Bitcoins Seitwärtsphase

Kommt jetzt der Run auf 200.000? 12.01.2026, 10:57 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Bitcoin
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Konsolidierung auf hohem Niveau

Bitcoin beendet seine erste vollständige Handelswoche im Jahr 2026 nahezu unverändert und pendelt um die Marke von 90.000 US-Dollar. Damit liegt die älteste Kryptowährung etwa 2 % unter dem Stand von vor einem Jahr. Ein Durchbruch über die wichtige Marke von 95.000 US-Dollar blieb bislang aus – sie fungiert seit dem Kursrückgang im Oktober, der fast ein Drittel des Bitcoin-Werts vernichtete, als hartnäckige Obergrenze. Zwar erlebte der Markt zum Jahreswechsel eine Aufwärtsbewegung, doch der Wochenhöchststand blieb mit 94.800 US-Dollar unter den Erwartungen. Am Freitag notierte Bitcoin in New York bei rund 90.200 US-Dollar.

Makrodaten und Politik als Bremsfaktoren

Ein ganzer Strauß an Unsicherheiten in den USA hält die Märkte aktuell in Atem: Ausstehende Entscheidungen zu Zöllen, zur künftigen Führung der US-Notenbank sowie neue Krypto-Gesetze sorgen für Zurückhaltung. Auch die erwartete Entscheidung des Supreme Court zu Trumps Zöllen blieb am Freitag aus. „Wir sehen derzeit eine klassische Konsolidierung nach der Jahresauftaktrallye“, erklärte Jake Ostrovskis, Leiter des OTC-Handels bei Wintermute.

Gleichzeitig dämpfen robuste Konjunkturdaten Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen und bremsen damit auch Bitcoins Weg zurück zu seinem Allzeithoch von über 126.000 US-Dollar. „Die jüngsten Wirtschaftsdaten waren stärker als erwartet. Das reduziert die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im März und erzeugt kurzfristigen Preisdruck“, sagte James Butterfill, Research-Chef bei CoinShares.

ETF-Zuflüsse stützen – institutionelle Zurückhaltung bleibt

Trotz der Seitwärtsbewegung gibt es auch positive Signale: ETF-Zuflüsse erlebten am 5. Januar mit der stärksten Tagesbilanz seit dem 7. Oktober ein deutliches Lebenszeichen. Die Anfang 2026 eingesetzte Erholung beendete damit eine längere Verkaufswelle, die unter anderem durch steuerlich motivierte Gewinnrealisierungen und Sorgen vor Index-Ausschlüssen ausgelöst worden war. Die Indexagentur MSCI ließ entsprechende Pläne in dieser Woche fallen, was den Verkaufsdruck minderte. „Der Markt konsolidiert aktuell rund um die 90.000 US-Dollar, nachdem der Abgabedruck durch die geklärten Risiken deutlich nachgelassen hat“, so Brian Vieten, Senior Analyst bei Siebert Financial.

Langfristig bleiben einige Analysten optimistisch. Butterfill hält bis Jahresende einen Bitcoin-Kurs von 200.000 US-Dollar für realistisch. Ostrovskis erwartet, dass ein nachhaltiger Ausbruch über die 95.000-Dollar-Marke zu erneuten Käufen führen könnte: „Ein klarer Durchbruch über 95.000 US-Dollar dürfte reflexartige Käufe auslösen.“

Strukturelle Schwäche im Futures-Markt

Dennoch fehlt es dem Gesamtmarkt weiterhin an breiter Überzeugung. Trotz ETF-Zuflüssen bleiben die wichtigsten Stimmungsindikatoren im Derivatemarkt verhalten. Laut Vetle Lunde, Forschungsleiter bei K33 Research, konzentrieren sich aktuell 86 % des offenen Interesses bei Futures auf den vordersten Kontraktmonat. Die Volatilität und das Handelsvolumen liegen weiter auf Vorniveau. Auch die Finanzierungsraten, ein wichtiger Stimmungsindikator bei Perpetual Contracts, bleiben niedrig – ein Zeichen für begrenzte bullische Positionierungen.

Doch Zweifel bleiben. „Die abnehmende Volatilität von Bitcoin – vor allem im Vergleich zu Gold – wirft Fragen zur zukünftigen Relevanz von Kryptoanlagen auf“, schrieb Mike McGlone, Senior Commodity Strategist bei Bloomberg Intelligence.

Bn-Redaktion/ts
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