Anzeige
+++>>> Dreißigtausend potenzielle Verkäufer und fast keine konkurrierenden Bieter <<<+++
Portfolio Tracker
Alle Depots an einem Ort. Dein Gesamtvermögen immer im Blick, tiefgründige Renditeanalysen und Dividendenplaner.
Anzeige
106 Dollar Öl

Dax trotzt Huthi-Angriff vor US-Inflationsdaten 14.10.2026, 13:54 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
DAX 25.273,69 PKT -0,12 % Ariva Indikation
Kostenlose Aktienchance per SMS Ausgewählte Trading-Einschätzungen aufs Handy.

Nervenprobe für Frankfurts Leitindex: Eine Huthi-Rakete trifft Aramco, Brent notiert jenseits von 100 Dollar. Trotzdem hält sich der Dax am frühen Mittwochnachmittag rund 0,3 Prozent im Plus bei gut 25.380 Punkten – bis zum Mittag hatte er sogar 0,6 Prozent auf mehr als 25.400 Punkte zugelegt. Der eigentliche Test steht mit den US-Inflationsdaten um 14.30 Uhr noch bevor, und unter Anlegern überwiegt eher Ratlosigkeit als Zuversicht.

Dax ringt mit der 21-Tage-Linie

Seit Tagen kommt der Dax kaum vom Fleck, im Zentrum steht die 21-Tage-Linie für den kurzfristigen Trend bei rund 25.313 Punkten. Am Morgen hat der Index sie erneut überwunden, wie nachhaltig das ist, bleibt offen: Ein erneutes Abrutschen darunter könnte als Zeichen gelten, dass die Richtungssuche weitergeht.

Aus Anlegersicht passt das ins Bild: Mehrere Anleger beschreiben den Handel als schwer einzuschätzen, die Woche gleiche einem Rätselraten, der Index sei weder Fisch noch Fleisch. Als Erklärung wird auf den kleinen Verfall am Freitag verwiesen – in einer solchen Woche zähle vor allem, wo der Abrechnungskurs liege. Dagegen steht der Einwand, ein kleiner Verfall wirke zur Wochenmitte noch kaum. Der Ton bleibt abwartend.

Ölpreis heizt die Zinssorgen an

Den größeren Rahmen setzt der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz im Jemen. Am Dienstagabend traf eine ballistische Rakete ein Verwaltungsgebäude von Aramco in Dhahran und löste ein begrenztes Feuer aus. Seit die Huthis im Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verhängt haben, verschärft sich der Konflikt zusehends. Die Nordseesorte Brent kostet rund 106 Dollar je Barrel, umgerechnet rund 95 Euro.

Genau hier liegt die Verbindung zum Nachmittag: Teure Energie, vor allem Diesel, treibt die Teuerung in den USA. Für September wird mit einem Anstieg der Inflationsrate auf rund 3,6 Prozent gerechnet, nach 3,4 Prozent im August. Fielen die Daten höher aus als erwartet, könnten Spekulationen auf weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed neue Nahrung erhalten – und vor allem die zinssensiblen Technologiewerte erneut unter Druck setzen.

Auf Anlegerseite gilt der Ölpreis als der entscheidende Faktor. Immer wieder wird darauf verwiesen, dass Öl im Tagesverlauf mehrfach nach oben ausgeschlagen habe und sich auf hohem Niveau halte; die Erwartung, der Rohstoff werde teuer bleiben, ist verbreitet. Die Gegenposition: Brent könnte nach dem jüngsten Anstieg auch wieder nachgeben. Die Stimmung zu diesem Punkt bleibt angespannt.

ASML zieht Techwerte aus dem Tief

Rückenwind kommt dagegen aus dem Technologiesektor. Der niederländische Chipausrüster ASML überzeugte mit seinem Quartalsbericht und einem geplanten Kapazitätsausbau, weil er die hohe Nachfrage nicht bedienen kann. Davon profitierten auch heimische Halbleiterwerte wie Infineon, Aixtron und Elmos, die bis zum Mittag zulegten.

Unter Aktionären war die Lesart der ASML-Zahlen am frühen Morgen keineswegs einheitlich. Zunächst wurden sie als gemischt eingeordnet, die erste Reaktion der Nasdaq-Indikation wirkte gar wie auf enttäuschende Zahlen. Dem wurde entgegengehalten, es handle sich um ein klares Übertreffen der Erwartungen, der Abverkauf bei Speicherchip-Aktien sei übertrieben. Im Laufe des Vormittags erholten sich die Techwerte dann tatsächlich – die Skepsis wich vorsichtiger Erleichterung.

Brüssel verschafft Chemiewerten Luft

Zusätzliche Unterstützung kam aus Brüssel. Die EU-Kommission will Methanregeln für Importeure von Öl, Gas und Kohle wegen der Energiepreiskrise um ein Jahr auf Anfang 2028 verschieben. Der europäische Gaspreis gab daraufhin deutlich nach, Aktien energieintensiver Unternehmen etwa aus der Chemie- und Rüstungsbranche legten zu. Der MDax gewinnt knapp 0,9 Prozent auf gut 30.360 Punkte, der SDax knapp 1,5 Prozent.

Aus Aktionärssicht passt die Gelassenheit der Industriewerte allerdings nicht recht zum Umfeld.

Öl braucht anscheinend niemand mehr, Gas ist so teuer, wie lange nicht, die Industrieauslastung ist meist katastrophal, die Politik hat ausser dem Schuldenbooster auch nichts errreicht, aber die "Old-Economy" scheint völlig entspannt zu sein. VIX sinkt seit Wochen.

Der Einwand zielt auf die Lücke zwischen Kursen und Konjunktur: Die Entlastung aus Brüssel greift erst in der Zukunft, die hohen Energiekosten belasten die Industrie dagegen schon heute. Ob der Dax seine Gewinne verteidigen kann, dürfte sich nach den US-Inflationsdaten zeigen.

Bn-Redaktion/sb
Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 14,16
Hebel: 20,13
mit starkem Hebel
Ask: 33,45
Hebel: 7,52
mit moderatem Hebel
Smartbroker
Vontobel
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: BD28YQ VH33UY. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Weitere News

16:59 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

16:49 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

16:07 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

14:26 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

14:22 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

13:58 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer