Ferrari-Aktie unter Druck

Trotz starker Zahlen kippt die Stimmung 05.05.2026, 20:33 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Ferrari F80 Rennwagen
© Ferrari 2026
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Ferrari 281,83 EUR -3,05 % Lang & Schwarz

Gewinn über Erwartungen trotz weniger Auslieferungen
Ferrari hat im ersten Quartal operativ besser abgeschnitten als prognostiziert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen lag bei 722 Millionen Euro und damit rund vier Prozent über dem Vorjahreswert. Analysten hatten mit einem geringeren Anstieg gerechnet. Der Umsatz kletterte um drei Prozent auf 1,85 Milliarden Euro und übertraf ebenfalls die Erwartungen von 1,82 Milliarden Euro. Dennoch sank die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge um 157 auf 3.436 Einheiten, was einem Rückgang von 4,4 Prozent entspricht.

Regionale Schwächen und strategische Anpassungen
Besonders deutlich fiel der Rückgang in Europa, Afrika und dem Nahen Osten aus, wo die Auslieferungen um 14 Prozent sanken. In anderen Regionen konnte Ferrari dies teilweise kompensieren. So legten die Verkäufe in China, Hongkong und Taiwan um 7,6 Prozent zu, während Amerika leicht zulegte. Der Konzern führte den Rückgang auf einen geplanten Modellwechsel zurück und verteilte Fahrzeuge gezielt auf andere Märkte.

Preismacht und Luxusstrategie zahlen sich aus
Ein entscheidender Faktor für die starke Ergebnisentwicklung war der sogenannte Produktmix. Ferrari verkaufte anteilig mehr hochpreisige Modelle wie den F80 und profitierte von personalisierten Sonderausstattungen. Zusätzlich steigerten Einnahmen aus Sponsoring und Merchandising die Erlöse. Der Nettogewinn blieb mit 413 Millionen Euro stabil, belastet durch höhere Steuern. Die Strategie Wert vor Volumen bleibt zentral, ähnlich wie bei Luxuskonzernen wie LVMH oder Hermès.

Auftragsbuch und neue Modelle im Fokus
Das Auftragsbuch ist laut CEO Benedetto Vigna weiterhin stark und reicht inzwischen bis in Richtung Ende 2027. Gleichzeitig bereitet Ferrari die Einführung seines ersten vollelektrischen Modells vor. Der Preis für den neuen Supersportwagen soll bei etwa 550000 Euro liegen und könnte um bis zu 10 Prozent variieren. Damit positioniert sich das Modell oberhalb des Purosangue, der bei rund 450000 Euro startet.

Analysten optimistisch trotz Unsicherheiten
Die Aktie reagierte dennoch negativ und fiel zeitweise um bis zu drei Prozent. Seit Jahresbeginn liegt sie rund 11 Prozent im Minus. Belastend wirken geopolitische Spannungen und mögliche US-Zölle von 25 Prozent auf europäische Fahrzeuge, wie von Donald Trump angekündigt. Dennoch zeigen sich Analysten optimistisch. Jefferies hat die Aktie von Hold auf Buy hochgestuft und das Kursziel von 310 auf 350 Euro angehoben. Ferrari bleibt damit ein Sonderfall unter Automobilwerten wie Volkswagen, Mercedes Benz oder BMW, da die hohe Preissetzungsmacht und exklusive Nachfrage die Margen stützen.

Bn-Redaktion/tb
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