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Lufthansa-Krise

1.000 Flüge plötzlich gestrichen 29.04.2026, 11:30 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Lufthansa
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Harte Einschnitte: CityLine-Aus trifft Zubringernetz massiv

Nach dem vorläufigen Ende der Streiks rücken bei der Lufthansa die strukturellen Probleme wieder in den Vordergrund. Mitte April zog der Konzern einen drastischen Schritt: Die Regionaltochter CityLine wurde weitgehend stillgelegt, 27 Flugzeuge dauerhaft aus dem Betrieb genommen. Die Folge sind rund 1.000 gestrichene wöchentliche Zubringerflüge an den Drehkreuzen Frankfurt und München.

Als zentrale Ursachen nennt das Management die stark gestiegenen Kerosinpreise sowie die anhaltenden Tarifkonflikte. Für die rund 1.300 betroffenen Mitarbeiter beginnt nun eine schwierige Phase. Interessenausgleich und Sozialplan müssen ausgehandelt werden, während die Gewerkschaft Ufo umfassende tarifliche Sicherheiten fordert. Arbeitnehmervertreter kritisieren, dass Beschäftigte möglicherweise nur zu schlechteren Konditionen innerhalb des Konzerns weiterbeschäftigt werden sollen.

Tarifkonflikte bleiben ungelöst: Schlichtung ohne Ergebnis

Parallel zur Restrukturierung bleibt auch die Auseinandersetzung mit den Piloten ungelöst. Ein erster Versuch, Sondierungsgespräche mit der Vereinigung Cockpit zu führen, scheiterte. Beide Seiten konnten sich nicht auf gemeinsame Schwerpunkte für eine mögliche Schlichtung verständigen. Streitpunkte sind insbesondere die betriebliche Altersversorgung sowie Vergütungsmodelle in einzelnen Konzerneinheiten.

Zwar hat die Gewerkschaft weitere Streikmaßnahmen kurzfristig ausgeschlossen, doch die Entspannung ist fragil. Die aktuelle Verhandlungspause verschafft Passagieren lediglich eine temporäre Atempause. Sollte keine Einigung erzielt werden, droht eine neue Streikwelle — und das in einem wirtschaftlich ohnehin angespannten Umfeld.

Explodierende Kerosinpreise erzwingen tiefgreifenden Umbau

Der eigentliche Treiber der drastischen Maßnahmen liegt in den Energiepreisen. Seit Beginn des Nahost-Krieges haben sich die Kerosinkosten laut Unternehmensangaben mehr als verdoppelt. Zwar hat Lufthansa Teile ihres Bedarfs abgesichert, doch der verbleibende Anteil wirkt sich zunehmend belastend auf die Margen aus.


Vor diesem Hintergrund markiert das Aus der CityLine lediglich den Auftakt eines umfassenden Umbaus. Bereits für den späten Herbst plant der Konzern weitere Einschnitte: Mehrere Langstreckenflugzeuge von Boeing und Airbus sollen über den Winter stillgelegt werden.

An der Börse zeigt sich die Unsicherheit deutlich. Die Lufthansa-Aktie verlor auf Wochensicht mehr als sieben Prozent. Bis zum Start des neuen Sommerflugplans am 1. Juni steht das Management unter Druck, tragfähige Lösungen zu präsentieren. Entscheidend wird sein, wie die entstandenen Lücken im Zubringernetz geschlossen und gleichzeitig neue Eskalationen mit dem fliegenden Personal vermieden werden.

Bn-Redaktion/aw
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