Anzeige
+++>>> Dreißigtausend potenzielle Verkäufer und fast keine konkurrierenden Bieter <<<+++
Portfolio Tracker
Alle Depots an einem Ort. Dein Gesamtvermögen immer im Blick, tiefgründige Renditeanalysen und Dividendenplaner.
Anzeige
Zuschlag in Lissabon

Lufthansa sticht Air France-KLM bei Tap aus 14.10.2026, 14:31 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Deutsche Lufthansa 7,066 EUR -1,97 % Tradegate
Kostenlose Aktienchance per SMS Ausgewählte Trading-Einschätzungen aufs Handy.

Lissabon hat sich festgelegt: Lufthansa soll bei Tap einsteigen, nicht Air France-KLM. Die portugiesische Regierung wählte den deutschen Luftfahrtkonzern als bevorzugten Partner für den Kauf von 44,9 Prozent der staatlichen Fluggesellschaft aus und ließ den französisch-niederländischen Rivalen damit leer ausgehen. An der Börse verpufft der Erfolg bislang: Die Lufthansa-Aktie notiert am frühen Nachmittag rund 1,4 Prozent tiefer bei 7,10 Euro – belastet von einem Ölpreis, der nach neuen Angriffen im Nahen Osten zeitweise auf mehr als 106 Dollar je Fass gestiegen war.

1,2 Milliarden Euro ohne Aktientausch

Nach Angaben von Ministerpräsident Luís Montenegro bietet die Lufthansa 1,2 Milliarden Euro für das Paket, gezahlt ohne Aktienpakete. Air France-KLM war zuvor bei der skandinavischen SAS für eine Mehrheit zum Zug gekommen, bei Tap zog der Konzern nun den Kürzeren. Dessen Aktie notiert mit 10,59 Euro kaum verändert.

Aus Anlegersicht lag die Entscheidung schon vor der offiziellen Mitteilung in der Luft. Bereits am frühen Morgen wurde auf Berichte aus Portugal verwiesen, wonach das reine Barangebot und die solidere Finanzlage der Deutschen den Ausschlag gegeben hätten.

Die Lufthansa biete den Kaufpreis vollständig in bar an, während die Offerte des französisch-niederländischen Konkurrenten eine Mischung aus Bargeld und Aktien vorsehe. Zudem habe die stärkere Finanzlage der Deutschen den Ausschlag gegeben.

Als die Bestätigung aus Lissabon kam, überwog unter Aktionären die Erleichterung: Der Zuschlag wird als strategischer Etappensieg gefeiert, auf den seit Wochen hingefiebert worden war.

EU-Prüfung schiebt Abschluss bis 2028

Abgeschlossen ist der Deal damit noch lange nicht. Die wettbewerbsrechtliche Prüfung durch die EU-Kommission könnte nach Einschätzung der portugiesischen Regierung 18 bis 24 Monate dauern. Mit dem Vollzug wird deshalb erst 2028 gerechnet. Der Staat behält die Mehrheit an der Airline mit mehr als 100 Flugzeugen und rund 9.400 Beschäftigten.

Strategisch will die Lufthansa vor allem das Brasilien-Geschäft von Tap ausbauen, Lissabon als Drehkreuz stärken und in Porto wachsen. Lufthansa Technik errichtet bereits eine Wartungsanlage in Santa Maria da Feira mit rund 700 Arbeitsplätzen. Bei der italienischen Ita hält der Konzern bereits 41 Prozent, mit Optionen auf 90 Prozent im kommenden Jahr.

Nicht jeder teilt die Euphorie. Wer jetzt auf einen schnellen Kurssprung setze, werde enttäuscht, heißt es spöttisch von der Gegenseite – zumal bis zum Vollzug noch Jahre vergehen dürften.

Kerosin rund 65 Prozent teurer

Den Kurs bestimmt derzeit ohnehin ein anderes Thema. Nach einem mutmaßlichen Huthi-Angriff, bei dem an der Zentrale des saudischen Ölkonzerns Aramco ein Brand ausbrach, kletterte Brent zeitweise über 106 Dollar. Die US-Bank JPMorgan verweist darauf, dass sich Kerosin in Europa seit Anfang Juli um mehr als 65 Prozent verteuert habe, und senkte ihre Gewinnschätzungen für Airlines für 2027 im Schnitt um rund 25 Prozent. Das Kursziel für Lufthansa nahm die Bank von 7,50 auf 7,00 Euro zurück, die Einstufung blieb bei „Neutral“ – eine externe Einschätzung, keine redaktionelle Empfehlung. Bleiben die Treibstoffpreise hoch, seien weitere Kapazitätskürzungen in der Branche zu erwarten.

Wie stark die Treibstoffrechnung durchschlägt, zeigt Tap selbst: Nach vier Jahren mit Gewinn stand im ersten Halbjahr 2026 ein Nettoverlust von 99,2 Millionen Euro. Auch Ryanair und Wizz Air geben jeweils rund 0,6 Prozent nach. Die Lufthansa-Aktie hat im Wochenverlauf gut 6 Prozent verloren. Charttechnisch gelten die Zwischentiefs vom März und April als nächste Marke – würden sie unterschritten, wäre das der tiefste Kurs seit fast einem Jahr.

Auf Aktionärsseite wird die Schwäche vor allem dem Ölpreis zugeschrieben. Eine Entspannung am Ölmarkt und die anstehenden Quartalszahlen könnten die Perspektive wieder verändern, so die Lesart. Die Anleger-Stimmung bleibt damit spürbar zuversichtlicher, als es der Kursverlauf vermuten lässt.

Bn-Redaktion/sb
Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,38
Hebel: 18,73
mit starkem Hebel
Ask: 0,14
Hebel: 5,15
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Goldman Sachs
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: GN23KX GN2HV0. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Weitere News

16:59 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

16:49 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

16:07 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

14:26 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

14:22 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

13:58 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

13:54 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer