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KI-Boom unter Druck

Asiens Börsen brechen ein – droht dem DAX die nächste Verkaufswelle? 15.10.2026, 09:04 Uhr Jetzt kommentieren: 1

KI-Boom unter Druck: Asiens Börsen brechen ein – droht dem DAX die nächste Verkaufswelle?
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Asien übernimmt die Verluste

Der Nikkei verlor zeitweise knapp 5 Prozent auf 64.525 Punkte. Auch der Shanghai Composite gab mit 2 Prozent deutlich nach, während der Hang Seng 1,5 Prozent einbüßte. Die schwachen Vorgaben kamen aus den USA: Dort hatte der Nasdaq Composite am Mittwoch 2 Prozent verloren. Besonders Technologieaktien standen unter Druck, bevor sich die Verkaufswelle in Asien fortsetzte.

Beim DAX bleibt ein Nutzer gelassen

IG Markets taxierte den DAX im frühen Ausblick knapp 0,3 Prozent niedriger auf 25.227 Punkte – eine vorbörsliche Indikation, noch kein Ergebnis des regulären Handels. „Dow und Dax Felsenfest“, kommentierte ein Nutzer auf Börsennews. Seine Einschätzung steht für Gelassenheit angesichts der internationalen Turbulenzen. Eine Garantie, dass der deutsche Leitindex im weiteren Tagesverlauf vergleichsweise stabil bleibt, ergibt sich daraus nicht.

KI-Zweifel wecken alte Erinnerungen

Anleger hinterfragen zunehmend, ob sich die enormen Investitionen in KI-Rechenzentren und deren Zulieferer rechnen. Diese Skepsis findet sich auch im Forum: „Das erinnert doch langsam an UMTS“, schreibt ein Nutzer im Zusammenhang mit einem Bericht über mögliche Abschreibungen im KI-Bereich. Der Vergleich ist eine persönliche Einschätzung, keine gesicherte Prognose. Die ausgewählten Beiträge bilden zudem kein repräsentatives Stimmungsbild ab.

US-Inflation verschärft die Zinssorgen

Zusätzlichen Druck erzeugten die US-Verbraucherpreise: Sie lagen im September 3,7 Prozent über dem Vorjahresmonat. Höhere Treibstoff- und Rohstoffkosten erschweren die Inflationsbekämpfung. Damit bleibt eine weitere Zinserhöhung der Fed ein Risiko. Gerade für Technologieunternehmen könnten höhere Finanzierungskosten zum Problem werden. Neben den Wachstumsaussichten rückt deshalb stärker die Frage in den Mittelpunkt, wie teuer sich die Unternehmen ihr Wachstum erkaufen. 

Können die Chipkonzerne gegensteuern?

Ein Gegengewicht könnten die Unternehmenszahlen liefern. ASML meldete am Mittwoch steigende Umsätze und Gewinne sowie einen zuversichtlicheren Jahresausblick. TSMC hatte für das dritte Quartal bereits rund 46,7 Milliarden Dollar Umsatz gemeldet, 50 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im morgendlichen Ausblick standen nun Gewinn und Prognose im Fokus: Können die Geschäftszahlen das Vertrauen in die Tragfähigkeit des KI-Booms stärken?

Bn-Redaktion/lh
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