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Drohnenaufträge

Rheinmetall ringt um die 1000-Euro-Marke 23.09.2026, 10:15 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
Rheinmetall 1.002,20 EUR +0,36 % Gettex

Die Aktie von Rheinmetall pendelt am Mittwochvormittag um die Marke von 1.000 Euro. Gegen 10:15 Uhr notierte das Papier bei 1.002 Euro und damit 0,7 Prozent über dem Vortagesschluss, nachdem es zuvor zwischen 989,10 und 1.011,40 Euro geschwankt hatte. Neue Impulse liefert der Markt für Kampfdrohnen, auf dem ein Konkurrent des Düsseldorfer Konzerns nun als Erster an die Bundeswehr liefern will.

Stark Defence startet Drohnenlieferung vor Rheinmetall

Das Berliner Start-up Stark Defence plant nach eigenen Angaben, in Kürze die erste Charge sogenannter Loitering Munition an die Bundeswehr auszuliefern. Die Tranche hat einen Wert von 275 Millionen Euro und soll zunächst an die in Litauen stationierte deutsche Brigade gehen. Insgesamt umfasst der Rahmenvertrag des Unternehmens 2,9 Milliarden Euro, wovon der Bundestag eine Milliarde bereits freigegeben hat. Auch Helsing und Rheinmetall haben milliardenschwere Rahmenverträge für diese auch als Kamikaze-Drohnen bezeichneten Fluggeräte erhalten.

Für Rheinmetall geht es um das System FV-014 mit einem Rahmen von bis zu 2,4 Milliarden Euro. Wie bei den Wettbewerbern ist in einem ersten Schritt nur eine Festbestellung von knapp 300 Millionen Euro für rund 2.500 Drohnen vorgesehen. Die Serienfertigung hängt zudem an Qualifikationstests, die bis April 2027 abgeschlossen sein sollen. Das große Volumen dürfte sich damit erst schrittweise in Umsätzen niederschlagen.

Arminius-Programm als möglicher Kurstreiber

Deutlich größeres Gewicht hat für den Konzern das Bundeswehr-Programm Arminius, bei dem es um Radschützenpanzer auf Boxer-Basis mit einem Volumen von rund 12,4 Milliarden Euro geht. Analysten der Bank of America rechnen damit, dass der Auftrag noch 2026 in den Auftragseingang einfließen könnte, und halten an ihrer positiven Einschätzung fest – dies stellt keine redaktionelle Empfehlung dar. Der Auftragsbestand von Rheinmetall liegt bereits bei rund 80 Milliarden Euro.

Unter Anlegern stößt diese Erwartung auf Skepsis. Nutzer @Engin hält den Arminius-Auftrag für einen bloßen Wunsch, der sich nicht erfüllen werde. @Alex_KL verweist darauf, dass die Beschaffung seit Jahren als dringlich gelte, sichtbare Fortschritte aber rar geblieben seien. Nutzer @Ruuudi wiederum forderte eine Begründung für solche Prognosen ein.

Kurs binnen eines Jahres nahezu halbiert

Die Zurückhaltung spiegelt sich im Chart: Vor einem Jahr notierte die Aktie noch bei knapp 1.971 Euro, seither hat sie rund 49 Prozent eingebüßt. Das Zwölfmonatstief liegt bei 929,50 Euro. Auch im Wochenvergleich steht ein Minus von gut 2,5 Prozent, nachdem das Papier vor sieben Tagen noch bei 1.028 Euro gehandelt worden war. Der Kampf um die runde Tausendermarke prägt inzwischen den Handel – und aus Sicht einiger Aktionäre auch die Kaufbereitschaft.

Ich habe das Gefühl, hier ist sehr viel Angst vor weiteren Verlusten bei Kauf dabei - ist halt mit 1000 EUR / Anteil auch ne sehr hochpreisige Aktie, da sitzt Geld nicht mehr so locker

Ein wiederkehrendes Muster beschreibt @alevi: Seit Wochen lege die Aktie zu Handelsbeginn zunächst zu, ehe Verkäufe die Gewinne wieder aufzehrten – zumal die Erholungen von geringem Volumen getragen würden. Ob die Tausendermarke hält, könnte kurzfristig von der Stimmung im gesamten Rüstungssektor abhängen. Mittelfristig dürfte vor allem eine Entscheidung über Arminius darüber mitbestimmen, ob sich die Lücke zwischen gut gefülltem Auftragsbuch und schwachem Kursverlauf schließen könnte.

Bn-Redaktion/sb
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