BMW Group

Schwacher Start, überraschende Wende 17.04.2026, 12:13 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Schwacher Jahresauftakt mit starken Gegenbewegungen

Die BMW Group ist mit einem scheinbar durchwachsenen Ergebnis ins Jahr 2026 gestartet: Im ersten Quartal wurden weltweit 565.748 Fahrzeuge ausgeliefert, ein Rückgang von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auf den ersten Blick wirkt das wie ein Dämpfer, doch ein genauerer Blick offenbart ein deutlich differenzierteres Bild mit teils gegenläufigen Entwicklungen.

Regional zeigen sich klare Verschiebungen. In China, dem wichtigsten Einzelmarkt, gingen die Auslieferungen um 10 Prozent auf knapp 144.000 Einheiten zurück. Auch in Amerika verzeichnete der Konzern ein Minus von 4 Prozent. Dem gegenüber steht jedoch ein robuster Heimatmarkt: In Deutschland legte BMW um 10,7 Prozent auf 68.022 Fahrzeuge zu und setzte damit ein deutliches Gegengewicht zur internationalen Schwäche.

Im direkten Wettbewerbsvergleich behauptet sich BMW weiterhin an der Spitze des Premiumsegments. Während Mercedes ein Minus von 6,0 Prozent und Audi einen Rückgang von 6,1 Prozent hinnehmen mussten, fiel der Absatz der BMW-Kernmarke mit einem Minus von 4,6 Prozent moderater aus. Der Vorsprung auf Mercedes wuchs dadurch auf mehr als 76.600 Einheiten.

Elektroautos: Rückgang bei Auslieferungen, Boom bei Bestellungen

Besonders auffällig ist die Entwicklung im Bereich der Elektromobilität. BMW lieferte im ersten Quartal weltweit 87.458 vollelektrische Fahrzeuge aus, was einem Rückgang von 20 Prozent entspricht. Ursache hierfür ist jedoch weniger eine schwache Nachfrage als vielmehr ein strukturelles Problem: Zwischen dem Auslaufen des bisherigen iX3 und der Einführung des Nachfolgers entstand eine temporäre Produktionslücke.


Seit März ist der neue iX3 verfügbar — und die Nachfrage scheint deutlich anzuziehen. Die Auftragseingänge in Europa lagen im ersten Quartal rund 40 Prozent über dem Vorjahresniveau. Besonders bemerkenswert: Für den neuen iX3 gingen seit dem Bestellstart bereits mehr als 50.000 Aufträge ein. Damit ist inzwischen jeder zweite bestellte X3 vollelektrisch.

Diese Diskrepanz zwischen Auslieferungen und Bestellungen verdeutlicht das aktuelle „Elektro-Paradox“ bei BMW: Während die Verkaufszahlen kurzfristig unter Druck stehen, signalisiert die Nachfrage eine deutlich stärkere Dynamik für die kommenden Quartale.

Milliardenumbau und sinkende Kosten: Die „Neue Klasse“ im Fokus

Parallel dazu treibt BMW den strukturellen Umbau seiner Produktion voran. Im August beginnt im Stammwerk München die Fertigung des neuen BMW i3, die ersten Auslieferungen sind für den Herbst geplant. Insgesamt investiert das Unternehmen rund 650 Millionen Euro in die Transformation des Werks hin zu einem reinen Elektromobilitätsstandort.

Ab 2027 sollen dort ausschließlich Elektrofahrzeuge produziert werden — verbunden mit einem entscheidenden Effizienzvorteil: Die Produktionskosten sollen um etwa 10 Prozent unter denen der aktuellen Generation liegen.

Auch von Analystenseite bleibt die Einschätzung stabil. Die Deutsche Bank bewertet die Aktie weiterhin mit „Buy“ und nennt ein Kursziel von 100 Euro. Der schwache Jahresauftakt sei bereits eingepreist, zudem werde die EBIT-Marge innerhalb der angestrebten Zielspanne erwartet. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 16 Prozent verloren und notiert aktuell bei 80,82 Euro — etwa 19 Euro unter dem genannten Kursziel.

Entscheidend für die weitere Entwicklung dürfte sein, wie schnell BMW die Produktion hochfahren kann. Sowohl das Werk in München als auch die neue Fabrik im ungarischen Debrecen stehen dabei im Fokus. Die Nachfrage ist vorhanden — nun kommt es darauf an, sie in tatsächliche Auslieferungen zu übersetzen.

Bn-Redaktion/aw
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