Pfingsten und Hormus

Kommt jetzt der nächste Öl-Schock? 22.05.2026, 20:28 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Pfingsten und Hormus: Kommt jetzt der nächste Öl-Schock?
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Öl (Brent) 100,52 USD -3,43 % ARIVA Indikation Rohstoffe

 

Brent und WTI reagieren auf neue Risiken

Brent-Öl war Anfang April zeitweise auf rund 111 Euro je Barrel gestiegen. Auch WTI legte deutlich zu. Zuletzt notierte Brent bei etwa 94 Euro je Barrel und damit weiterhin klar über dem Niveau vor Beginn des Iran-Konflikts.

Auslöser bleibt die unsichere Situation rund um die Straße von Hormus. Die wichtige Handelsroute zählt zu den bedeutendsten Transportwegen für Rohöl weltweit. Gleichzeitig nimmt jetzt die saisonale Nachfrage nach Kraftstoffen deutlich zu.

Vor allem Fluggesellschaften, Reedereien und Autofahrer sorgen während der sogenannten Driving Season für zusätzlichen Verbrauch von Benzin, Diesel und Kerosin.

Reisezeit trifft auf knappe Reserven

Die Reisephase rund um Pfingsten und den Sommer gilt traditionell als starke Zeit für den Ölverbrauch. In den USA beginnt diese Phase meist Ende Mai und dauert bis Anfang September.

In diesem Jahr treffen die zusätzlichen Reisen allerdings auf sinkende Ölreserven. Laut Internationaler Energieagentur gingen die weltweiten Lagerbestände seit Beginn des Konflikts um 378 Millionen Barrel zurück.

Analysten warnen inzwischen vor kritischen Niveaus. Besonders bei Flugbenzin und Schiffsdiesel könnten Engpässe entstehen. JPMorgan rechnet bereits Anfang Juni mit operativen Stressniveaus bei den OECD-Beständen.

Energieaktien rücken wieder in den Fokus

Die Entwicklung am Ölmarkt sorgt erneut für Aufmerksamkeit bei Energieaktien und Rohstoffinvestments. Unternehmen wie Shell, BP, Chevron, ExxonMobil oder TotalEnergies profitieren häufig von steigenden Preisen bei Brent und WTI.

Auch ETFs auf den Energiesektor sowie Rohstofffonds könnten bei anhaltend hohen Preisen stärker gefragt bleiben. Vor dem Iran-Krieg hatten die Ölpreise lediglich bei rund 62 Euro je Barrel gelegen.

Zum Vergleich: Während der Ukraine-Krise 2022 stieg Brent umgerechnet bis auf rund 123 Euro. Das historische Hoch aus dem Jahr 2008 würde heute inflationsbereinigt sogar etwa 195 bis 200 Euro entsprechen.

Experten sehen zwei mögliche Entwicklungen

Marktbeobachter rechnen kurzfristig mit einem zweiten Preishoch rund um Pfingsten. Entscheidend bleibt dabei die Lage im Persischen Golf.

Sollte sich die Situation entspannen und die Straße von Hormus wieder stabil genutzt werden können, könnten Brent und WTI später im Sommer wieder nachgeben. Viele Experten gehen derzeit von Verhandlungen aus.

Zusätzliche Hoffnung liefert das Wetterphänomen El Niño. Mildere Temperaturen könnten ab Herbst den Energieverbrauch senken und damit den Ölmarkt entlasten. Einige Meteorologen erwarten sogar einen besonders starken Super-El-Niño.

Bn-Redaktion/ar
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