Meta unter Druck

Frankreich sperrt Social Media für Teens 27.01.2026, 13:25 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Social Media Bann
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Frankreich macht ernst – Social Media für Jugendliche bald tabu?

Mit einem Paukenschlag hat Frankreichs Nationalversammlung am Montag ein Gesetz verabschiedet, das Social-Media-Plattformen für Kinder unter 15 Jahren vollständig sperren soll – und zwar ohne Ausnahmen. Eine ursprünglich geplante Regelung, die elterliche Zustimmung erlauben sollte, wurde in letzter Minute gestrichen. Präsident Emmanuel Macron drängt auf eine rasche Umsetzung des Verbots bereits zum 1. September: „Ab dann werden unsere Kinder und Jugendlichen endlich geschützt sein“, erklärte er auf X (ehemals Twitter).

Konkret genannt werden die betroffenen Plattformen im Gesetzestext zwar nicht, doch klar ist: Dienste wie Instagram, TikTok und Snapchat dürften im Fokus stehen. Ausgenommen sind lediglich Enzyklopädien, Bildungsportale und private Messenger. Ob das Vorhaben im französischen Senat Bestand haben wird, bleibt offen – ebenso die Frage, ob das neue Gesetz mit geltendem EU-Recht vereinbar ist. Bereits ein ähnlicher Versuch vor einigen Jahren war daran gescheitert.

Internationaler Rückenwind für strengere Altersgrenzen

Frankreich ist nicht allein mit seinem Kurs: Immer mehr Länder verschärfen die Regeln rund um Social Media und Jugendliche. Australien untersagt den Zugang bereits für Unter-16-Jährige, Großbritannien und Dänemark arbeiten an vergleichbaren Gesetzen mit Altersgrenzen von 16 bzw. 15 Jahren. Auch in Deutschland nimmt die Diskussion über Kinder- und Jugendschutz im Netz wieder Fahrt auf.

Für Tech-Giganten wie Meta ist dieser Trend ein klarer Warnschuss. Gerade bei jungen Nutzern bauen Plattformen wie Instagram oder Facebook frühzeitig Reichweite und langfristige Kundenbindungen auf. Ein Verlust in dieser Zielgruppe könnte strategisch schmerzhaft sein – insbesondere in etablierten Märkten wie Europa, wo Nutzerzahlen ohnehin stagnieren.

Neue Premium-Abos: Meta setzt auf zahlende Kunden

Während der politische Druck wächst, verfolgt Meta eine neue Strategie zur Monetarisierung seiner Dienste: Der Konzern testet aktuell Premium-Abonnements auf Instagram, Facebook und WhatsApp. Ein Sprecher bestätigte gegenüber TechCrunch, dass zahlende Nutzer Zugang zu exklusiven Funktionen sowie erweiterten KI-Werkzeugen erhalten sollen.

Im Mittelpunkt steht dabei die Integration der im Dezember übernommenen KI-Plattform Manus, für die Meta rund zwei Milliarden Dollar auf den Tisch gelegt hat. Die geplanten Zusatzfunktionen zielen offenbar auf Creator, Business-Kunden und Power-User – also Nutzergruppen mit hoher Aktivität und Monetarisierungspotenzial.

Mit dem Schritt entfernt sich Meta weiter vom reinen Werbemodell und versucht, sich unabhängiger von der Konjunkturabhängigkeit der Anzeigenmärkte zu machen. Ob Nutzer allerdings bereit sind, für ehemals kostenlose Dienste nun zu zahlen, ist fraglich – zumal sich vergleichbare Modelle bei anderen Tech-Plattformen bislang nur zögerlich durchgesetzt haben.

Börse bleibt gelassen – noch

Im vorbörslichen US-Handel legte die Meta-Aktie leicht um 0,34 Prozent auf 674,67 US-Dollar zu. Die Reaktion fiel damit zurückhaltend, aber nicht negativ aus. Anleger scheinen die Einnahmeoffensive über Premium-Abos derzeit optimistischer zu bewerten als die regulatorischen Risiken, die sich aus den neuen Altersbeschränkungen ergeben könnten. Spannend bleibt, ob das französische Gesetz in Kraft tritt – und ob es Schule macht.

Bn-Redaktion/aw
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