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Nvidia-Zahlen

Investoren stehen mit 7 Mrd. Dollar bereit 28.05.2025, 10:09 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Nvidia
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Nvidia-Zahlen als Katalysator: Startet jetzt die nächste US-Aktienrallye?

Milliarden warten am Spielfeldrand

BBVA-Strategen sehen in einem starken Quartalsbericht von Nvidia Corp. einen möglichen Impulsgeber für einen neuen Aufwärtsschub an den US-Börsen. Laut Analyst Michalis Onisiforou sitzen Investoren derzeit auf etwa 7 Billionen US-Dollar, geparkt in Geldmarktfonds. Institutionelle Investoren wie Hedgefonds und Mutual Funds seien weiterhin deutlich untergewichtet im US-Technologiesektor, so Onisiforou. Auch Commodity Trading Advisors (CTA) hätten aktuell nur eine neutrale Positionierung, während sogenannte Volatilitätssteuerungsfonds noch reichlich Spielraum hätten, um Risiken aufzubauen. „Da institutionelle Anleger bei Aktien weit von Übertreibungsniveaus entfernt sind“, betont Onisiforou, sei das Umfeld günstig, um die Aktienquote zu erhöhen.

Nvidia als KI-Stimmungsbarometer

Der S&P 500 hatte sich seit dem Tief im April dank Hoffnungen auf entspanntere Handelsbeziehungen erholt, brach jedoch in der letzten Woche wegen Sorgen um das US-Haushaltsdefizit und neuer Zollspannungen wieder ein. Nun liegt der Fokus auf Nvidias Zahlen für das erste Quartal, die am Mittwoch veröffentlicht werden. Das Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 3,2 Billionen US-Dollar gilt als Stimmungsindikator für die Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz. Zwar hat sich die Nvidia-Aktie in den letzten sieben Wochen um rund 40 % erholt, doch sie liegt immer noch etwa 14 % unter ihrem Rekordhoch vom Januar. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 28 wird die Aktie derzeit deutlich unter ihrem Fünfjahresdurchschnitt von 40 gehandelt, so Bloomberg-Daten. Dennoch warnt Onisiforou: Der jüngste Kursanstieg habe die Aktie in die Nähe von überkauften Niveaus gebracht – eine Herausforderung für die anstehenden Quartalszahlen.

Schwedisches KI-Megaprojekt: Nvidia an Bord

Parallel kündigte Nvidia am Wochenende eine Partnerschaft mit mehreren schwedischen Unternehmen an, darunter AstraZeneca, Ericsson, Saab, SEB und das Wallenberg-Investmentvehikel. Gemeinsam wollen sie das größte Enterprise-AI-Supercomputing-Projekt Schwedens aufbauen. Nvidia wird zudem sein erstes KI-Technologiezentrum im Land eröffnen, um gemeinsam mit Industriepartnern zu forschen. „Das Land baut seine erste KI-Infrastruktur – ein Fundament für Durchbrüche in Wissenschaft, Industrie und Gesellschaft“, sagte Nvidia-CEO Jensen Huang. Saab will die neuen KI-Methoden nutzen, um die Entwicklung seiner Verteidigungsfähigkeiten zu beschleunigen. Marcus Wallenberg, Vorsitzender von Wallenberg Investments, betonte: „Wir glauben, dass diese Initiative wertvolle Spillover-Effekte erzeugen wird.“ Die Wallenberg-Dynastie, eine schwedische Industriegröße mit Wurzeln im 19. Jahrhundert, zahlt über ihre Stiftungen jährlich mehr als 2,9 Milliarden schwedische Kronen (287 Millionen US-Dollar) an Forschung und Bildung aus.

Neue China-Chips mit Preisvorteil

Auch im wichtigen China-Geschäft bewegt sich Nvidia: Laut Reuters plant das Unternehmen die Markteinführung eines neuen KI-Chips mit der aktuellen Blackwell-Architektur, der günstiger sein soll als das bisherige H20-Modell. Der Chip soll ab Juni in Massenproduktion gehen und voraussichtlich zwischen 6.500 und 8.000 US-Dollar kosten, während das H20-Modell bislang für 10.000 bis 12.000 US-Dollar verkauft wurde. Technisch wird der neue Chip auf herkömmlichen Speicher setzen und auf TSMCs Chip-on-Wafer-on-Substrate-Technologie verzichten. Ein Nvidia-Sprecher erklärte gegenüber Reuters, man prüfe derzeit die „begrenzten“ Optionen. Bis eine neue Produktgestaltung steht und die Genehmigung der US-Regierung vorliegt, sei Nvidia faktisch vom 50-Milliarden-Dollar-Markt für Rechenzentren in China ausgeschlossen.

Bn-Redaktion/ts
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