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Rheinmetall über 1.000 Euro

Zündet jetzt die nächste Kursrakete? 15.09.2026, 20:27 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Rheinmetall
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Name Aktuell Diff. Börse
Rheinmetall 1.027,70 EUR +3,28 % Lang & Schwarz

Rheinmetall springt über 1.000 Euro

Nach mehreren schwächeren Handelstagen greifen Anleger bei Rheinmetall am Dienstag wieder zu. Die Aktie steigt auf 1.028,00 Euro, nachdem sie am Vortag bei 996,70 Euro geschlossen hatte. Damit verteuert sich das Papier um 3,1 % und überwindet erneut die psychologisch wichtige Marke von 1.000 Euro. Besonders auffällig ist die Bewegung vor dem Hintergrund des schwächeren Gesamtmarktes. Der DAX gibt gleichzeitig um rund 0,31 % nach.

Neuer Munitionsauftrag liefert Rückenwind

Ein wichtiger Kurstreiber ist ein neuer Auftrag über 155-mm-Artilleriemunition. Ein internationaler Kunde hat Rheinmetall mit der Lieferung von mehreren zehntausend Geschossen beauftragt. Der Auftragswert liegt im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Die Auslieferung soll 2027 erfolgen. Damit setzt sich die starke Nachfrage nach Munition fort und stärkt den Auftragsbestand des Konzerns erneut.

Aktie bleibt deutlich unter dem Hoch

Trotz der heutigen Erholung hat Rheinmetall noch einen weiten Weg bis zu früheren Höchstständen. Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 1.988,13 Euro. Vom aktuellen Kursniveau aus beträgt der Abstand damit rund 48,5 %. Gleichzeitig liegt das Papier nur vergleichsweise knapp über dem 52-Wochen-Tief von 900,20 Euro. Die große Spanne zeigt, wie stark sich die Bewertung innerhalb weniger Monate verändert hat.

Analysten sehen weiter Potenzial

Die Analysten bleiben trotz der jüngsten Schwäche überwiegend optimistisch. Laut finanzen.net empfehlen derzeit zehn Analysten die Rheinmetall-Aktie zum Kauf, einer rät zum Halten. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 1.738,89 Euro. Einzelne Häuser sehen sogar deutlich höhere Werte. Goldman Sachs nennt 2.300 Euro, die Deutsche Bank 1.800 Euro.

Aufträge müssen Erwartungen bestätigen

Für die weitere Kursentwicklung dürfte entscheidend sein, ob Rheinmetall die hohe Auftragsdynamik in steigende Umsätze, Margen und Cashflows übersetzen kann. Der neue Munitionsauftrag liefert dafür ein weiteres positives Signal. Gleichzeitig bleibt der enorme Abstand zum Jahreshoch ein Hinweis darauf, dass Anleger trotz der starken Nachfrage vorsichtiger geworden sind. Die heutige Erholung verbessert das kurzfristige Bild, eine nachhaltige Trendwende ist damit jedoch noch nicht bestätigt.

Bn-Redaktion/tb
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