Deutsche Bank lahmgelegt

Kunden 48h ohne Zugriff! 31.12.2025, 14:40 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Deutsche Bank 27,11 EUR +0,25 % Baader Bank

Zwei Tage digitale Funkstille – Kunden im Dunkeln

Ein massiver IT-Ausfall hat die Deutsche Bank sowie ihre Tochtergesellschaften Postbank und Norisbank Anfang der Woche lahmgelegt. Über zwei Tage hinweg konnten zahlreiche Kunden weder online noch telefonisch auf ihre Konten zugreifen. Die Störung begann am Montag und wurde zunächst als behoben kommuniziert – doch nur wenige Stunden später, am Dienstagmorgen ab 10 Uhr, mehrten sich erneut die Beschwerden auf dem Störungsportal „allestörungen.de“. Für viele Kunden kam der Ausfall zur Unzeit: Gerade zum Jahresende, wenn Kontostände geprüft, Überweisungen geplant und Finanzen abgeschlossen werden, ist eine funktionierende Banking-Infrastruktur essenziell.

Keine Antworten – nur Durchhalteparolen

Über die Ursache des Ausfalls schweigt das Institut beharrlich. Auf konkrete Nachfragen zur Störquelle gab es lediglich eine formelhafte Entschuldigung: „Wir bitten Kunden um Verständnis für die entstandenen Unannehmlichkeiten“, so ein Sprecher der Deutschen Bank. Erst Dienstagnachmittag vermeldete das Unternehmen die Behebung der Störung – mit dem Hinweis, dass vereinzelt weiterhin Einschränkungen möglich seien.

Gerade angesichts des digitalen Selbstverständnisses, das sich die Deutsche Bank auf die Fahnen schreibt, wirkt diese Kommunikationsstrategie unzeitgemäß. Transparenz und proaktive Information bleiben aus – ein Umstand, der den Frust vieler Betroffener zusätzlich anheizt. Für eine Bank, die in puncto Digitalisierung als Vorreiter gelten will, ist ein solcher IT-Ausfall nicht nur ein technisches, sondern auch ein reputatives Problem.

Anleger zeigen Gelassenheit – Aktie im Plus

Trotz der technischen Turbulenzen blieb die Deutsche Bank-Aktie erstaunlich stabil. Am Dienstag legte das Papier im XETRA-Handel sogar um 1,1 Prozent zu und schloss bei 33,11 Euro. Damit signalisiert der Markt: Die Investoren bewerten den Vorfall als temporären Zwischenfall – ohne gravierende Folgen für das Geschäftsmodell der Bank.

Ein Grund für diese Resilienz könnte die Erfahrung mit ähnlichen Vorfällen sein: IT-Störungen bei Finanzinstituten sind keine Seltenheit. Solange sie schnell behoben werden und keine sicherheitsrelevanten Schwachstellen offenbaren, bleiben sie meist ohne Auswirkungen auf den Aktienkurs. Dennoch wirft der zweitägige Totalausfall Fragen auf – insbesondere im Hinblick auf die technische Infrastruktur eines der größten deutschen Finanzhäuser.

Bn-Redaktion/aw
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