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RTL kauft Sky Deutschland

Kommt jetzt der Kursboom? 30.06.2025, 13:55 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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RTL kauft Sky Deutschland und verkauft RTL Nederland

RTL hat am Freitag zwei bedeutende Weichenstellungen für seine Konzernstruktur bekannt gegeben – mit klaren Folgen für Börsianer. Zum einen übernimmt der Medienkonzern Sky Deutschland von Comcast, zum anderen wurde der Verkauf von RTL Nederland an DPG Media endgültig genehmigt. Beide Transaktionen sollen den Konzernumbau beschleunigen und den Fokus stärker auf zentrale Märkte sowie profitables Wachstum legen.

Der Zukauf von Sky Deutschland bringt RTL Zugang zu über fünf Millionen zahlenden Kunden in der DACH-Region – inklusive der boomenden Streamingplattform WOW. Im Jahr 2024 erwirtschaftete Sky Deutschland rund zwei Milliarden Euro Umsatz, galt jedoch zuletzt als finanziell angeschlagen. RTL erwartet, dass das Unternehmen bereits ab 2025 wieder operativ profitabel sein wird. Damit könnte sich Sky zum rentablen Wachstumstreiber entwickeln – vor allem durch Synergien mit bestehenden RTL-Inhalten wie Sportrechten und durch optimierte Kostenstrukturen.

Der Kaufpreis ist dabei geschickt strukturiert: Eine fixe Zahlung von 150 Millionen Euro wird sofort fällig. Hinzu kommt eine variable Komponente, die an die Aktienkursentwicklung der RTL Group gekoppelt ist. Sollte der Kurs über 41 Euro steigen, kann Comcast zusätzliche Zahlungen einfordern – gedeckelt bei 70 Euro pro Aktie, was einer maximalen Zusatzvergütung von 377 Millionen Euro entspricht. Analysten sprechen hier von einer limitierten Optionsstruktur, bei der Sonderdividenden berücksichtigt werden – reguläre Dividenden aber nicht.

Synergien und Sparprogramme versprechen Milliardenwert

RTL plant innerhalb von drei Jahren jährliche Synergien in Höhe von 250 Millionen Euro – durch gemeinsame Inhalte, Cross-Selling bei RTL+ sowie Kostensenkungen im Verwaltungsapparat. Eine eigenständige Profitabilität von Sky sei laut Management in der aktuellen Bewertung noch nicht berücksichtigt. Analysten der Warburg Bank halten bei erfolgreicher Umsetzung ein Bewertungsverhältnis von lediglich dem 0,6-fachen EBITDA für möglich – ein bemerkenswert niedriger Wert.

Darüber hinaus prüft RTL, eigene Aktien zurückzukaufen, um die variable Kaufpreiszahlung abzusichern. Diese Maßnahme bewertet Warburg positiv, da sie die Interessen der Aktionäre schützt und Spielraum für Kursfantasie eröffnet.

Auf Basis einer 50-prozentigen Eintrittswahrscheinlichkeit der angekündigten Synergien beziffert Warburg den Optionswert des Sky-Deals auf rund 500 Millionen Euro. Rechnet man mit einem Bewertungsfaktor von vier, ergibt sich daraus ein potenzieller Mehrwert von 350 Millionen Euro – ein signifikanter Hebel für die mittelfristige Bewertung der RTL-Aktie.

Dividendenschub: Verkauf bringt Milliarden für Aktionäre

Parallel zum Zukauf in Deutschland meldete RTL auch den erfolgreichen Abschluss des Verkaufs von RTL Nederland. Die niederländische Wettbewerbsbehörde hat der Übernahme durch DPG Media zugestimmt. Der Verkaufspreis liegt bei 1,1 Milliarden Euro – und soll vollständig als Sonderdividende an die Aktionäre zurückfließen. Das Management kündigte eine Ausschüttung von fünf Euro je Aktie an.

Die Dividende für das Geschäftsjahr 2025 – zur Auszahlung im Frühjahr 2026 – erhöht sich dadurch laut Warburg auf insgesamt sieben Euro je Aktie. Das Institut reagierte mit einer Anhebung des Kursziels von 34 auf 41 Euro. Doch da der aktuelle Kurs bereits bei 36,80 Euro liegt, reduziert sich das kurzfristige Aufwärtspotenzial auf knapp zehn Prozent. Trotz der zahlreichen positiven Impulse lautet das Warburg-Votum daher nur noch: „Halten“.

Die Neupositionierung von RTL zeigt, wie gezielte Transaktionen und kluge Finanzierungsstrukturen das Unternehmen profitabler machen und gleichzeitig die Interessen der Aktionäre stärken können. Doch der Markt hat einen großen Teil der Nachrichten offenbar bereits eingepreist.

Bn-Redaktion/aw
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