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Nvidia-Chef überrascht

Geheimer Nvidia-Deal mit China? 17.07.2025, 12:47 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Nvidia-Chef Huang lobt chinesische KI-Modelle – und erwartet Milliarden aus Chip-Deal mit China

Beifall für DeepSeek und Co. bei Auftritt in Peking

Jensen Huang, CEO von Nvidia, zeigte sich bei einem hochkarätigen Event in Peking beeindruckt von den jüngsten Fortschritten chinesischer KI-Forschung. Besonders hob er das Open-Source-Modell DeepSeek hervor, das er als „A-plus quality science and A-plus quality engineering“ lobte. Chinesische Entwickler würden laut Huang weltweit führend sein, was die Zahl der veröffentlichten Forschungspapiere betrifft.

Auch weitere KI-Plattformen wie die von Alibaba, Tencent, MiniMax und Baidu bezeichnete Huang als „weltklasse“ – ein Zeichen für die zunehmende technologische Konkurrenzfähigkeit Chinas im globalen KI-Rennen.

US-Lizenzen für Chip-Export nach China in Aussicht

Während seines Besuchs deutete Huang an, dass Nvidia bald die ersten Exportlizenzen für den KI-Chip H20 in die Volksrepublik erhalten werde – ein bemerkenswerter Kurswechsel der US-Regierung unter Donald Trump. Noch vor wenigen Monaten galt die Regel: keine fortgeschrittenen AI-Chips für China.

Sollten die Genehmigungen wie geplant eintreffen, könnten sie Nvidia in diesem Jahr zusätzliche Milliarden-Umsätze sichern. Hintergrund ist eine Neubewertung der Exportpolitik, die nun den Verkauf technisch abgespeckter Chips erlaubt. Auch Konkurrent AMD erhielt entsprechende Zusagen.

Wirtschaftliches Kalkül hinter US-Kehrtwende

Analysten sehen in der plötzlichen Lockerung ein geopolitisches Zugeständnis im Tausch gegen chinesische Zugeständnisse bei Zöllen und dem Zugang zu seltenen Erden. Huang selbst hatte in Washington und auf mehreren Tech-Events vehement gegen die bisherigen Exportbeschränkungen argumentiert.

„Wir müssen warten, bis die Lizenzen offiziell vorliegen“, sagte Huang beim Pekinger Kongress. „Aber ich bin versichert worden, dass der Prozess schnell gehen wird.“ Laut Nvidia ist der Auftragseingang stabil, und man rechne kurzfristig mit Auslieferungen.

Risiken und politische Kritik bleiben bestehen

Trotz der positiven Signale bleiben Risiken bestehen. Der genaue Umfang und die Laufzeit der Exportlizenzen sind bislang unklar. Hinzu kommt, dass China inzwischen stark auf inländische Chip-Alternativen setzt – unter anderem durch Unternehmen wie Huawei.

In den USA sorgt der Kurswechsel für Unmut. Einige Abgeordnete sprechen von einem sicherheitspolitischen Rückschritt. Das Handelsministerium betont jedoch, dass es keine „Topmodelle“ nach China verkaufen lasse: „Wir wollen, dass China weiterhin auf US-Technologie angewiesen ist – aber nicht auf unsere beste.“

Chips als geopolitisches Druckmittel

Der H20-Chip wurde eigens entwickelt, um US-Vorgaben zu entsprechen – mit technischer Drosselung bei Leistung und Speicherzugriff. Dennoch bleibt er attraktiv für chinesische Unternehmen, da er weiterhin Schlüsseltechnologie für KI-Infrastruktur darstellt.

Nvidia dominiert den Markt für KI-Beschleuniger mit einem Anteil von über 90 %. Der Zugang zu diesen Chips entwickelt sich zunehmend zum politischen Instrument – sowohl in Ostasien als auch im Nahen Osten, wo Trump zuletzt milliardenschwere Investitionszusagen einholen konnte.

„Was für ein Job“, kommentierte Trump bei einem Event in Saudi-Arabien in Richtung Huang – mit Seitenhieb auf Apple-CEO Tim Cook: „Tim ist nicht hier. Aber du bist es.“

Bn-Redaktion/ts
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