Cityline-Schock bei Lufthansa

Eskalation im Jubiläumsjahr spitzt sich zu 16.04.2026, 18:11 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Cityline-Schock bei Lufthansa: Eskalation im Jubiläumsjahr spitzt sich zu
© AR/boersennews/ChatGPT
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Deutsche Lufthansa 7,608 EUR -3,11 % Lang & Schwarz
International Consolidated Airlines Group 4,420 EUR -2,35 % Baader Bank
AIR France - KLM 9,771 EUR -3,62 % L&S Exchange
Ryanair Holdings 24,40 EUR -4,35 % TTMzero RT
Airbus 171,80 EUR -0,26 % Lang & Schwarz
Boeing 184,93 EUR -2,52 % Baader Bank

Proteste überschatten Jubiläum

Während im Konferenzzentrum gefeiert wird, demonstrieren Flugbegleiter und Piloten vor den Toren. "Wir sind Lufthansa" und "Sklaverei – für faire Arbeitsbedingungen" steht auf ihren Plakaten. Die Kritik richtet sich direkt gegen das Management, das intern von "fantastischen Mitarbeitern mit viel Leidenschaft" spricht.

Die Diskrepanz zwischen Außendarstellung und interner Stimmung könnte kaum größer sein. "Da feiert sich das Management", sagt ein Kabinenmitarbeiter. "Wir, die das Unternehmen zu dem gemacht haben, was es heute ist, werden nicht gefeiert."

Kernmarke unter Druck

Im Zentrum steht die Zukunft der Premium-Airline Lufthansa Classic. Zwar betont das Management ihre Bedeutung, doch gleichzeitig gelten die Kosten als zu hoch. Wachstum soll es nur bei Zugeständnissen geben.

Neue Konzern-Airlines wie Discover oder Lufthansa City Airlines expandieren deutlich günstiger. Wettbewerber wie Ryanair, IAG oder Air France-KLM erhöhen zusätzlich den Druck. Auch Hersteller wie Airbus und Boeing profitieren indirekt von der strategischen Neuausrichtung.

Cityline-Aus beschleunigt Umbau

Besonders drastisch ist die Entscheidung zur sofortigen Stilllegung von Lufthansa Cityline. "Die aktuelle Krise zwingt uns, diese Maßnahme nun früher umzusetzen", sagte Finanzvorstand Till Streichert.

Bereits ab Samstag werden die 27 Flugzeuge aus dem Programm genommen, um "weitere Verluste der defizitären Fluggesellschaft zu reduzieren". Ursprünglich war das Aus erst für 2028 geplant.

Parallel reduziert Lufthansa auch die Kapazitäten in der Kernmarke und stellt ältere Langstreckenjets still. Gleichzeitig wächst die günstigere Tochter Discover mit neuen Airbus A350.

Tarifkonflikt eskaliert weiter

Der Streit mit den Gewerkschaften Vereinigung Cockpit und UFO verschärft die Lage zusätzlich. Konzernchef Carsten Spohr sieht die Arbeitnehmervertreter in einem strukturellen Problem: "Keine der von ihnen tarifierten Airlines nimmt am erfreulichen Wachstum unserer Lufthansa Group mit ihren insgesamt 14 Airlines überhaupt noch teil."

Die Gewerkschaften reagieren scharf. "Wir sind erschüttert und schockiert über so viel Skrupellosigkeit", sagte UFO-Tarifexperte Harry Jäger. "Das ist offener Krieg gegen die eigenen Leute."

Spaltung im Konzern wächst

Intern wächst die Unzufriedenheit auch außerhalb des fliegenden Personals. Begriffe wie "fassungslos" und "wütend" machen die Runde. Besonders kritisch wird gesehen, dass Streiks die wirtschaftliche Lage weiter verschärfen.

Steigende Kerosinpreise infolge geopolitischer Spannungen sowie mögliche Stilllegungen von bis zu 40 Flugzeugen erhöhen den Druck zusätzlich. Für Investoren wird entscheidend sein, ob Lufthansa den Umbau ähnlich konsequent umsetzt wie die Konkurrenten – oder ob der Konflikt den Konzern weiter ausbremst.

 

Bn-Redaktion/ar
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