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Geheime China-Deals? Whistleblower packt aus 10.03.2025, 15:36 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Whistleblower erhebt schwere Vorwürfe

Ein explosiver Bericht sorgt für Wirbel: Meta soll jahrelang versucht haben, sich den Zugang zum chinesischen Markt zu erkaufen – selbst um den Preis der Zensur. Wie die Washington Post berichtet, geht aus einer Whistleblower-Beschwerde hervor, dass der Tech-Gigant bereit war, kritische Inhalte zu unterdrücken und sich den Vorgaben Pekings anzupassen. Die Enthüllung basiert auf Aussagen von Sarah Wynn-Williams, einer ehemaligen globalen Politikdirektorin von Meta.

Bereits 2009 wurden Meta und andere Tech-Riesen wie Google und Twitter (heute X) in China blockiert. Dennoch soll Meta intern an einer speziellen Zensurlösung gearbeitet haben. Besonders brisant: Angeblich war sogar die Einstellung eines "Chefredakteurs" geplant, der politische Inhalte nach den Vorgaben der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) steuern und Plattformen im Ernstfall komplett abschalten könnte.

Zuckerberg und China: Vom Mandarin-Lernen zur Kehrtwende

Der Bericht legt nahe, dass Mark Zuckerberg persönlich bereit war, weitreichende Zugeständnisse zu machen. So soll er sogar überlegt haben, einen prominenten chinesischen Dissidenten in den USA mundtot zu machen, um sich Pekings Wohlwollen zu sichern. Sein intensives Werben um einen Markteintritt umfasste Mandarin-Sprachkurse, Auftritte mit hochrangigen chinesischen Funktionären und zahlreiche politische Manöver.

Doch 2019 kam die Wende: Zuckerberg begann, öffentlich vor Chinas Einfluss auf das Internet zu warnen. Meta unterstützt inzwischen aktiv Organisationen, die gegen chinesische Tech-Konzerne wie ByteDance (Muttergesellschaft von TikTok) vorgehen. Meta-Manager Joe Kaplan betonte kürzlich, dass das Unternehmen mit der US-Regierung zusammenarbeite, um globale KI-Standards auf Basis westlicher Werte zu formen – und nicht auf Basis von Chinas Vorgaben.

Aktien unter Druck – Meta weist Vorwürfe zurück

Meta weist die Anschuldigungen als veraltet zurück. Ein Sprecher erklärte, dass die Bemühungen um den China-Markteintritt bereits 2019 eingestellt wurden. Zudem stamme die Whistleblowerin aus dem Unternehmen, sei aber schon seit acht Jahren nicht mehr dort tätig.

Dennoch hinterlässt der Bericht offene Fragen: Wie weit war Meta wirklich bereit zu gehen, um sich den Zugang zum weltweit größten Internetmarkt zu sichern? Und welche Rolle spielen wirtschaftliche Interessen, wenn es um den Schutz demokratischer Werte geht?

Auch an der Börse hinterlässt die Affäre Spuren. Die Meta-Aktie setzt ihre Talfahrt fort und verliert aktuell rund 1,5 Prozent auf 567,90 Euro. Neben der allgemeinen Marktschwäche könnten die neuen Enthüllungen zusätzliche Unsicherheit unter Anlegern gesät haben.

Bn-Redaktion/aw
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