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Ölpreis zum Quartalsende

Iran-Krieg hat den Markt verändert 30.09.2026, 12:08 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Öl
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Brent bleibt um 100 Dollar

Am Mittwochmorgen kostete ein Barrel Brent zur Lieferung im November rund 97,11 US-Dollar, umgerechnet rund 85,58 Euro. WTI wurde bei etwa 90,17 US-Dollar, umgerechnet rund 79,40 Euro, gehandelt. Am Dienstag waren beide Sorten deutlich gefallen. Brent gab 3 Prozent auf 95,74 US-Dollar nach, während WTI 3,6 Prozent auf 89,31 US-Dollar verlor. Trotz des Rücksetzers bleibt das Preisniveau im historischen Vergleich hoch.

Krieg begann am 28. Februar

Der Iran-Krieg begann am 28. Februar 2026 mit gemeinsamen Angriffen der USA und Israels auf Iran. Am letzten Handelstag davor hatte Brent bei 72,51 US-Dollar geschlossen, umgerechnet rund 63,91 Euro. Als der reguläre Handel am 2. März wieder einsetzte, sprang Brent zeitweise auf 82,36 US-Dollar und schloss bei 77,81 US-Dollar. Der Angriff und die anschließenden Störungen rund um die Straße von Hormus lösten damit unmittelbar einen deutlichen Risikoaufschlag aus.

Seit Kriegsbeginn rund 40 Prozent höher

Verglichen mit dem Schlusskurs unmittelbar vor Kriegsbeginn liegt Brent heute rund 40 Prozent höher. Zwischenzeitlich war die Bewegung noch wesentlich stärker. Im Verlauf des Konflikts stieg Brent zeitweise auf rund 126 US-Dollar je Barrel, bevor Hoffnungen auf Verhandlungen und höhere Liefermengen die Preise wieder drückten. Anfang Juli war Brent vorübergehend sogar auf das Vorkriegsniveau zurückgekehrt. Die anschließende Erholung zeigt jedoch, wie schnell politische und militärische Entwicklungen erneut eingepreist werden.

Exporte erholen sich trotz Hormus-Risiko

Inzwischen erreichen die Ölexporte aus dem Nahen Osten den höchsten Stand seit Beginn des Kriegs. Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Bahrain, Kuwait und Irak exportierten im September durchschnittlich 15,5 Millionen Barrel täglich. Das entspricht mehr als 80 Prozent des durchschnittlichen Vorkriegsniveaus. Möglich wird dies durch alternative Pipelines, Umladungen und wieder zunehmende Transporte durch die Straße von Hormus.

Viertes Quartal startet mit Unsicherheit

Für das vierte Quartal bleibt entscheidend, ob sich die Lieferströme weiter normalisieren. Iran und die USA führen weiterhin indirekte Gespräche über eine mögliche Wiederöffnung der Straße von Hormus, eine belastbare Vereinbarung gibt es bislang jedoch nicht. Gleichzeitig zeigen die gestiegenen Exportmengen, dass sich die Produzenten zunehmend an die Einschränkungen angepasst haben. Brent startet damit knapp unter 100 US-Dollar und rund 40 Prozent über dem Vorkriegsniveau in das neue Quartal.

Bn-Redaktion/tb
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