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Rheinmetall-Aktie fällt

Milliardenprojekt geplatzt, Kursziel sinkt 09.07.2026, 16:12 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Symbolbild Rheinmetall
© Bild von fajriyan auf unsplash.com
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Rheinmetall 1.016,60 EUR -4,40 % TTMzero RT

Fregattenprojekt gestoppt

Für zusätzlichen Gegenwind sorgt die Entscheidung des Bundesverteidigungsministeriums, das Fregattenprogramm F126 nicht weiterzuverfolgen. Rheinmetall hatte sich von dem Projekt wichtige Impulse für das Marinegeschäft erhofft. Der Konzern hatte bereits darauf hingewiesen, dass der Wegfall des Auftrags im laufenden Jahr Umsatzeinbußen von bis zu 300 Millionen Euro verursachen könnte, falls keine Ersatzaufträge gewonnen werden.

Analyst senkt Bewertung

Auch auf Analystenseite hat sich die Stimmung eingetrübt. MWB Research strich die bisherige Kaufempfehlung und stuft die Rheinmetall-Aktie nun nur noch mit „Halten“ ein. Gleichzeitig wurde das Kursziel von 1.400 auf 1.150 Euro gesenkt. Als Begründung verweisen die Analysten unter anderem auf die Erwartung, dass künftige Verteidigungsausgaben stärker in Luftverteidigung, Drohnen und Aufklärungstechnologien fließen könnten.

Wachstumsperspektiven bleiben bestehen

Trotz der aktuellen Belastungsfaktoren bleibt das operative Geschäft grundsätzlich auf Wachstumskurs. Rheinmetall erwartet weiterhin eine deutliche Ausweitung der Geschäfte in anderen Bereichen und konnte zuletzt weitere Aufträge gewinnen. Zudem wurde die Zusammenarbeit mit dem Antriebsspezialisten Renk beim Schützenpanzer Lynx ausgebaut.

Charttechnisch bleibt die Lage angespannt

Seit dem Jahreshoch befindet sich die Rheinmetall-Aktie in einer Korrektur und notiert wieder in der Nähe der Marke von 1.000 Euro. Marktbeobachter sehen diese Zone als wichtige Unterstützung. Ob sich die Aktie stabilisieren kann, dürfte in den kommenden Wochen auch von den Quartalszahlen Anfang August sowie möglichen neuen Großaufträgen abhängen. Bis dahin dürfte die Entwicklung der Rüstungsaktie von einer erhöhten Unsicherheit geprägt bleiben.

Bn-Redaktion/js
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