Elliott stellt sich gegen T-Mobile-Fusion

Telekom-Aktie springt an 04.09.2026, 11:43 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Elliott stellt sich gegen T-Mobile-Fusion: Telekom-Aktie springt an
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DAX 26.076,00 PKT +0,21 % Lang & Schwarz
US Tech 100 29.634,65 PKT +0,54 % Ariva Indikation
T-Mobile US 161,67 EUR ±0,00 % Baader Bank

Elliott sorgt für Bewegung bei der Telekom

Der aktivistische Investor Elliott hat offenbar eine größere Beteiligung an der Deutschen Telekom aufgebaut. Wie hoch der Anteil genau ausfällt, ist bislang unklar. Elliott soll sich gegen eine Fusion des DAX-Konzerns mit der US-Tochter T-Mobile US aussprechen und stattdessen andere Möglichkeiten zur Steigerung des Unternehmenswerts bevorzugen. Dazu zählen umfangreichere Aktienrückkäufe. Die Nachricht sorgte für deutlichen Rückenwind. Die Telekom-Aktie gewann in der Spitze rund zwei Prozent und stieg über 29 Euro. Auch T-Mobile US hatte zuvor an der Wall Street zugelegt.

Zweifel an der geplanten Fusion

Über einen möglichen Zusammenschluss von Deutscher Telekom und T-Mobile US wird seit Monaten spekuliert. Gemeinsam kämen beide Unternehmen derzeit auf einen Börsenwert von rund 313 Milliarden Euro. Damit würde der weltgrößte Telekommunikationskonzern entstehen. Analysten und Anleger beurteilen die Pläne allerdings skeptisch. Insbesondere wird bezweifelt, dass eine Fusion den Unternehmenswert tatsächlich steigern würde. Auch US-Investoren könnten wenig Interesse daran haben, sich dadurch stärker an einem europäischen Unternehmen mit vergleichsweise schwachem Wachstum zu beteiligen.

Analyst sieht strategische Probleme

JPMorgan-Analyst Akhil Dattani hält ein Engagement eines aktivistischen Investors bei der Deutschen Telekom grundsätzlich für nachvollziehbar. Er bewertet die Aktie mit „Overweight“ und sieht die Bewertung trotz attraktiver Gewinnsteigerungen als extrem günstig an. Gleichzeitig belaste ein einzigartiger „Cocktail strategischer Probleme“ den Kurs. Auch der mögliche Zusammenschluss mit T-Mobile US sei so komplex, dass sich eine breite Front dagegen gebildet habe. Für eine Neubewertung müsse die Telekom ihre künftige Beziehung zur US-Tochter überzeugend erklären.

T-Mobile US verliert an Glanz

T-Mobile US hat an der Nasdaq deutlich an Stärke verloren. Seit dem Rekordhoch von etwas mehr als 276 Dollar, umgerechnet ungefähr 237 Euro, Anfang März vergangenen Jahres fiel die Aktie um rund ein Drittel. Als Belastungsfaktoren gelten der Wettbewerb mit Satellitenbetreibern, der intensive Mobilfunkmarkt, die Schwäche im Glasfasersegment sowie bevorstehende Auktionen für Mobilfunkfrequenzen. Parallel sank die Telekom-Aktie seit ihrem Mehrjahreshoch von fast 36 Euro um rund ein Fünftel.

T-Mobile bleibt entscheidend für die Bewertung

Der Börsenwert der Deutschen Telekom liegt bei rund 140 Milliarden Euro. Das 54-prozentige Paket an T-Mobile US ist umgerechnet gut 90 Milliarden Euro wert und macht damit etwa zwei Drittel der Telekom-Bewertung aus. Im März 2025 waren es noch rund 80 Prozent. Gleichzeitig bleibt das Marktumfeld angespannt. Zins- und Inflationssorgen halten den DAX unter 26.000 Punkten. Thomas Altmann von QC Partners warnt vor zu hohen Erwartungen und verweist auf die weiterhin geschlossene Straße von Hormus sowie die Entfernung von einem dauerhaften Frieden.

Bn-Redaktion/ar
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