Krise bei Ford

EV-Pläne vs. Rückruf-Serie 29.08.2025, 17:46 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Krise bei Ford: EV-Pläne vs. Rückruf-Serie
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Rückrufserie sorgt für Vertrauensverlust

Ford steht im Jahr 2025 im Mittelpunkt einer beispiellosen Rückrufwelle. Allein im laufenden Jahr musste der Konzern weltweit mehr als 8 Millionen Fahrzeuge zurückrufen – ein neuer Negativrekord, der Ford den Titel „King of Recalls“ eingebracht hat. Besonders betroffen sind Modelle aus der F-Serie sowie der elektrische Mustang Mach-E. Die Kosten dieser Rückrufe werden auf über 4 Milliarden USD geschätzt, was die ohnehin knappen Margen weiter schmälert.

Aktuelle Geschäftslage

Im zweiten Quartal 2025 erzielte Ford einen Umsatz von 44,3 Milliarden USD, was einem Plus von 6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Doch der operative Gewinn sank auf 1,7 Milliarden USD, belastet durch Qualitätsprobleme und steigende Kosten in der Produktion. Damit liegt die operative Marge nur noch bei 3,8 %, weit entfernt von den zweistelligen Renditen, die Wettbewerber wie Tesla oder Toyota erzielen.

Elektromobilität als Hoffnungsträger

Trotz der Probleme setzt Ford große Hoffnungen auf seine Elektrosparte. Das BlueOval Charge Network, ein Schnellladenetz mit über 15.000 Ladepunkten in den USA, soll EV-Kunden mehr Komfort bieten. Außerdem hat der Konzern den legendären Ford Capri neu aufgelegt – diesmal als vollelektrisches Crossover-Modell. Erste Tests bescheinigen dem Fahrzeug solide Reichweiten von rund 480 Kilometern, doch Kritiker zweifeln, ob es gegen die wachsende Konkurrenz aus China bestehen kann.

Stellenabbau und globale Unsicherheit

Parallel kämpft Ford mit schwächelnden Märkten. In Südafrika kündigte das Unternehmen den Abbau von über 400 Stellen an, was die Unsicherheit unter den Beschäftigten weiter schürt. CEO Jim Farley räumte ein, dass Ford „nicht im Takt mit den Wettbewerbern“ sei. Diese ehrliche, aber ernüchternde Einschätzung zeigt: Der Umbauprozess wird länger dauern, als ursprünglich erwartet.

Kursentwicklung und Bewertung

Mit 10,05 EUR notiert die Aktie nahe ihrem Jahrestief. Seit Jahresbeginn hat sie rund 23 % verloren und liegt deutlich hinter der Performance des S&P 500 zurück. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis beträgt aktuell nur 7, was auf eine günstige Bewertung hindeutet – allerdings spiegelt dies auch die Sorgen der Investoren über die Zukunftsfähigkeit wider.
Analysten sind gespalten: Während einige den niedrigen Kurs als Einstiegsgelegenheit sehen, warnen andere vor anhaltenden Risiken durch Qualitätsprobleme.

Ausblick

Der Konzern muss dringend beweisen, dass er sowohl die Qualitätsprobleme in den Griff bekommt als auch im EV-Markt Fuß fasst. Ohne nachhaltige Fortschritte dürfte das Vertrauen der Anleger weiter schwinden. Erst wenn die Rückrufwelle abebbt und die Elektrosparte schwarze Zahlen schreibt, könnte sich die Aktie stabilisieren und in Richtung 12 EUR bewegen.

Community-Stimmung

Im Forum zeigt sich eine gespaltene Stimmung. Einige Anleger halten an Ford fest: „Bei 10 Euro sehe ich Kaufkurse, langfristig kommt die Wende.“ Andere sind ernüchtert: „Ford schafft es einfach nicht, die Probleme abzustellen.“ Besonders oft genannt wird die Rückrufserie, die als Symptom tieferliegender struktureller Schwächen gesehen wird.
Einigkeit besteht darüber, dass Geduld gefragt ist – und Ford seine Glaubwürdigkeit erst zurückgewinnen muss.

Bn-Redaktion/pl
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