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BMW nach Capital Markets Day

Analyst sieht erste Fortschritte 30.09.2026, 15:54 Uhr Jetzt kommentieren: 0

BMW
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BMW erwartet zunächst niedrige Margen

BMW rechnet für 2026 im Autogeschäft mit einer operativen Marge von lediglich 1 bis 3 Prozent. Bis 2028 soll sich diese auf 3 bis 5 Prozent verbessern. Langfristig will der Konzern wieder eine Marge von 8 bis 10 Prozent erreichen. Diesen Zielkorridor strebt BMW für die frühen 2030er-Jahre an. Damit macht der Autobauer deutlich, dass die Rückkehr zu einer deutlich höheren Profitabilität mehrere Jahre dauern dürfte.

Bernstein sieht Beginn eines Heilungsprozesses

Die neuen Aussagen stoßen bei Bernstein Research auf eine grundsätzlich positive Reaktion. Analyst Stephen Reitmanbezeichnete die Präsentation als „Beginn eines Heilungsprozesses“. Bernstein bestätigte die Einstufung „Outperform“und das Kursziel von 82 Euro. Andere Analysten hatten bereits vor beziehungsweise zu Beginn des Capital Markets Day vorsichtiger auf BMW geblickt. Die Deutsche Bank senkte ihr Kursziel von 90 auf 78 Euro, behielt aber die Einstufung „Buy“ bei. JPMorgan bestätigte zuvor „Overweight“ mit einem Kursziel von 82 Euro.

China bleibt die große Herausforderung

Ein wichtiger Grund für die vorsichtigen Margenziele ist das schwierige Geschäft in China. Deutsche-Bank-Analyst Tim Rokossa bezeichnete die dortigen Probleme als strukturell und nicht lediglich konjunkturell. Auch UBS hatte vor dem Capital Markets Day für 2028 bereits eine Marge von 3 bis 5 Prozent erwartet. Der damalige Analystenkonsens lag laut UBS bei 5,1 Prozent. Neben China belasten auch Zölle und der intensive Wettbewerb die Profitabilität von BMW.

Zwei Milliarden Euro für den neuen 3er

Trotz des Sparkurses investiert BMW weiter in Deutschland. Rund 2 Milliarden Euro fließen in die Fahrzeugproduktion und Batteriefertigung für die neue BMW 3er Reihe. Die Investitionen betreffen München, Dingolfing und Irlbach-Straßkirchen. Der vollelektrische BMW i3 soll in München gebaut werden und Batteriezellen der sechsten Generation nutzen. Verbrenner- und Plug-in-Hybrid-Versionen der neuen 3er Reihe sollen dagegen in Dingolfing produziert werden.

Kostensenkungen sollen Profitabilität verbessern

Neben neuen Modellen setzt BMW auf niedrigere Kosten und eine schlankere Organisation. Mehr als 100 Managementpositionen sollen wegfallen. Bereits zuvor hatte der Konzern den Abbau von bis zu 8.000 Stellenangekündigt, vor allem in Verwaltungsbereichen in Deutschland. Entscheidend wird nun, ob BMW mit diesen Maßnahmen die angestrebte Verbesserung der Margen erreicht. Einen weiteren Einblick liefert die Quartalsmitteilung zum 30. September 2026, die BMW am 4. November veröffentlichen will.

Bn-Redaktion/tb
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