Oracle in der Bredouille

Gewaltiges Abwärtsmomentum mahnt zur Vorsicht 19.12.2025, 08:17 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Oracle in der Bredouille: Gewaltiges Abwärtsmomentum mahnt zur Vorsicht
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Oracle 127,36 EUR +0,02 % Lang & Schwarz

Ein unfassbares Aufwärtsmomentum brach sich damals im September Bahn. In dieser Phase schien die Aktie einem Sprung über die 400 US-Dollar näher zu sein als einem Abverkauf in Richtung 200 US-Dollar. Doch genau dieses Worst-Case-Szenario trat ein. Zunächst kam es schleichend und dann mit gewaltiger Vehemenz.

Die vor wenigen Tagen vorgelegten Zahlen für das 2. Quartal 2026 (wir berichteten im Kommentar vom 12. Dezember detailliert über den Finanzbericht) sollten der Aktie wieder neuen Schwung bringen. Es passierte jedoch das Gegenteil. Die Zahlen hielten den sehr hohen Erwartungen nicht stand. Gut ist nicht immer gut genug. Kurzum. Die Zahlen rissen keinen vom Hocker. Gleichzeitig preist der Markt immer stärker die Risiken des  Expansionskurses ein. Vor allem sorgen die hohen Investitionen in die KI-Infrastruktur mittlerweile für etwas Unbehagen. 

Oracle Aktienchart in der Börsennews Aktienanalyse

Oracle in der Bredouille - Gewaltiges Abwärtsmomentum mahnt zur Vorsicht

Die Oracle-Aktie (WKN: 871460 | ISIN: US68389X1054 | Ticker-Symbol: ORC) steht seit September gewaltig unter Druck. Damals schnupperte die Aktie an der Marke von 350 US-Dollar. In den letzten Wochen sah sich die Aktie heftigen Gewinnmitnahmen ausgesetzt. Aus charttechnischer Sicht schmerzte vor allem der Verlust der eminent wichtigen Unterstützungszone 260 US-Dollar / 250 US-Dollar. Das daraus resultierende Verkaufssignal entfaltete daraufhin seine Wirkung. Die Aktie nahm die nächste wichtige Supportzone um 200 US-Dollar ins Visier. Doch auch diese Unterstützung hielt dem Druck nicht stand. Daraufhin rutschte die Aktie auf 175 US-Dollar ab. 

Immerhin versteht es die Oracle-Aktie bislang, diese wichtige Unterstützung zu verteidigen. Es ist aus charttechnischer Sicht einer der letzten Strohhalme. Die Aktie respektive die Bewegung ist massiv überverkauft. Die Zeit für eine stärkere Erholung ist reif um nicht zu sagen, sie ist überreif.

Zusammengefasst

Im besten Fall gelingt es Oracle, den Unterstützungsbereich von 175 US-Dollar zu verteidigen. Sollte es darunter gehen, würde sich der Aktie weiteres Abwärtspotenzial in Richtung 150 US-Dollar eröffnen. Ein Vorstoß der Aktie oberhalb von 200 US-Dollar wäre der erste Fingerzeig in Richtung Comeback. Eine nachhaltige Entspannung würde jedoch erst bei Oracle-Kursen oberhalb von 260 US-Dollar eintreten.

Bn-Redaktion/mt
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