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Ölpreis

100 Dollar sind zurück – jetzt wächst das Börsenrisiko 13.09.2026, 13:37 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Öl
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
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Name Aktuell Diff. Börse
Öl (WTI) 100,00 USD ±0,00 % Lang & Schwarz

Ölpreis bleibt über 100 Dollar

Brent legte in der vergangenen Woche 8,7 % zu und schloss bei 104,50 Dollar je Barrel, umgerechnet ungefähr 90 Euro. WTI stieg sogar um 9,4 % auf 100,00 Dollar, umgerechnet rund 86 Euro. Zwar gaben die Preise am Freitag etwas nach, doch die Marke von 100 Dollar bleibt damit klar überschritten. Entscheidend ist nun, ob sich dieses Niveau über mehrere Wochen hält.

Nahost-Konflikt treibt Risikoprämie

Hinter der Rally stehen vor allem neue Angebotsängste. Angriffe auf Infrastruktur und Schiffe sowie Risiken rund um zentrale Transportwege wie Bab al-Mandeb und die Straße von Hormus haben die Sorge vor weiteren Lieferstörungen verstärkt. Der Ölmarkt reagiert deshalb nicht nur auf tatsächliche Ausfälle, sondern auch auf die Gefahr, dass wichtige Exportströme kurzfristig unterbrochen werden könnten.

DAX reagiert empfindlich

Wie stark der Ölpreis inzwischen auf Aktien durchschlägt, zeigte die vergangene Woche. Am Mittwoch fiel der DAX um 1,36 % auf 25.524 Punkte, am Donnerstag ging es nach der EZB-Entscheidung weiter auf 25.318 Punkte nach unten. Erst sinkende Ölpreise ermöglichten am Freitag eine Erholung auf 25.572 Punkte. Unter dem Strich blieb dennoch ein Wochenverlust von rund 1,8 %.

EZB reagiert auf Inflationsdruck

Der Energieschock erreicht inzwischen auch die Geldpolitik. Die EZB erhöhte ihre Leitzinsen am Donnerstag um 25 Basispunkte. Als Begründung nennt sie ausdrücklich den anhaltenden Inflationsdruck durch den Nahost-Konflikt. Für 2026 erwartet die Notenbank nun eine durchschnittliche Inflation von 3,0 %, für 2027 von 2,5 %. Bleibt Energie teuer, könnten Zinssenkungshoffnungen deshalb weiter nach hinten rücken.

Börsen bleiben vom Öl abhängig

Für die neue Woche wird damit entscheidend, ob sich Brent oberhalb von 100 Dollar stabilisiert oder die geopolitische Risikoprämie wieder zurückgeht. Ein dauerhaft hoher Ölpreis belastet energieintensive Unternehmen, Transport, Konsum und Finanzierungskosten gleichzeitig. Entspannt sich die Lage im Nahen Osten, könnte dagegen schnell Druck aus Inflation und Zinserwartungen verschwinden. Öl bleibt deshalb aktuell einer der wichtigsten Taktgeber für DAX und internationale Aktienmärkte.

Bn-Redaktion/tb
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