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Umsatzdruck und Wachstumssorgen 15.11.2024, 10:57 Uhr Jetzt kommentieren: 0

ProSiebenSat.1: Umsatzdruck und Wachstumssorgen
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TV-Werbegeschäft bleibt unter Druck

ProSiebenSat.1 verzeichnete im dritten Quartal 2024 einen leichten Umsatzrückgang um 1% auf 882 Millionen Euro, belastet durch schwache TV-Werbeerlöse, die um 6% auf 450 Millionen Euro fielen. Gründe hierfür sind die schwache Konjunktur und die Konkurrenz durch große Sportevents wie die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele, die nicht über die Sendergruppe übertragen wurden. Auch der Zuschauermarktanteil ging in der werberelevanten Zielgruppe 20–59 Jahre auf 19,5% zurück (Vorjahr: 21,2%).

Digitale und smarte Werbung als Hoffnungsträger

Im digitalen Bereich konnte ProSiebenSat.1 Fortschritte erzielen. Die Werbeeinnahmen aus digitalen und smarten Werbeformaten stiegen in der DACH-Region um 1%, mit einem starken Wachstum der AVOD-Einnahmen (werbefinanziertes Streaming) auf Joyn um 15%. Insgesamt verzeichnete Joyn einen Anstieg der monatlichen Nutzerzahlen um 62% im Vergleich zum Vorjahr – ein deutlicher Erfolg der Plattformstrategie.

Commerce & Ventures glänzt

Das Segment Commerce & Ventures setzte im dritten Quartal mit einem Umsatzplus von 20% auf 218 Millionen Euro ein starkes Wachstum fort. Insbesondere die Beauty-Marke flaconi trug mit einem Zuwachs von 33% zum Erfolg bei. Auch Verivox konnte in einem stabilen Marktumfeld weiter zulegen. Das Segment zeigte zudem eine Verbesserung des Adjusted EBITDA um 55% auf 13 Millionen Euro.

Schwäche im Dating-Segment

Das Segment Dating & Video kämpft weiterhin mit erheblichen Herausforderungen: Der Umsatz sank um 21% auf 85 Millionen Euro. Ursachen sind vor allem der intensive Wettbewerb im Online-Dating-Markt, der insbesondere die Marke eharmony in den USA belastete. Maßnahmen wie der Einsatz von KI-Tools sollen die Kundenerfahrung verbessern und langfristig Wachstum fördern.

Ausblick bleibt vorsichtig

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet ProSiebenSat.1 trotz der Herausforderungen einen leichten Anstieg des Konzernumsatzes auf etwa 3,95 Milliarden Euro, bleibt aber beim EBITDA unter dem Zielwert von 575 Millionen Euro. Der Fokus auf digitale Reichweite und lokale Inhalte soll langfristig die Basis für eine Erholung schaffen.

Kann ProSiebenSat.1 seine digitale Transformation erfolgreich fortsetzen und die Schwächen im traditionellen Geschäft ausgleichen?

In der Community wird die schwache Performance im TV-Geschäft kritisch gesehen, während das Wachstum bei Joyn und Commerce-Segmenten optimistisch stimmt. Einige Aktionäre äußern Bedenken über die hohen Investitionen in Inhalte und die weiterhin hohe Verschuldung.

Bn-Redaktion/pl
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