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BASF prüft Evonik-Übernahme

Analysten reagieren unterschiedlich 28.09.2026, 14:01 Uhr Jetzt kommentieren: 0

BASF
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
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BASF 50,45 EUR -0,83 % Lang & Schwarz
Evonik Industries 19,79 EUR +1,83 % Lang & Schwarz
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BASF bestätigt Sondierungen

BASF hat bestätigt, Gespräche über eine mögliche Übernahme von Evonik zu führen. Dabei handelt es sich bislang um Sondierungen mit der RAG-Stiftung und Evonik. Eine Entscheidung über eine Transaktion ist noch nicht gefallen. BASF betont grundsätzlich, Akquisitionen dann zu prüfen, wenn sie die Kerngeschäfte stärken, strategisch passen und profitables Wachstum ermöglichen. Die Übernahmespekulationen hatten bereits am Freitag deutliche Kursbewegungen ausgelöst. Die BASF-Aktie verlor rund 3 Prozent, während Evonik um 8 Prozent zulegte.

Bernstein sieht attraktive Zahlen

Zum Wochenstart hat Bernstein Research die mögliche Kombination genauer untersucht. Analyst James Hooper kommt zu dem Ergebnis, dass die Zahlen eines Zusammenschlusses grundsätzlich attraktiv erscheinen. Gleichzeitig würde eine Übernahme die Investmentstory von BASF deutlich komplexer machen. Bernstein senkte das Kursziel für die BASF-Aktie deshalb von 63 auf 61 Euro, bestätigte aber die Einstufung „Outperform“. Die Aktie bewegte sich am Montag im Bereich von rund 50 Euro.

JPMorgan warnt vor Risiken

Deutlich skeptischer fällt die Einschätzung von JPMorgan aus. Analyst Chetan Udeshi sieht eine Konsolidierung der Chemiebranche zwar grundsätzlich als Möglichkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Erträge durch Skaleneffekte, Kostensenkungen und höhere Preismacht zu verbessern. BASF und Evonik seien jedoch nicht die naheliegendste Kombination. BASF könne nach seiner Einschätzung mit anderen Optionen möglicherweise höhere Renditen bei geringeren Umsetzungsrisiken erzielen. JPMorgan bestätigt deshalb „Underweight“ mit einem Kursziel von 40 Euro.

Überschneidungen schaffen Chancen und Probleme

Ein wichtiger Punkt sind die bestehenden Überschneidungen zwischen beiden Konzernen. Nach Einschätzung von JPMorgan betreffen diese etwa ein Drittel der Umsätze von BASF. Gleichzeitig könnten sich in einzelnen Bereichen Ergänzungen ergeben. Dazu zählen unter anderem Produkte für Polyurethanschäume und das Ernährungsgeschäft. Bei Inhaltsstoffen für Körperpflegeprodukte stehen beide Unternehmen dagegen teilweise direkt im Wettbewerb. Dadurch könnten bei einer möglichen Transaktion auch kartellrechtliche Fragen an Bedeutung gewinnen.

BASF-Aktie wartet auf Klarheit

Für die BASF-Aktie bleibt damit zunächst offen, ob aus den Sondierungen tatsächlich eine Übernahme entsteht. Die unterschiedlichen Kursziele zeigen, wie verschieden die möglichen Folgen eingeschätzt werden. Während Bernstein mit 61 Euro weiterhin deutliches Potenzial sieht, liegt JPMorgan mit 40 Euro klar unter dem aktuellen Kursniveau. Entscheidend wird nun sein, ob BASF die Gespräche konkretisiert und welche finanziellen Bedingungen für eine mögliche Evonik-Übernahme gelten würden. Bis dahin dürfte die Übernahmefrage ein wichtiger Kurstreiber bleiben.

Bn-Redaktion/tb
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