Commerzbank am Ende?

Gewinnt UniCredit den Übernahmekampf? 20.04.2026, 14:41 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Commerzbank Hochhaus schwarz-weiß
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Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Commerzbank 36,84 EUR +2,99 % Lang & Schwarz
UniCredit 68,29 EUR -5,23 % Baader Bank

Scharfe Kritik an Strategie und Leistung


UniCredit-Chef Andrea Orcel greift die Commerzbank ungewöhnlich deutlich an. „Die Geschichte der Commerzbank ist die Geschichte von dauerhafter unterdurchschnittlicher operativer Leistung“, sagte er. Die strukturellen Schwächen seien zuletzt nur durch günstige Rahmenbedingungen und risikoreicheres internationales Wachstum überdeckt worden. Auch in einer aktuellen Präsentation spricht UniCredit von „strukturellen Schwächen“, die lediglich „maskiert“ würden.


Zweifel am internationalen Kurs


Besonders kritisch sieht Orcel die Strategie „Momentum“. Diese erhöhe nicht die Wettbewerbsfähigkeit im deutschen Kerngeschäft, sondern setze auf ein „Weiter so“. Das internationale Kreditgeschäft sei „oversized“ und „inefficient“. UniCredit fordert stattdessen eine stärkere Fokussierung auf Deutschland und Polen. Ohne Anpassungen bleibe die Bank anfällig für riskante Geschäfte außerhalb ihres Kerngeschäfts.


Umbaupläne und ehrgeizige Ziele


Im Fall einer Übernahme plant UniCredit einen tiefgreifenden Umbau. Weitere Restrukturierungen seien „unvermeidlich“, so Orcel. Langfristig könnte eine Integration mit der HypoVereinsbank folgen. Die Ziele sind ambitioniert: Bis 2030 könnte ein gemeinsamer Nettogewinn von 21 Milliarden Euro erreicht werden. Die Eigenkapitalrendite soll auf rund 25 Prozent steigen und das Verhältnis von Kosten zu Erträgen auf 30 Prozent sinken.


Übernahmeangebot und Widerstand


UniCredit hält inzwischen knapp 30 Prozent an der Commerzbank und will Anfang Mai ein Übernahmeangebot vorlegen. Dieses soll rund 35 Milliarden Euro umfassen, jedoch ohne nennenswerte Prämie. Die Bundesregierung sowie das Management der Commerzbank lehnen den Vorstoß ab. Gespräche zwischen beiden Seiten blieben bislang ergebnislos. Die Bank sieht kein ausreichendes Wertschöpfungspotenzial für ihre Aktionäre.


Unsicherheit für Anleger und Branche


Auch regulatorische Fragen spielen eine Rolle. Die EZB prüft strengere Kapitalanforderungen, sollte UniCredit die Beteiligung weiter erhöhen. Gleichzeitig signalisiert Orcel Verhandlungsbereitschaft und könnte das Angebot „mildly“ verbessern. Dennoch bleibt die Lage angespannt. Für den europäischen Bankensektor könnte der Ausgang richtungsweisend sein, während Commerzbank-Aktien zuletzt leicht zulegten.

Bn-Redaktion/tb
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