Berkshire Hathaway überrascht Anleger

Jetzt wird der Cashberg kleiner 10.08.2026, 18:32 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Warren Buffett / Berkshire Hathaway
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Berkshire steckt Milliarden in eigene Aktien

Berkshire Hathaway hat im zweiten Quartal rund 4,5 Milliarden US-Dollar für Aktienrückkäufe ausgegeben, umgerechnet ungefähr 3,9 Milliarden Euro. Davon entfielen 349,6 Millionen US-Dollar auf Aktien der Klasse A und 4,18 Milliarden US-Dollar auf Aktien der Klasse B. Es waren die umfangreichsten Rückkäufe seit mehreren Jahren. Für Anleger ist das bemerkenswert, da Berkshire eigene Aktien grundsätzlich nur dann zurückkauft, wenn das Management den Kurs im Verhältnis zum inneren Wert für attraktiv hält.

Der riesige Cashberg beginnt zu schrumpfen

Auch beim Bargeldbestand zeigt sich die neue Aktivität. Die liquiden Mittel gingen von 397,4 Milliarden US-Dollar Ende des ersten Quartals auf 365,5 Milliarden US-Dollar zurück. Umgerechnet entspricht das einem Rückgang von ungefähr 346 Milliarden Euro auf rund 318 Milliarden Euro. Damit setzte Berkshire innerhalb eines Quartals fast 32 Milliarden US-Dollar ein. Neben den Rückkäufen floss ein erheblicher Teil des Kapitals in neue Beteiligungen und andere Investitionen.

Berkshire kauft wieder mehr Aktien

Besonders auffällig ist die Entwicklung des Aktienportfolios. Berkshire wurde erstmals nach 14 Quartalen wieder zum Netto-Käufer von Aktien und erwarb Wertpapiere im Umfang von mehr als 21 Milliarden US-Dollar, umgerechnet ungefähr 18,3 Milliarden Euro. Zu den größeren Engagements gehört eine Investition von 10 Milliarden US-Dollar in Alphabet, umgerechnet rund 8,7 Milliarden Euro. Damit zeichnet sich unter Abel eine aktivere Kapitalallokation ab als in den unmittelbar vorausgegangenen Quartalen.

Operativer Gewinn zieht deutlich an

Auch das operative Geschäft lieferte Rückenwind. Der operative Gewinn stieg im zweiten Quartal auf 12,98 Milliarden US-Dollar, umgerechnet rund 11,3 Milliarden Euro, nach 11,16 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn erhöhte sich auf 25,667 Milliarden US-Dollar, umgerechnet ungefähr 22,3 Milliarden Euro. Zuwächse bei Eisenbahn, Energie und verschiedenen Industriegeschäften konnten schwächere Ergebnisse im Versicherungsgeschäft mehr als ausgleichen. Bei Geico sank der Gewinn aus dem Versicherungsgeschäft allerdings um 45 Prozent.

Berkshire-Aktie reagiert mit Kursplus

An der Börse kommt die Entwicklung zunächst gut an. Die Berkshire-Hathaway-Aktie der Klasse B notierte am Montag bei rund 532,94 US-Dollar, umgerechnet ungefähr 464 Euro, und lag damit mehr als 2 Prozent über dem vorherigen Schlusskurs. Unter Greg Abel, der seit Januar den CEO-Posten innehat, rückt nun besonders die Verwendung des gewaltigen Kapitalpolsters in den Mittelpunkt. Warren Buffett bleibt Chairman des Konzerns. Die jüngsten Milliardeninvestitionen zeigen, dass Berkshire sein vorhandenes Kapital wieder offensiver einsetzt.

Bn-Redaktion/tb
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