Deutsche Bank vor Neustart

Diese Chefs übernehmen 07.04.2026, 16:01 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Deutsche Bank
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Deutsche Bank 27,69 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz

Führungswechsel auf Schlüsselpositionen

Die Deutsche Bank treibt derzeit einen der umfassendsten Umbauten ihrer Führungsstruktur seit Jahren voran. Im Zentrum steht der Wechsel im Finanzressort: Raja Akram hat die Rolle des Finanzvorstands am 15. März 2026 offiziell übernommen, nachdem er bereits im Oktober 2025 von Morgan Stanley zur Bank gestoßen war. Sein Vorgänger James von Moltke, der das Institut über acht Jahre hinweg durch eine Phase tiefgreifender Restrukturierung und Stabilisierung geführt hatte, wird das Unternehmen mit Auslaufen seines Vertrags im Juni verlassen.

Parallel dazu erweitert die Bank ihren Vorstand um zwei weitere Schlüsselpersonalien: Zum 1. Mai übernimmt Stefan Hoops, bislang CEO der Fondstochter DWS, die Verantwortung für das Geschäftsfeld Vermögensverwaltung. Zudem rückt Marie-Jeanne Deverdun als Technologievorständin in das Führungsgremium auf. Ihr Fokus liegt insbesondere auf dem Ausbau von KI-Anwendungen sowie der Skalierung effizienter Betriebsmodelle. Kontinuität bleibt hingegen an der Spitze gewahrt: CEO Christian Sewing führt die Bank weiter, sein Vertrag ist bis 2029 datiert.

Ambitionierte Ziele treffen auf makroökonomischen Gegenwind

Ungeachtet der jüngsten Kursentwicklung hält das Management an seinen finanziellen Zielsetzungen fest. Für das Jahr 2026 werden Konzernnettoerträge von rund 33 Milliarden Euro angestrebt, während die Aufwand-Ertrags-Quote unter 65 Prozent liegen soll. Die mittelfristige Planung bis 2028 sieht ein jährliches Ertragswachstum von über fünf Prozent, eine Eigenkapitalrendite von mehr als 13 Prozent sowie eine Kostenquote unter 60 Prozent vor.

Auch auf der Kapitalseite setzt die Bank klare Signale: Neben einer Dividende von 1,00 Euro je Aktie läuft ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu eine Milliarde Euro. Insgesamt sollen sich die Ausschüttungen an die Aktionäre im Jahr 2026 auf rund 2,9 Milliarden Euro belaufen.


Gleichzeitig verschlechtert sich das makroökonomische Umfeld spürbar. Die internen Analysten der Bank haben ihre Prognose für das US-Wirtschaftswachstum 2026 deutlich auf unter ein Prozent reduziert, nachdem zuvor noch 2,2 Prozent erwartet worden waren. Parallel dazu wird ein Anstieg der Kerninflation auf vier Prozent prognostiziert. CEO Sewing hatte bereits frühzeitig signalisiert, dass die Erlöse im Investmentbanking im ersten Quartal bestenfalls das Niveau des Vorjahres erreichen dürften — ein ungewöhnlich vorsichtiger Ton, der die Zurückhaltung am Markt mit erklärt. Wachstumstreiber verschieben sich derweil zunehmend in Richtung Privatkundengeschäft und Asset Management.

Q1-Zahlen als erster Härtetest für das neue Team

An der Börse spiegelt sich die Unsicherheit wider: Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 22 Prozent an Wert verloren, obwohl die fundamentale Ausgangslage als stabil gilt. Mit einer harten Kernkapitalquote von 14,2 Prozent verfügt die Bank jedoch weiterhin über einen soliden Puffer, auch mit Blick auf ein potenziell schwierigeres Kreditumfeld.

Der nächste wichtige Termin steht bereits fest: Am 29. April veröffentlicht die Deutsche Bank ihre Zahlen für das erste Quartal. Der Marktkonsens rechnet mit einem Gewinn je Aktie von 1,06 Euro. Im Fokus dürfte insbesondere stehen, in welchem Umfang die Bank ihre Rückstellungen für mögliche Kreditausfälle erhöht hat und ob die Nettozinserträge ausreichen, um den zunehmenden konjunkturellen Druck abzufedern. Der Bericht fällt zeitlich mit dem Einstieg der neuen Vorstandsmitglieder zusammen und markiert damit den ersten wichtigen Auftritt des neu formierten Führungsteams.

Bn-Redaktion/aw
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