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Gold in der Windel

Wertvoller Fund am Flughafen 05.07.2026, 13:32 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Gold in der Windel: Wertvoller Fund am Flughafen
© Midjourney
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Name Aktuell Diff. Börse
Gold 4.174,91 USD ±0,00 % Forex

Schmuck im Wert von 20.000 Euro

Ein Mann aus Kleve wollte am Flughafen Köln/Bonn mit mehr als 200 Gramm Gold, acht Armreifen und einem Paar Goldohrringen durch den grünen Ausgang gehen. Die Ware stammte aus einem Nicht EU Staat, für den eine Freigrenze von 430 Euro gilt. Der Wert des Goldschmucks lag mit rund 20.000 Euro deutlich darüber.

Gold in Babywindeln versteckt

Besonders ungewöhnlich war das Versteck. Der Goldschmuck befand sich in Babywindeln. Jens Ahland vom Hauptzollamt Köln sagte dazu: "Dass Schmuggler versuchen, Goldschmuck oder Goldmünzen im Gepäck verstecken - zwischen Bekleidung, eingewickelt in Alufolie oder Tennissocken - verwundert die Zollbeamten am Köln/Bonner Flughafen längst nicht mehr. Aber in Babywindeln versteckter Goldschmuck im Wert von rund 20.000 Euro ist schon sehr außergewöhnlich."

Abgaben von mehr als 4.300 Euro

Noch vor Ort wurde gegen den Mann ein Steuerstrafverfahren eingeleitet. Die Einfuhrabgaben wurden auf mehr als 4.300 Euro festgesetzt. Da der arbeitslose Reisende den Betrag nicht zahlen konnte, beschlagnahmte der Zoll den Schmuck als Sicherheit. Nach Abschluss der Ermittlungen muss er mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen.

Goldpreis fällt deutlich zurück

Auch an den Finanzmärkten steht Gold unter Druck. Der Preis fiel zeitweise unter 4.000 US-Dollar je Unze, umgerechnet rund 3.500 Euro. Seit dem Rekordhoch von knapp 5.595 US-Dollar, etwa 4.890 Euro, hat Gold rund 29 Prozent verloren. Goldman Sachs senkte die Prognose zum Jahresende von 5.400 US-Dollar auf 4.900 US-Dollar je Unze, also von rund 4.720 Euro auf etwa 4.280 Euro.

Anleger ziehen Geld aus Gold ab

Belastet wird Gold durch die Erwartung einer restriktiveren Geldpolitik der US-Notenbank, einen starken US-Dollar und die Entwicklung im Nahen Osten. Höhere Zinsen machen verzinsliche Anlagen wie US-Staatsanleihen attraktiver, während Gold keine laufenden Erträge bringt. Zudem ziehen Anleger Geld aus Goldfonds ab und schichten verstärkt in KI-Aktien, Chiphersteller und den Rekordbörsengang von SpaceX um. Gleichzeitig bleiben Zentralbankkäufe und niedrige Goldquoten in vielen Portfolios wichtige Argumente für das Edelmetall.

Bn-Redaktion/ar
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