Milliardenchance durch Krieg

Kann die Airline hier profitieren? 06.03.2026, 17:38 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Flugzeug
© Bild von Mathew Browne auf Pixabay
Lufthansa nutzt geopolitische Krise

Der globale Luftverkehr verschiebt sich spürbar. Während Konflikte im Nahen Osten wichtige Drehkreuze ausbremsen, reagieren europäische Airlines mit neuen Strategien. Besonders eine große Fluggesellschaft sieht jetzt Chancen auf stark wachsenden Langstreckenrouten.

Nachfrageboom verändert Streckennetz

Die geopolitische Lage wirkt sich unmittelbar auf internationale Flugverbindungen aus. Durch den Krieg im Iran geraten wichtige Luftfahrt-Drehkreuze im Nahen Osten unter Druck. Gleichzeitig verzeichnet Lufthansa einen deutlichen Anstieg der Buchungen für Ziele in Asien und Afrika.

In den vergangenen Tagen stieg die Nachfrage nach Flügen Richtung Singapur, Indien, China und Südafrika spürbar. Das Unternehmen prüft deshalb zusätzliche Frequenzen auf wichtigen Langstreckenverbindungen. Neue Flüge könnten kurzfristig aufgenommen werden, da Kapazitäten aus ausgesetzten Verbindungen im Nahen Osten frei geworden sind und saisonale Anpassungen im Winterflugplan zusätzlichen Spielraum schaffen.

Konflikt zeigt Schwächen globaler Luftverkehrsrouten

Die aktuelle Situation verdeutlicht aus Sicht des Managements strukturelle Risiken im internationalen Luftverkehr. Vorstandschef Carsten Spohr erklärte: „Der Krieg im Nahen Osten zeigt erneut, wie exponiert der Luftverkehr ist und wie verwundbar er bleibt.“ Besonders kritisch sei die starke Konzentration globaler Flugströme über große Drehkreuze am Golf.

Diese Entwicklung gilt zunehmend als geopolitisches Risiko für Airlines weltweit. Sollten wichtige Hubs ausfallen, verschieben sich Passagierströme schnell in andere Regionen. Europäische und asiatische Fluggesellschaften könnten dadurch Marktanteile gewinnen, nachdem viele Jahre lang Airlines aus der Golfregion stark vom Umsteigeverkehr profitiert hatten.

Neue Langstrecken bereits in Vorbereitung

Zusätzliche Verbindungen könnten schon bald angekündigt werden. Laut Konzernführung sollen innerhalb der nächsten drei Tage neue Flugangebote vorgestellt werden. Dabei stehen Ziele wie Shanghai, Delhi, Kapstadt und Riyadh im Fokus.

Gleichzeitig warnte das Unternehmen vor steigender Unsicherheit für die Branche. Besonders die Energiemärkte reagieren empfindlich auf mögliche Störungen von Lieferketten rund um die Straße von Hormus. Dennoch sieht sich der Konzern vergleichsweise gut vorbereitet. „Wir sind relativ besser gegen stark steigende Preise geschützt“, erklärte Spohr und verwies auf eine Treibstoffabsicherung von rund 80 % für das laufende Jahr.

Gewinne steigen trotz schwieriger Rahmenbedingungen

Trotz geopolitischer Spannungen erwartet der Konzern steigende Ergebnisse. Für 2026 werden Gewinne prognostiziert, die „deutlich über“ denen des Vorjahres liegen sollen. Auch der Umsatz dürfte weiter wachsen.

Bereits 2025 zeigte eine stabile Entwicklung: Das bereinigte operative Ergebnis erreichte 2 Milliarden €, während die Passagier-Airlines der Gruppe zusammen einen operativen Gewinn von 1,1 Milliarden € erzielten – ein Plus von 4 %. Gleichzeitig treibt das Unternehmen umfangreiche Veränderungen voran. Bis 2030 sollen 4.000 Verwaltungsstellen abgebaut werden, während neue Flugzeuge – darunter regelmäßig ausgelieferte Boeing 787 – die Flotte modernisieren und die Kostenstruktur verbessern.

Bn-Redaktion/ts
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