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NVIDIA

Profis verkaufen - Warum? 22.08.2024, 17:08 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Grafikkarte Nvidia
© Bild von Nana Dua auf Pixabay
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NVIDIA 181,10 EUR -0,61 % Lang & Schwarz

Hedgefonds-Legenden setzen auf Bitcoin statt Nvidia: Das steckt dahinter

Große Umschichtungen in den Portfolios von D.E. Shaw und Point72

David Shaw von D.E. Shaw hat kürzlich 12,1 Millionen Nvidia-Aktien abgestoßen und damit seine Position um beachtliche 52 Prozent reduziert. Im gleichen Atemzug erwarb er 2,4 Millionen Aktien des iShares Bitcoin Trust, was einer massiven Erhöhung seiner Bitcoin-Position um 1.658 Prozent entspricht. Auch Steven Cohen von Point72 Asset Management zeigt ein ähnliches Verhalten: Er verkaufte 409.042 Nvidia-Aktien und senkte damit seine Beteiligung um 16 Prozent. Stattdessen kaufte er 1,6 Millionen Anteile des iShares Bitcoin Trust und wagte damit erstmals den Einstieg in Kryptowährungen.

Bitcoin-ETF sorgt für Hype und historische Performance

Der drastische Anstieg des Bitcoin-Preises im Jahr 2023 hat das Interesse vieler Investoren geweckt. Die Gewinne beschleunigten sich Anfang 2024, nachdem die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) den Handel von Bitcoin-ETFs an US-Börsen freigegeben hatte. Dieser Hype, verstärkt durch das bevorstehende Bitcoin-Halving im April, katapultierte den Preis der größten Kryptowährung auf ein Rekordhoch von über 73.000 US-Dollar im März. Doch die wirtschaftliche Unsicherheit und die anhaltend hohen Zinsen der Federal Reserve brachten den Markt erneut ins Wanken.

Nvidia und die Frage nach der KI-Blase

Trotz der Umschichtungen in den Hedgefonds-Portfolios bleibt Nvidia eine zentrale Figur im KI-Boom. Die Aktie hat sich in den letzten Monaten extrem stark entwickelt, was einige Marktbeobachter zu Spekulationen über eine mögliche Blase veranlasst hat. Michael Kramer von Mott Capital warnte kürzlich vor „blasenähnlichen“ Marktbedingungen, ähnlich denen, die in den Jahren 1998 bis 2000 herrschten. Auch Jeremy Grantham von GMO betonte die Gefahr von überhöhten Bewertungen und erinnerte daran, dass auf hohe Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV) stets eine Phase der Verluste folgte.

Nvidia: Bewertungsfrage bleibt umstritten

Trotz dieser Bedenken sehen viele Analysten Nvidia weiterhin als die vielleicht wichtigste Aktie des Jahres 2024. Das aktuelle KGV von 50 erscheint hoch, liegt jedoch unter dem historischen Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Angesichts der beeindruckenden Nettogewinnmarge von über 50 Prozent und der starken Position im KI-Markt wird erwartet, dass die Gewinne von Nvidia weiter steigen. Dies könnte das KGV in den kommenden Jahren weiter sinken lassen, was auf eine günstigere Bewertung hindeutet.

Spannung vor den Nvidia-Quartalszahlen am 28. August

Die Veröffentlichung der Quartalszahlen am 28. August wird mit Spannung erwartet, da sie einen genaueren Einblick in die Umsatz- und Gewinnentwicklung geben könnte. Die Erwartungen sind hoch, und Analysten werden diese Zahlen genau analysieren, um die zukünftige Kursentwicklung besser einschätzen zu können. Trotz der allgemeinen Vorsicht bezüglich der KI-Branche könnte Nvidia weiterhin von ihrem starken Aufwärtstrend profitieren.

Bn-Redaktion/ts
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