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Drohen jetzt 30 % Preisaufschlag beim iPhone? 08.04.2025, 16:16 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Apple unter Druck: Wie Trumps neue Zölle den Tech-Giganten ins Wanken bringen

640 Milliarden Dollar Börsenwert vernichtet – größter Absturz seit Jahrzehnten

Apple hat innerhalb von nur drei Tagen 19 Prozent an Wert verloren – ein historischer Einbruch, der Anleger weltweit aufschreckt. Der Auslöser: neue, drastische US-Strafzölle auf Importe aus China, Vietnam und Indien. Besonders brisant ist, dass Apple auf diese Länder stark angewiesen ist. Über 637 Milliarden US-Dollar wurden an Börsenwert vernichtet – der stärkste Kursrückgang seit 2001. Zwar konnte sich die Aktie am Dienstag mit einem Plus von 2,7 Prozent leicht erholen, doch die Nervosität bleibt spürbar.

Eskalation des Handelskonflikts trifft Apple mitten ins Herz

"Was soll Apple tun? Die Preise erhöhen und damit die Nachfrage belasten? Oder die Kosten selbst tragen und die Margen drücken?" fragt sich Anthony Saglimbene, Chefstratege bei Ameriprise Advisor Services Inc. Noch gravierender: Ein weiterer 50-Prozent-Zoll wurde angekündigt, nachdem China als Reaktion seinerseits Gegenzölle verhängt hatte. Besonders heikel, da Apple trotz teilweiser Produktionsverlagerung auch in Indien und Vietnam nicht von den neuen Zöllen verschont bleibt.

Apple bleibt Schlüsselindikator für den Markt – aber die Unsicherheit dominiert

Analysten wie Saglimbene sehen Apple als Gradmesser für den Gesamtmarkt: "Ohne eine Einigung im Zollstreit ist es schwierig, kurzfristig auf steigende Kurse zu setzen." Zwar gelten Apples stabile Bilanzen, starker Cashflow und umfangreiche Aktienrückkäufe als Puffer – doch die aktuelle Lage überfordert selbst diesen Schutzschirm. Der Apple VIX, ein Volatilitätsindex auf die Aktie, kletterte auf das höchste Niveau seit 2020.

Analysten bleiben optimistisch – historische Chance oder gefährliches Spiel?

Trotz aller Turbulenzen gibt es Zuversicht. Die durchschnittlichen Kursziele implizieren ein Potenzial von über 30 Prozent in den nächsten zwölf Monaten. Auch die 14-Tage-RSI-Indikatoren deuten mit einem Wert unter 23 auf stark überverkaufte Bedingungen hin – ein historisch seltener Tiefstand.

"Jetzt, wo die heiße Luft entwichen ist, sieht Apple attraktiv aus", sagt Andrew Zamfotis von Ami Asset Management. Aktuell liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei 24 – niedrig wie seit über zwei Jahren nicht mehr, aber dennoch über dem 10-Jahres-Durchschnitt.

Zwei Szenarien: Exemption oder Einbruch

Entscheidend bleibt, ob Apple – wie bereits in Trumps erster Amtszeit – eine Ausnahmegenehmigung erhält. Laut Daniel Ives von Wedbush wäre das ein Befreiungsschlag. Im schlimmsten Fall droht jedoch ein "wirtschaftliches Armageddon". Ives hat sein Kursziel für die Aktie bereits gesenkt.

Noch halten sich Analysten mit drastischen Anpassungen zurück: Die Gewinnprognose für 2025 wurde nur um 0,7 Prozent reduziert, der Umsatzausblick kaum. Doch Pat Burton von Winslow Capital erwartet zum nächsten Quartalsbericht am 1. Mai stärkere Revisionen: "2025 könnte ein verlorenes Jahr für den gesamten Tech-Sektor werden."

iPhones bald deutlich teurer? UBS rechnet mit 30 Prozent Preisaufschlag

Die Zölle könnten sich direkt auf den Verbraucher auswirken. Laut UBS droht beim Topmodell des iPhones ein Preisaufschlag von 350 Dollar – also rund 1.550 statt 1.199 Dollar. Barclays-Analyst Tim Long sieht zwei realistische Optionen: Preissteigerungen mit Nachfragerückgang oder ein Gewinnrückgang um bis zu 15 Prozent je Aktie.

Leichte Erholung – Trendwende oder nur Pause?

Nach dem dramatischen Ausverkauf deutet sich mit einem Plus von 0,9 Prozent am Dienstagmorgen eine technische Gegenbewegung an. Ob das bereits eine Bodenbildung ist oder nur eine kurze Atempause im Abwärtstrend, bleibt offen. Anleger bleiben vorsichtig – und der Mai-Termin könnte zur Schicksalsstunde für Apple werden.

Bn-Redaktion/ts
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