachhaltig Gewinne zu erwirtschaften, ohne Einflüsse von Finanzierung, Steuern oder einmaligen Sondereffekten
Operativer Cashflow Ein Indikator der die aus der laufenden Geschäftstätigkeit eines Unternehmens innerhalb eines Zeitraums erwirtschafteten liquiden Mittel nach Abzug der betrieblichen Aufwendungen ohne Investitions- oder Finanzierungsaktivitäten darstellt
Operativer Cashflow (Operating Cash Flow) Eine entscheidende Kennzahl zur Bewertung der finanziellen Leistungsfähigkeit und Liquidität eines Unternehmens
Operatives Ergebnis Ein Indikator der den aus der eigentlichen Geschäftstätigkeit eines Unternehmens erzielten Gewinn oder Verlust innerhalb eines Zeitraums nach Abzug der betrieblichen Aufwendungen aber vor Zinsen Steuern und außergewöhnlichen Posten widerspiegelt
Operationelles Risiko Ein Risiko das aus unzureichenden internen Prozessen menschlichen Fehlern Systemausfällen oder externen Ereignissen resultiert und die Fähigkeit eines Unternehmens beeinträchtigt seine operativen Ziele zu erreichen oder finanzielle Verluste verursachen kann
OPEX (Operating Expenses) Eine Vielzahl von Ausgaben, die notwendig sind, um die Geschäftsaktivitäten aufrechtzuerhalten
Opportunitätskosten Ein Konzept das den entgangenen Nutzen oder Gewinn beschreibt der durch die Wahl einer bestimmten Alternative anstelle der besten verfügbaren anderen Handlungsoption entsteht und bei Entscheidungen berücksichtigt werden sollte
Optimism Eine Layer-2-Skalierungslösung für Ethereum, die Optimistic Rollups nutzt, um kostengünstige, schnelle Transaktionen mit hoher Sicherheit und Kompatibilität für dezentrale Anwendungen zu ermöglichen
Optimism Collective Eine dezentrale autonome Organisation (DAO) der Optimism-Blockchain, die Community-Mitglieder, Entwickler und OP-Token-Inhaber einbezieht, um Governance-Entscheidungen über Protokollentwicklung, Finanzierung und Skalierungsinitiativen zu treffen
Option (Termingeschäfte) Ein standardisiertes Derivat das dem Käufer das Recht aber nicht die Pflicht gewährt einen zugrunde liegenden Vermögenswert zu einem festgelegten Preis innerhalb oder am Ende einer bestimmten Frist zu kaufen oder zu verkaufen während der Verkäufer die entsprechende Verpflichtung eingeht
Optionen Ein vielseitiges und mächtiges Finanzinstrument, das sowohl für Spekulation als auch für Absicherung verwendet werden kann
Optionsanleihe Eine hybride Wertpapierform, die eine festverzinsliche Anleihe mit dem Recht des Inhabers verbindet, zu einem bestimmten Preis in Aktien des Emittenten umzutauschen oder weitere Anteile zu erwerben
Options-Broker Eine entscheidender Akteur im Handel mit Optionen
Option Seller Ein Marktteilnehmer, der eine Kauf- oder Verkaufsoption veräußert und damit die Pflicht eingeht, bei Ausübung durch den Gegenpart den Basiswert zum festgelegten Preis zu kaufen oder zu liefern
Optionsfrist Der Zeitraum, bis zu dem eine Option an einer Börse ausgeübt werden kann, bevor sie verfällt und wertlos wird, wobei die Dauer je nach Kontrakttyp variiert
Optionsfrist - Amerikanischer Stil Der Zeitraum, in dem eine Option amerikanischen Stils an einer Börse jederzeit bis zum Verfallstag ausgeübt werden kann, im Gegensatz zu einer nur am Ende möglichen Ausübung
Optionsfrist - Europäischer Stil Der Zeitraum, in dem eine Option europäischen Stils nur genau am Verfallstag ausgeübt werden kann und nicht zu einem früheren Zeitpunkt, im Unterschied zu einer jederzeitigen Ausübungsmöglichkeit
Optionsgeschäft Ein derivatives Finanzinstrument, bei dem der Käufer das Recht, aber nicht die Pflicht erhält, einen zugrunde liegenden Vermögenswert zu einem festgelegten Preis innerhalb oder am Ende einer Laufzeit zu kaufen oder zu verkaufen
Options-Griechen Ein zentrales Werkzeug im Optionshandel, das tiefe Einblicke in die Preisbewegungen und Risikoprofile von Optionen bietet
Optionsinhaber Ein Marktteilnehmer, der eine Kauf- oder Verkaufsoption erworben hat und damit das Recht besitzt, den zugrunde liegenden Vermögenswert zum vereinbarten Preis zu kaufen oder zu verkaufen, ohne dazu verpflichtet zu sein
Optionskäufer Ein Marktteilnehmer, der eine Kauf- oder Verkaufsoption erwirbt und damit das Recht erhält, den Basiswert zum festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen, ohne eine entsprechende Verpflichtung einzugehen
Optionsklasse Eine Gruppe von Optionskontrakten, die denselben Basiswert betreffen und entweder alle Kauf- oder alle Verkaufsrechte umfassen, wodurch sie gemeinsam gehandelt und abgerechnet werden können
Optionskontrakt Ein standardisierter Vertrag, der dem Käufer das Recht, jedoch nicht die Pflicht einräumt, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis innerhalb einer bestimmten Laufzeit zu kaufen oder zu verkaufen
Optionsprämie Der Betrag, den der Käufer an den Verkäufer entrichtet, um das Recht auf Ausübung einer Kauf- oder Verkaufsoption für einen bestimmten Basiswert zu erhalten
Optionspreis Der Betrag, den der Erwerber an den Verkäufer zahlt, um das Recht auf den Kauf oder Verkauf eines Basiswerts zu einem festgelegten Preis innerhalb der vereinbarten Frist zu erhalten
Optionspreismodelle Mathematische Modelle für die Bewertung und das Management von Optionen und anderen derivativen Finanzinstrumenten
Optionsrecht Ein vertragliches Recht, aber keine Verpflichtung, einen bestimmten Vermögenswert zu einem festgelegten Preis innerhalb einer vereinbarten Frist zu kaufen oder zu verkaufen
Optionsscheine Verbriefte Derivate, die Anlegern das Recht aber nicht die Pflicht einräumen, einen bestimmten Basiswert, wie Aktien, Indizes oder Rohstoffe, zu einem festgelegten Preis innerhalb einer bestimmten Frist zu kaufen oder zu verkaufen
Optionsschein-Emittent Ein Finanzinstitut, das derivative Wertpapiere ausgibt und als Vertragspartner für Anleger fungiert, die mit diesen Produkten auf Kursbewegungen von Basiswerten spekulieren
Optionsscheinfonds Ein Investmentfonds, der vorwiegend in derivative Wertpapiere anlegt, die dem Inhaber Rechte auf den Kauf oder Verkauf von Basiswerten zu festgelegten Bedingungen einräumen
Optionsschein, gedeckt Ein Finanzinstrument, bei dem der Aussteller den zugrunde liegenden Vermögenswert physisch hält oder absichert, um die Erfüllung der Kauf- oder Verkaufsrechte bei Ausübung ohne zusätzliches Ausfallrisiko zu gewährleisten