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Brent unter 100 Dollar

Die Entspannung könnte trügerisch sein 25.09.2026, 18:15 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Öl
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Brent steigt zeitweise über 103 Dollar

Der Ölpreis hat seine Erholung seit dem zwischenzeitlichen Absturz unter 98 US-Dollar deutlich ausgeweitet. Am Donnerstag stieg Brent zeitweise um bis zu 5 Prozent und erreichte mehr als 103 US-Dollar je Barrel, umgerechnet rund 90 Euro. Der Schlusskurs lag bei 100,49 US-Dollar, umgerechnet rund 88,10 Euro, was einem Tagesrückgang von 2,4 Prozent entsprach. Am Freitag gab Brent zunächst wieder etwas nach und notierte am Morgen bei rund 98,92 US-Dollar, umgerechnet rund 86,84 Euro.

Angriffe treiben Risikoprämie nach oben

Hinter dem erneuten Preissprung stehen vor allem die anhaltenden Risiken für die Ölversorgung im Nahen Osten. Saudi-Arabien teilte mit, sechs Raketen abgefangen zu haben, die von den Huthi-Rebellen im Jemen auf saudische Ziele abgefeuert worden seien. Die Entwicklung verstärkte die Sorge vor weiteren Störungen wichtiger Energieanlagen und Transportwege. Noch am Dienstag hatten Hoffnungen auf eine Entspannung den Brent-Preis zeitweise bis auf 97,80 US-Dollar gedrückt.

Neue Gespräche bremsen den Ölpreis

Am Donnerstagabend änderte sich die Stimmung erneut. Berichte über Verhandlungen zwischen den USA und Iran über ein mehrstufiges Abkommen ließen Brent einen Teil seiner Gewinne abgeben. Im Mittelpunkt steht eine mögliche schrittweise Wiederöffnung der Straße von Hormus. Im Gegenzug könnte die wirtschaftliche Blockade Irans gelockert werden. Eine Einigung wurde bislang jedoch nicht bekannt gegeben. Entsprechend vorsichtig reagieren die Märkte auf die neuen diplomatischen Signale.

Hormus bleibt der entscheidende Faktor

Damit bleibt die Straße von Hormus das zentrale Thema am Ölmarkt. Fortschritte bei den Gesprächen könnten die Risikoprämie im Brent-Preis reduzieren und die Transportbedingungen verbessern. Scheitern die Verhandlungen oder kommt es zu weiteren Angriffen, könnten die Sorgen um die Versorgung dagegen schnell wieder zunehmen. Die jüngsten Bewegungen zeigen, wie groß die Unsicherheit ist. Innerhalb weniger Tage bewegte sich Brent zwischen weniger als 98 US-Dollar und mehr als 103 US-Dollar.

Ölmarkt wartet auf konkrete Signale

Für den weiteren Verlauf reichen diplomatische Gesprächssignale allein möglicherweise nicht aus. Entscheidend dürfte sein, ob daraus konkrete Vereinbarungen zur Straße von Hormus und zu den Öltransporten entstehen. Brent liegt trotz des Rückgangs am Freitag weiterhin knapp unter der Marke von 100 US-Dollar. Nach dem schnellen Anstieg auf über 103 US-Dollar zeigt die erneute Gegenbewegung zugleich, wie empfindlich der Markt auf jede neue Nachricht reagiert. Damit bleibt der Ölpreis vorerst anfällig für starke Ausschläge in beide Richtungen.

Bn-Redaktion/tb
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