Apple liefert starkes Quartal

Risiken nehmen jedoch zu 04.05.2026, 11:21 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Rekordquartal beflügelt Aktie – iPhone und Services als Wachstumstreiber

Apple hat mit seinen jüngsten Quartalszahlen die Erwartungen der Märkte übertroffen und damit für Rückenwind an der Börse gesorgt. Die Aktie legte am Freitag zeitweise um mehr als 5,5 Prozent zu und setzte damit ihren Aufwärtstrend aus dem April fort. Unter dem Strich konnte der Konzern den Gewinn im Jahresvergleich um gut 19 Prozent auf 29,58 Milliarden US-Dollar steigern. Auch beim Umsatz zeigte sich ein deutliches Plus: Mit einem Anstieg von 17 Prozent auf 111,2 Milliarden US-Dollar übertraf Apple die Markterwartungen.

Ein zentraler Wachstumstreiber bleibt das iPhone-Geschäft. Die Erlöse kletterten hier um fast 22 Prozent auf knapp 57 Milliarden Dollar, lagen jedoch leicht unter den Analystenschätzungen von rund 57,2 Milliarden Dollar. Zusätzlich entwickelte sich das Dienstleistungsgeschäft weiterhin dynamisch. Mit einem Plus von 16 Prozent auf knapp 31 Milliarden Dollar sorgten Angebote wie Abonnements für Musik, Streaming und Cloud-Speicher für stabile Einnahmen.

Besonders stark präsentierte sich Apple zuletzt in China. Dort konnte der Umsatz um 28 Prozent gesteigert werden, was unter anderem auf eine hohe Nachfrage nach iPhones zurückgeführt wird. Zudem profitierte der Konzern von günstigen Wechselkursentwicklungen, die das internationale Geschäft zusätzlich unterstützten.

Warnsignale aus der Lieferkette: Speicherpreise steigen drastisch

Trotz der starken Zahlen mehren sich jedoch die Hinweise auf zunehmenden Kostendruck. Das Analystenhaus Jefferies sieht Risiken für die kommenden Quartale. Analyst Edison Lee verweist insbesondere auf steigende Preise für Halbleiter, die in iPhones und anderen Geräten verbaut werden. Laut seinen Einschätzungen könnten die Preise für Memory-Chips im zweiten Quartal um 70 bis 100 Prozent gegenüber dem ersten Quartal steigen. Der Markt hingegen rechnet bislang lediglich mit einem Anstieg von 50 bis 60 Prozent.

Diese Entwicklung könnte direkte Auswirkungen auf die Profitabilität haben. Apple-Chef Tim Cook bestätigte bereits, dass im laufenden Quartal mit „erheblich“ höheren Kosten für Speicher zu rechnen sei. Auch darüber hinaus dürften steigende Preise zunehmend auf das Geschäft durchschlagen.

Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist die anhaltend hohe Nachfrage nach Speicherlösungen für KI-Rechenzentren. Der Ausbau entsprechender Kapazitäten benötigt Jahre, weshalb kurzfristig keine Entspannung auf der Angebotsseite erwartet wird.

Engpässe und strategische Weichenstellungen im KI-Zeitalter

Neben steigenden Kosten kämpft Apple auch mit Engpässen in der Lieferkette. In den vergangenen Monaten unterschätzte der Konzern die Nachfrage nach iPhones sowie bestimmten Mac-Modellen, die verstärkt für Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz genutzt werden. Laut Tim Cook wird es Monate dauern, bis Angebot und Nachfrage wieder im Gleichgewicht sind.


Selbst Produkte wie das vergleichsweise günstige MacBook Neo verkauften sich besser als erwartet. Gleichzeitig fällt es auch einem Großkunden wie Apple schwer, ausreichend Produktionskapazitäten für komplexe Chipsysteme zu sichern. Diese Engpässe wirkten sich zuletzt dämpfend auf das iPhone- und Mac-Geschäft aus.

Parallel dazu könnten finanzielle Spielräume entstehen. Apple stellt in Aussicht, mögliche Rückzahlungen von US-Importzöllen in den heimischen Markt zu investieren. Hintergrund ist eine Gerichtsentscheidung, die Teilen der von Donald Trump verhängten Zölle die rechtliche Grundlage entzogen hat. Branchenanalyst Gene Munster hält Rückzahlungen von etwa fünf Milliarden Dollar für möglich, wobei der Zeitpunkt weiterhin unklar ist.

Auch personell stellt sich Apple neu auf. John Ternus, derzeit Hardware-Manager, soll am 1. September die Nachfolge von Tim Cook antreten. In seinem ersten Auftritt vor Analysten betonte er, finanzielle Entscheidungen mit der gleichen Vorsicht wie sein Vorgänger treffen zu wollen. Gleichzeitig steht er vor der Aufgabe, zentrale Zukunftsprojekte voranzutreiben – darunter die Einführung einer KI-gestützten Version der Sprachassistentin Siri, die laut Cook noch in diesem Jahr verfügbar sein soll.

Bn-Redaktion/aw
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