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SAP und n8n

Geheimes Konkurrenzprodukt sorgt für Ärger 04.08.2026, 16:36 Uhr Jetzt kommentieren: 0

SAP und n8n: Geheimes Konkurrenzprodukt sorgt für Ärger
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
© Bild: iStock.com/Victor Golmer
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KI beschleunigt die Entwicklung

Die Softwareentwicklung bei SAP hat deutlich an Tempo gewonnen. Anwendungen, deren Fertigstellung früher mehrere Monate beanspruchte, können nach Angaben von Entwicklern und Managern inzwischen teilweise innerhalb weniger Wochen entstehen. Einen wichtigen Anteil daran haben Programmierassistenten wie Cursor, Claude Code und Codex. Die Werkzeuge nutzen Künstliche Intelligenz und steigern dadurch die Produktivität der Entwickler. Die höhere Geschwindigkeit birgt jedoch auch die Gefahr, dass interne Projekte nicht ausreichend abgestimmt und kontrolliert werden.

Team arbeitet an Konkurrenzlösung

Ein solcher Fall sorgt nun bei SAP für Aufregung. Während der Konzern auf der Bühne seine Partnerschaft mit dem Berliner Start-up n8n präsentierte, entwickelte ein Team offenbar heimlich ein Konkurrenzprodukt. Damit liefen innerhalb des Unternehmens Arbeiten, die im Widerspruch zur öffentlich herausgestellten Zusammenarbeit standen. Der SAP-Vorstand reagierte auf den Vorgang und zog Konsequenzen. Welche konkreten Maßnahmen beschlossen wurden und wie weit die konkurrierende Entwicklung fortgeschritten war, geht aus den Angaben nicht eindeutig hervor.

SAP investiert in n8n

Die Situation ist besonders brisant, weil SAP nicht nur geschäftlich mit n8n kooperiert, sondern sich auch an dem Unternehmen beteiligt hat. Laut Handelsregister stieg der Anteil auf fast 1,3 Prozent. SAP soll 60 Millionen Euro in das Start-up investiert haben. Durch die Beteiligung erreichte n8n eine Bewertung von 5,2 Milliarden US-Dollar, umgerechnet rund 4,5 Milliarden Euro. Damit verdoppelte sich der Unternehmenswert innerhalb von weniger als einem Jahr.

Integration in Joule Studio

n8n entwickelt Werkzeuge, mit denen sich unter anderem KI-Workflows visuell erstellen und steuern lassen. Die Automatisierungslösung soll nativ in Joule Studio auf der SAP Business AI Platform verfügbar werden. Die Zusammenarbeit ist Teil der SAP-Vision eines autonomen Unternehmens, in dem KI-Assistenten gemeinsam mit Beschäftigten arbeiten und komplette Geschäftsabläufe übernehmen. SAP investierte zudem in Parloa, dessen KI-Agenten für Kundenservice mit Daten und Prozessen aus der SAP Service Cloud verbunden werden sollen.

SAP-Aktie legt deutlich zu

Ungeachtet der internen Unruhe gewann die SAP-Aktie am 3. August 2026 im Xetra-Handel 4,91 Prozent auf 165,42 Euro. Am vorherigen Handelstag hatte der Schlusskurs bei 157,68 Euro gelegen. Damit belegte SAP Platz 3 im DAX, der insgesamt um 1,59 Prozent stieg. Dennoch notierte die Aktie 34,72 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 253,40 Euro. Das 52-Wochen-Tief lag bei 127,50 Euro.

Bn-Redaktion/ar
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