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Quartalsbericht

Oracle toppt Prognosen mit Cloud-Wachstum 11.09.2026, 12:15 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Quartalsbericht: Oracle toppt Prognosen mit Cloud-Wachstum
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Der US-Software- und Datenbankkonzern Oracle hat im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2027 die Markterwartungen deutlich übertroffen. Starke Zuwächse im Cloud-Infrastrukturgeschäft trieben den Umsatz auf 19,3 Milliarden US-Dollar – rund 30 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Oracle-Aktie erholte sich am Freitag von ihrem Vortagesverlust.

Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg auf 1,92 US-Dollar und übertraf damit die durchschnittliche Analystenerwartung von 1,74 US-Dollar deutlich. Wachstumsmotor war das Cloud-Geschäft: Der Gesamtumsatz aus Cloud-Software und Cloud-Infrastruktur legte um 62 Prozent auf 11,6 Milliarden US-Dollar zu. Der Bereich Cloud-Infrastruktur (OCI), in dem Oracle KI-Rechenzentrumskapazitäten bereitstellt, verzeichnete dabei ein Umsatzplus von mehr als 100 Prozent auf 7,4 Milliarden US-Dollar. Oracle lieferte im Quartal nach eigenen Angaben rund 300.000 GPUs aus und stellte zusätzliche Rechenzentrumskapazitäten von 850 Megawatt bereit. Der Auftragsbestand stieg auf 664 Milliarden US-Dollar.

Für das laufende zweite Quartal stellt der Konzern ein Umsatzwachstum von 30 bis 34 Prozent in Aussicht, das Cloud-Geschäft soll um 65 bis 71 Prozent zulegen. Für das Gesamtjahr bekräftigte Oracle einen Mindestumsatz von 90 Milliarden US-Dollar. Mehrere Analysten beurteilten das Ergebnis positiv: JPMorgan beließ die Einstufung auf „Overweight" mit einem Kursziel von 200 US-Dollar, Jefferies bekräftigte das „Buy"-Rating mit einem Kursziel von 290 US-Dollar und verwies auf das starke Cloud-Infrastrukturwachstum. Barclays hob sein Kursziel auf 252 US-Dollar an und behielt „Overweight" bei.

Investitionsausgaben bleiben zentrales Thema

Kontrovers bleibt der Investitionsbedarf: Im abgelaufenen Quartal beliefen sich die Kapitalausgaben auf 28,5 Milliarden US-Dollar – deutlich über den ursprünglichen Erwartungen. Der freie Cashflow fiel in der Folge negativ aus. Für das Gesamtjahr dürften die Investitionen bei rund 70 Milliarden US-Dollar liegen. Das operative Geschäft war mit einem Cashflow von rund 23 Milliarden US-Dollar dennoch weiterhin profitabel.

Bn-Redaktion/sb
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