KI-Wende und Rüstungsboom

SAP plötzlich wieder im Fokus 20.04.2026, 16:07 Uhr Jetzt kommentieren: 0

SAP Firmensitz in Walldorf
© SAP SE / Stephan Daub
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SAP 151,52 EUR -1,66 % Baader Bank

Stimmung dreht nach kräftiger Erholung


Nach einem deutlichen Rücksetzer hat die SAP-Aktie zuletzt einen bemerkenswerten Turnaround hingelegt. Vom Tief bei rund 137 EUR, was einem Rückgang von etwa 55 % vom Top entspricht, stieg der Kurs zwischenzeitlich auf 158 EUR. Diese Bewegung deutet auf wachsendes Vertrauen am Markt hin. Vor allem mit Blick auf den 23. April, wenn die Zahlen für das erste Quartal vorgelegt werden, positionieren sich Investoren neu.


Erwartungen vor den Quartalszahlen im Fokus


Die Prognosen sind klar umrissen. Für das erste Quartal wird ein Gewinn von etwa 1,64 EUR je Aktie erwartet. Im Gesamtjahr sollen es 7,19 EUR werden, bei einem Umsatzanstieg von 9 bis 10 % auf über 40 Mrd. EUR. Gleichzeitig bleibt die Einstufung der US-Bank JPMorgan vorsichtig. Das Kursziel liegt bei 175 Euro mit einem neutralen Votum. Analyst Toby Ogg erwartet, dass CEO Christian Klein die Aussage zu möglichen kurzfristigen Belastungen näher erläutern muss.


KI-Strategie sorgt für neue Fantasie


Ein zentraler Treiber der jüngsten Kursbewegung ist die Neuausrichtung im Bereich Künstliche Intelligenz. SAP setzt künftig auf eine nutzungsabhängige Preisgestaltung für KI-Anwendungen. Dieses Modell könnte zunächst auf die Margen drücken, eröffnet jedoch langfristig erhebliches Potenzial. Konkrete Prognosen zu den finanziellen Auswirkungen vermeidet das Management bislang. Dennoch hat die Ankündigung Spekulationen über neue Erlösquellen entfacht. Der Konsens auf der Plattform LSEG Refinitiv liegt bei 230 EUR und basiert auf 25 Kaufempfehlungen.


Rüstungsindustrie wird zum Wachstumstreiber


Parallel entwickelt sich ein weiteres Geschäftsfeld dynamisch. Laut CEO Christian Klein ist die Verteidigungsindustrie mittlerweile die am schnellsten wachsende Sparte des Konzerns. Rund 10% des Umsatzes stammen bereits aus diesem Bereich. Hintergrund sind weltweit steigende Militärbudgets und ein wachsender Bedarf an moderner Software und KI-Lösungen. SAP arbeitet unter anderem an der Modernisierung von Systemen der Bundeswehr, auch wenn es dabei zeitweise zu Verzögerungen durch Softwarefehler kam.


Zwischen kurzfristigem Druck und langfristiger Chance


SAP steht damit an einem entscheidenden Punkt. Kurzfristige Unsicherheiten durch den Strategiewechsel treffen auf langfristige Wachstumschancen in KI und Verteidigung. Die kommenden Aussagen des Managements dürften entscheidend sein, ob die jüngste Rally Bestand hat oder erneut Zweifel aufkommen.

Bn-Redaktion/tb
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