1.860 Jobs weg

BioNTech sorgt für Eklat 05.05.2026, 16:18 Uhr Jetzt kommentieren: 0

1.860 Jobs weg: BioNTech sorgt für Eklat
© BioNTech
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Roche Holding 318,22 CHF +0,92 % TTMzero RT
BioNTech 95,50 USD -3,88 % Nasdaq
Bristol-Myers Squibb 56,94 USD -0,75 % Nasdaq

Sparkurs trifft Standorte hart

Der Biotechnologiekonzern BioNTech plant die Schließung mehrerer Produktions- und Forschungsstandorte, darunter Idar-Oberstein, Marburg, Singapur und die früheren CureVac-Standorte. Insgesamt könnten bis zu 1.860 Stellen wegfallen, etwa 820 davon bei CureVac. Der traditionsreiche Standort Tübingen soll bis Ende 2027 geschlossen werden.

Das Management begründet die Maßnahmen mit Überkapazitäten, sinkender Auslastung und Kostendruck. Langfristig sollen Einsparungen von bis zu rund 500 Millionen Euro jährlich erzielt werden. Parallel prüft BioNTech auch den Verkauf einzelner Standorte.

Schwache Zahlen und hohe Kosten

Die aktuellen Geschäftszahlen verdeutlichen den Druck. Im ersten Quartal 2026 lag der Umsatz bei 118,1 Mio. € nach 182,8 Mio. € im Vorjahr. Der Nettoverlust stieg auf 531,9 Mio. € bei einem Ergebnis je Aktie von minus 2,10 €. Hauptgrund bleibt der Rückgang im Covid-19-Geschäft.

Gleichzeitig steigen die Investitionen deutlich. Allein die Forschungs- und Entwicklungskosten erreichten 557,0 Mio. €. Für das Gesamtjahr plant BioNTech Ausgaben von 2.200 Mio. € bis 2.500 Mio. €. Trotz dieser Belastung verfügt der Konzern über 16,8 Mrd. € an liquiden Mitteln.

Kritik an Übernahme wächst

Scharfe Kritik kommt aus der Politik. Boris Palmer wirft BioNTech vor, nach der Übernahme von CureVac falsche Erwartungen geweckt zu haben. "Erst kaufen, dann killen – das geht so nicht", erklärte er. Besonders kritisch bewertet er die Schließung des Standorts Tübingen nach dem Kauf für rund 1,25 Milliarden Dollar.

Auch der Betriebsrat spricht von einem Vertrauensbruch. Viele Forschungsprojekte seien bereits seit Monaten gestoppt, während klinische Studien zwar abgeschlossen, aber nicht weiterentwickelt werden sollten.

Milliardenwette auf Krebsforschung

Parallel baut BioNTech seine Onkologie-Pipeline massiv aus. Im Fokus steht der Wirkstoff Pumitamig, für den fünf neue zulassungsrelevante Studien gestartet wurden, unter anderem bei Lungenkrebs, Brustkrebs und Darmkrebs. Auch Kandidaten wie Gotistobart sowie mehrere Antikörper-Wirkstoff-Konjugate zeigen Fortschritte.

Das Unternehmen erwartet sechs wichtige Datenveröffentlichungen im Jahr 2026. Ziel bleibt, bis 2030 mehrere Krebsmedikamente zur Marktreife zu bringen. Kooperationen bestehen unter anderem mit Bristol Myers Squibb, Pfizer und Roche.

Strategie zwischen Risiko und Chance

Trotz Umbau setzt BioNTech auf langfristige Wertschöpfung. Ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 1 Mrd. $ ist geplant, um die Kapitaleffizienz zu steigern. Für 2026 werden Umsätze zwischen 2.000 Mio. € und 2.300 Mio. € erwartet.

Für Anleger bleibt die Lage zwiespältig. Während die BioNTech-Aktie unter Druck steht, könnten Fortschritte in der Krebsforschung neue Impulse liefern. Auch Wettbewerber wie Moderna, Pfizer oder Merck sowie Biotech-ETFs rücken verstärkt in den Fokus.

 

Bn-Redaktion/ar
Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 1,17
Hebel: 7
mit moderatem Hebel
Smartbroker
Goldman Sachs
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: GW5KXD. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Weitere News

Gestern 20:33 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 19:24 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 18:42 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 16:50 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 15:20 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 14:29 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 13:57 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 13:24 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer