Meta sichert Einfluss

KI-Modelle jetzt bei US-Behörden 24.09.2025, 15:16 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Wie Meta seine politische Flanke absichert

Während viele Blicke auf die Innovationsschlacht zwischen OpenAI und Google gerichtet sind, verfolgt Meta unter der Führung von Mark Zuckerberg eine deutlich breiter angelegte Strategie – und greift nun offen in die politische Arena ein. Mit dem neu gegründeten Super-PAC namens „American Technology Excellence Project“ will Meta gezielt Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse in den USA nehmen. Das Ziel ist klar: Unterstützt werden sollen Kandidaten auf Bundesstaatenebene, die innovationsfreundlich gegenüber KI und Tech-Konzernen eingestellt sind.

Die Sorge im Hintergrund: Ein unkoordiniertes Regelwerk auf US-Staatenebene könnte Metas langfristige Ambitionen in der KI-Entwicklung gefährden. Der Super-PAC wird von einem bipartisischen Team geführt – ein Signal an beide politische Lager, dass Meta seine Interessen breit absichern will. Die Dimension dieser Maßnahme zeigt, dass es nicht nur um Technologie, sondern um die Gestaltung zukünftiger Spielregeln im KI-Zeitalter geht.

Llama auf Regierungskurs - Metas KI dringt bis nach Washington vor

Gleichzeitig sichert sich Meta direkten Zugang zu den Machtzentren der US-Regierung – diesmal nicht über Lobbyarbeit, sondern durch Technologieintegration. In einer bislang wenig beachteten Entwicklung gab die US-Beschaffungsbehörde GSA bekannt, mit Meta eine Kooperation zur Nutzung der Llama-KI-Modelle eingegangen zu sein. Diese sollen künftig im sogenannten OneGov-Framework zum Einsatz kommen, das den zentralisierten Zugang zu digitalen Tools für Bundesbehörden ermöglicht.

Diese Entscheidung hat Signalwirkung: Metas Open-Source-Ansatz trifft hier auf staatliches Interesse an flexibler, kontrollierbarer KI-Infrastruktur. Behörden können so auf Metas Technologie zugreifen, ohne langwierige Einzelverträge abschließen zu müssen. Doch damit nicht genug – Meta öffnete seine Llama-Modelle parallel auch für US-Verbündete in Europa und Asien sowie für die NATO. Besonders im Bereich der nationalen Sicherheit sieht das Unternehmen offenbar eine strategische Anwendung seiner Modelle.

Milliarden für Rechenpower: Meta verhandelt Mega-Cloud-Deal mit Oracle

Für diese globale KI-Expansion braucht Meta eines vor allem: gigantische Rechenleistung. Laut einem Bericht von Reuters steht das Unternehmen daher kurz vor einem Cloud-Deal mit Oracle im Volumen von rund 20 Milliarden Dollar. Ein solcher Vertrag würde Metas Infrastruktur für das Training zukünftiger LLM-Generationen massiv stärken – sowohl in Umfang als auch in Geschwindigkeit. Der Zugriff auf zusätzliche Rechenzentren wäre für Meta ein entscheidender Schritt, um sich im internationalen KI-Rennen weiterhin behaupten zu können.

Die Börse reagierte jedoch verhalten: Am Dienstag notierte die Meta-Aktie bei 639,40 Euro – rund 10 Prozent unter dem Jahreshoch vom Februar. Angesichts der jüngsten Investitionsoffensive stellt sich für Anleger die Frage, ob der Konzern mit seiner Open-Source-Strategie und dem politischen Vorstoß den richtigen Ton trifft – oder ob das alles nur von einem verlangsamten Innovationstempo ablenkt.

Denn im Gegensatz zu Google oder OpenAI, die stärker auf geschlossene Modelle setzen, wählt Meta bewusst einen offenen Weg – gepaart mit aggressivem Lobbying. Ob sich dieser Ansatz auszahlt, dürfte spätestens das kommende Quartalsergebnis Ende Oktober zeigen. Bis dahin bleibt Metas Strategie eine Wette auf Einfluss, Skalierung – und auf die Zukunft der künstlichen Intelligenz.

Bn-Redaktion/aw
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