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SAP-Aktie fällt

Warum der DAX-Riese unter Druck bleibt 10.09.2026, 17:42 Uhr Jetzt kommentieren: 0

SAP
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
© SAP/TLeonhardi
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SAP 177,74 EUR -1,19 % Baader Bank

SAP fällt auf 178,44 Euro

Die SAP-Aktie notiert am Donnerstag zeitweise bei 177,89 Euro, nachdem sie den vorherigen Handelstag bei 179,88 Euro beendet hatte. Das entspricht einem Verlust von 1,30 %. Gleichzeitig gibt der DAX lediglich rund 0,22 % nach, wodurch die relative Schwäche von SAP besonders auffällt. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 218,5 Milliarden Euro und einem Indexgewicht von etwa 9,85 % bleibt SAP das Schwergewicht im deutschen Leitindex.

Fast 26 Prozent unter dem Hoch

Mit den erneuten Verlusten wächst auch der Abstand zu früheren Höchstständen. Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 240,22 Euro. Vom aktuellen Niveau aus notiert die SAP-Aktie damit rund 25 % darunter. Der deutliche Rückgang zeigt, wie stark sich die Stimmung seit den Höchstkursen verändert hat. Zugleich liegt der Kurs weiterhin deutlich über dem 52-Wochen-Tief von 127,50 Euro.

KI-Strategie bleibt unter Beobachtung

Belastend wirken weiterhin Zweifel daran, wie schnell SAP seine ambitionierte KI-Strategie in marktreife Produkte umsetzen kann. Ende August war die Aktie nach einer Abstufung von „Buy“ auf „Neutral“ deutlich gefallen. Kritisiert wurde unter anderem die Zahl bereits verfügbarer KI-Agenten. Damals waren 17 sofort einsetzbare Agenten verfügbar, während weniger als 20 weitere entwickelt wurden.

Cloud-Geschäft wächst kräftig

Operativ liefert SAP dagegen weiterhin starke Wachstumszahlen. Im zweiten Quartal stieg der Current Cloud Backlog um 27 % auf 22,9 Milliarden Euro, währungsbereinigt betrug das Plus 26 %. Die Clouderlöse legten um 22 % zu und währungsbereinigt um 24 %. Bei der Cloud ERP Suite erreichte das Wachstum 25 %, während der Gesamtumsatz um 9 % zulegte.

Hohe Erwartungen belasten die Aktie

Damit entsteht für SAP ein Spannungsfeld zwischen starkem Cloud-Wachstum und hohen Erwartungen an die nächste Wachstumsphase. Anleger beobachten insbesondere, ob das Unternehmen seine KI-Produkte schneller skalieren und damit zusätzliche Umsätze erzielen kann. Die nächsten Quartalszahlen sind für den 21. Oktober vorgesehen. Bis dahin dürfte die Frage im Mittelpunkt stehen, ob sich die Aktie nach dem deutlichen Rückgang stabilisieren kann oder der Abstand zum Rekordniveau weiter wächst.

Bn-Redaktion/tb
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